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Solingen: Stadt öffnet Freibad Heide Tests zu PCB-Belastung abgeschlossen
© Stadt Solingen

Solingen: Stadt öffnet Freibad Heide Tests zu PCB-Belastung abgeschlossen


Gute Nachrichten für alle Solingerinnen und Solinger: Das Freibad Heide kann am Freitag, 19. Juni, ab 10:30 Uhr, öffnen. In den vergangenen Wochen sind dort umfangreiche Probennahmen rund um eine mögliche PCB-Belastung in den Schwimmbecken gelaufen. Mit einem endgültigen Untersuchungsergebnis war eigentlich erst in der kommenden Woche gerechnet worden. Jetzt kann das Bad pünktlich zum sommerlichen Wetter am kommenden Wochenende öffnen, auch weil alle Beteiligten gemeinsam das Tempo erhöht haben.

Oberbürgermeister Daniel Flemm und der Stadtspitze war eine schnelle und gleichzeitig sorgfältig geprüfte Lösung wichtig. „Wir sind froh, dass die Menschen wieder in dieses einzigartige Freibad kommen können. Die letzten Wochen waren harte Arbeit, und es war mir ein persönliches Anliegen, den Badebetrieb so schnell es geht hinzubekommen. Dass die Analysen unbedenklich sind und die Solingerinnen und Solinger mit einem sicheren Gefühl ins Wasser springen können, hatte für die Stadt absolute Priorität. Wir wissen, was wir am Freibad Heide haben, welchen besonderen Stellenwert dieses Bad in der Bevölkerung hat, und wir arbeiten auch weiter an langfristigen Lösungen, um das Freibad zu erhalten. Ich wünsche allen einen herrlichen Sommer und viele schöne Stunden im Heidebad“, so Oberbürgermeister Daniel Flemm.

Welche Untersuchungen wurden durchgeführt und wie lautet das Ergebnis?

In allen drei Becken sind in den vergangenen Wochen Probennahmen und Untersuchungen gelaufen, um herauszufinden, ob und in welcher Weise eine Belastung mit sogenannten PCB (Polychlorierte Biphenyle) vorliegt. Diese Weichmacher gelten konzentrationsabhängig als gesundheitsschädlich und waren im Vorfeld von Renovierungsarbeiten in den alten Lackschichten an den Wänden und am Boden der Schwimmbecken nachgewiesen worden.

Über allem stehen dabei stets die Gesundheit und der Schutz der Badegäste – daher ist die Stadt bei den Probennahmen und Analysen äußerst sorgsam vorgegangen. Drei Arten von Probennahmen wurden durchgeführt. Materialproben aus den Lackschichten liefern einen Überblick, wo eine Belastung mit PCB vorliegt. Wischproben sollen zeigen, ob und in welchem Maß die Schadstoffe bei Berührung der Oberflächen oder über fetthaltige Produkte wie Sonnencreme von den Oberflächen über die Haut aufgenommen werden können. Darüber hinaus sind Wasserproben entscheidend. Diese liefern Informationen, ob die PCB ins Wasser übergehen oder allein im Material verbleiben. Für die Wasserproben musste das Wasser zunächst einige Zeit in den Becken stehen, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten.

Die Analysenergebnisse all dieser Proben liegen vor und zeigen, dass sowohl im Zulaufwasser als auch im Beckenwasser der drei Schwimmbadbecken die untersuchten PCB nicht nachgewiesen werden konnten. Aus toxikologischen Gründen ist es daher unbedenklich, das Freibad zeitnah zu öffnen. Es besteht aktuell keine gesundheitlich relevante Übertragung von Schadstoffen; ein sicherer Badebetrieb ist gewährleistet.

Kinderplanschbecken bleibt vorsorglich gesperrt

PCB werden vom Menschen hauptsächlich über die Nahrung aufgenommen. Darüber hinaus kann eine Aufnahme über die Atemluft erfolgen, insbesondere in Innenräumen mit erhöhter PCB-Belastung. Hauptaufnahmequellen bei der Nahrung sind fettreiche tierische Nahrungsmittel. Die Aufnahme über die Haut spielt im Alltag nur eine geringe Rolle. Obwohl eine PCB-Belastung im Wasser derzeit nicht vorliegt, bleibt das Kinderplanschbecken als einziges Becken vorsorglich gesperrt. Dies hat mehrere Gründe. Kleinkinder und Schwangere gelten als sensible Personengruppen, was die Aufnahme und mögliche gesundheitsschädliche Wirkungen von PCB betreffen. Im Kinderplanschbecken verteilt sich verhältnismäßig wenig Wasser auf die Fläche und Kleinkinder haben dort in der Regel erhöhten Hautkontakt mit der Oberfläche des Beckens, weil sie über längere Zeit auf dem Boden sitzen. Die Stadt geht hier kein Risiko ein, das Kinderplanschbecken bleibt aus diesem Grund rein vorsorglich für die laufende Saison gesperrt. Dies hat ausdrücklich keine Auswirkungen auf die anderen Becken. Ein gesundheitliches Risiko kann hier ausgeschlossen werden.

Weitere Proben im laufenden Freibadbetrieb

Um die Gesundheit der Badegäste weiter im Blick zu behalten, werden die Becken im laufenden Badebetrieb engmaschig beprobt und untersucht. Damit soll kontrolliert werden, ob PCB in das Beckenwasser freigesetzt werden, wenn Badegäste das Freibad nutzen. Das Beckenwasser, das Rücklaufwasser und die Filter werden in regelmäßigen Abständen beprobt, um jederzeit zu wissen, ob sich die Wasserqualität verändert. Wir behalten die Wasserqualität und Gesundheit der Badegäste während der gesamten Freibadsaison genau im Blick.

Alle weiteren Saisonvorbereitungen waren bereits abgeschlossen, sodass der Betrieb des Freibads Heide jetzt schnell hochgefahren werden kann.


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