Schrottabladung endet in brutaler Auseinandersetzung
Ein Routinebesuch auf dem Gelände einer Recyclingfirma in der Tiegelstraße entwickelte sich am Montagnachmittag zu einem dramatischen Polizeieinsatz. Ein 48 Jahre alter Mann wurde bei einer körperlichen Auseinandersetzung verletzt und musste anschließend in ein Krankenhaus gebracht werden. Im weiteren Verlauf eskalierte die Situation derart, dass auch Polizeibeamte angegriffen wurden und mehrere Strafverfahren eingeleitet werden mussten.
Streit bei Schrottabladung löst Gewalt aus
Nach Angaben des verletzten 48-Jährigen war er gemeinsam mit einem 32 Jahre alten Mann zur Recyclingfirma gefahren, um Schrott abzuladen. Ein Mitarbeiter des Unternehmens, ein 41-jähriger Mann, habe den Begleiter angewiesen, die Gegenstände zu entladen.
Als der 48-Jährige hinzukam, um beim Abladen zu helfen, soll die Situation plötzlich gekippt sein. Nach seinen Angaben wurde der Mitarbeiter daraufhin wütend. Im weiteren Verlauf soll der 41-Jährige den Mann mit einer Eisenstange geschlagen haben. Kurz darauf sei ein weiterer Mitarbeiter im Alter von 40 Jahren hinzugekommen und habe dem 48-Jährigen mit der Faust ins Gesicht geschlagen.
Verletzter Mann muss ins Krankenhaus
Durch die Angriffe erlitt der Mann aus Balve leichte Verletzungen. Eine alarmierte Rettungswagenbesatzung versorgte den 48-Jährigen vor Ort und brachte ihn anschließend zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.
Die beiden beschuldigten Mitarbeiter machten gegenüber den eingesetzten Polizeikräften keine Angaben zum Vorfall.
Polizeieinsatz entwickelt sich zur nächsten Eskalation
Während die Beamten den Sachverhalt aufnahmen, beruhigte sich die Lage keineswegs. Stattdessen kam es zu weiteren Zwischenfällen, die den Einsatz erheblich erschwerten.
Der 41-jährige Mitarbeiter, dem bereits die Körperverletzung vorgeworfen wird, soll im Verlauf des Einsatzes die Polizisten tätlich angegriffen haben. Gleichzeitig störte ein 26-jähriger Mann aus Düsseldorf die Arbeit der Einsatzkräfte wiederholt und verhielt sich zunehmend aggressiv.
Düsseldorfer missachtet Platzverweis mehrfach
Nach Angaben der Polizei rief der 26-Jährige immer wieder lautstarke Kommentare und stellte sich zwischen einen Beamten und den 41-jährigen Beteiligten. Die Einsatzkräfte sprachen ihm daraufhin einen Platzverweis aus.
Zunächst entfernte sich der Mann, kehrte jedoch kurze Zeit später wieder zurück. Als die Beamten seine Personalien feststellen wollten, verweigerte er mehrfach die Angaben zu seiner Identität.
Aggressives Verhalten gegenüber Beamten
Die Situation verschärfte sich weiter, als der Düsseldorfer nach Angaben der Polizei eine bedrohliche Körperhaltung einnahm und mehrfach mit erhobenen Händen auf einen Polizeibeamten zuging. Aufgrund seines Verhaltens wurde ihm mitgeteilt, dass er zur Feststellung seiner Identität die Polizeiwache begleiten müsse.
Doch auch dieser Maßnahme widersetzte sich der Mann. Die Beamten legten ihm schließlich Handfesseln an. Dabei wehrte er sich so stark, dass die Polizisten ihn zu Boden bringen und fixieren mussten. Während der Widerstandshandlungen soll der 26-Jährige zudem einen Beamten geschubst haben.
Mitarbeiter versucht Festnahme zu verhindern
Während die Polizisten den 26-Jährigen fixierten, griff der bereits zuvor auffällig gewordene 41-jährige Mitarbeiter erneut ein. Nach Polizeiangaben versuchte er, den Düsseldorfer zu befreien.
Dabei habe er nach dem Arm eines Beamten gegriffen und diesem mit dem Knie gegen den Oberkörper gestoßen. Erst durch das Eingreifen eines weiteren Polizisten konnte der Mann gestoppt werden.
Kurzzeitige Befreiung aus der Fixierung
Trotz der Maßnahmen der Beamten gelang es dem 26-Jährigen zwischenzeitlich, sich kurzfristig aus der Fixierung zu lösen. Die Einsatzkräfte konnten die Situation jedoch wieder unter Kontrolle bringen.
Ein Polizeibeamter erlitt bei den Vorfällen leichte Verletzungen. Seine Dienstfähigkeit blieb nach Angaben der Polizei erhalten.
Mehrere Strafverfahren eingeleitet
Die Vorfälle in der Tiegelstraße beschäftigen nun die Ermittlungsbehörden. Gegen die beteiligten Männer wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet. Dabei stehen unter anderem Vorwürfe der Körperverletzung, des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie des Widerstands gegen Polizeibeamte im Raum.
Die Ermittlungen zu den genauen Abläufen und den jeweiligen Tatbeiträgen der Beteiligten dauern an.
Polizei muss gleich mehrfach eingreifen
Der Einsatz zeigt, wie schnell eine zunächst alltägliche Situation eskalieren kann. Was mit dem Abladen von Schrott auf dem Gelände einer Recyclingfirma begann, entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit Verletzten, Widerstandshandlungen und Angriffen auf Polizeibeamte. Erst durch das Eingreifen mehrerer Einsatzkräfte konnte die Lage schließlich unter Kontrolle gebracht werden.



