Kreis Coesfeld bereitet sich auf die Wintersaison 2026/2027 vor
Mit Beginn des Novembers startet im Kreis Coesfeld offiziell die Winterdienstsaison. Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr und Kreisdirektor Dr. Linus Tepe verschafften sich jetzt bei einem Besuch des Kreisbauhofs in Dülmen-Buldern einen Überblick über die umfangreichen Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit.
Bis voraussichtlich Ende März stehen Mitarbeiter, Fahrzeuge und große Mengen Streumaterial bereit, um die Sicherheit auf den Straßen und Radwegen im Kreisgebiet zu gewährleisten.
30 Mitarbeiter sorgen ab den frühen Morgenstunden für sichere Straßen
In den Wintermonaten beginnt die Arbeit für die Beschäftigten des Kreisbauhofs oft lange vor Sonnenaufgang. Bereits ab vier Uhr morgens stehen die Mitarbeiter bereit, um bei Schnee, Eis und Glätte schnell eingreifen zu können.
Insgesamt 30 Beschäftigte kümmern sich während der Wintersaison darum, die Verkehrssicherheit auf den Kreisstraßen aufrechtzuerhalten. Hierfür wird eine dauerhafte Rufbereitschaft organisiert, die je nach Wetterlage aktiviert werden kann.
Zehn Einsatzfahrzeuge für 414 Kilometer Kreisstraßen
Für die Wintersaison stehen dem Kreis Coesfeld insgesamt zehn speziell ausgestattete Winterdienstfahrzeuge zur Verfügung.
Die Einsatzkräfte betreuen ein umfangreiches Streckennetz von rund 414 Kilometern Kreisstraßen sowie zusätzlich 190 Kilometern Radwegen. Ziel ist es, die Verkehrswege auch bei winterlichen Bedingungen möglichst sicher und passierbar zu halten.
Vor allem bei plötzlichen Wetterumschwüngen und Glättebildung kommt dem Winterdienst eine entscheidende Bedeutung zu.
1.300 Tonnen Streusalz eingelagert
Um auf Schnee- und Eisglätte vorbereitet zu sein, hat der Kreis Coesfeld für die Wintersaison insgesamt 1.300 Tonnen Streusalz eingelagert.
Jeder einzelne Winterdiensteinsatz benötigt durchschnittlich etwa 26 Tonnen Streumaterial. Je nach Wetterlage kann der Verbrauch jedoch deutlich variieren.
Die ausreichende Bevorratung stellt sicher, dass auch bei längeren Winterperioden genügend Material zur Verfügung steht.
Feuchtsalz sorgt für mehr Effizienz und besseren Umweltschutz
Seit dem Jahr 2015 setzt der Kreis Coesfeld auf die sogenannte Feuchtsalz-Technologie. Dabei wird das Streusalz vor dem Ausbringen mit Sole vermischt.
Diese Methode bietet mehrere Vorteile. Das Feuchtsalz haftet besser auf der Fahrbahn, wird weniger vom Wind verweht und sorgt für eine schnellere Enteisung.
Gleichzeitig kann der Salzverbrauch reduziert werden, was sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Vorteile mit sich bringt.
Landrat bedankt sich bei den Beschäftigten
Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr würdigte während seines Besuchs die Arbeit der Mitarbeiter des Kreisbauhofs.
Er betonte, dass die Kolleginnen und Kollegen mit ihrem Einsatz einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit im gesamten Kreisgebiet leisten. Gerade bei winterlichen Wetterlagen sei ihre Arbeit unverzichtbar für eine möglichst sichere Mobilität auf den Straßen.
Gleichzeitig appellierte er an alle Verkehrsteilnehmer, ihre Fahrweise den Witterungsverhältnissen anzupassen und insbesondere bei Glätte vorsichtig zu fahren.
Kreisverwaltung sieht Winterdienst gut aufgestellt
Auch Kreisdirektor Dr. Linus Tepe zeigte sich überzeugt, dass der Winterdienst organisatorisch und technisch bestens vorbereitet sei.
Dank moderner Einsatzfahrzeuge, ausreichender Streumittel und eines erfahrenen Teams könne flexibel auf unterschiedliche Wetterlagen reagiert werden.
Dennoch machte er deutlich, dass selbst ein leistungsfähiger Winterdienst nicht überall gleichzeitig im Einsatz sein könne.
Autofahrer sollen Fahrzeuge wintertauglich machen
Neben den Maßnahmen des Winterdienstes setzt der Kreis Coesfeld auf die Eigenverantwortung der Verkehrsteilnehmer.
Autofahrer sollten ihre Fahrzeuge rechtzeitig wintertauglich ausrüsten, auf geeignete Bereifung achten und ihre Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen anpassen. Eine vorausschauende Fahrweise könne insbesondere bei plötzlich auftretender Glätte dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden.
Winterdienst bleibt wichtiger Baustein für die Verkehrssicherheit
Mit zehn Einsatzfahrzeugen, 30 Mitarbeitern und 1.300 Tonnen Streusalz sieht sich der Kreis Coesfeld gut auf die Herausforderungen der Wintersaison 2026/2027 vorbereitet.
Durch die umfangreichen Vorbereitungen soll gewährleistet werden, dass Straßen und Radwege auch bei winterlichen Bedingungen möglichst sicher nutzbar bleiben und Einschränkungen für Bürgerinnen und Bürger auf ein Mindestmaß reduziert werden.



