Wann reagiert der Kreis Dortmund und die Kreisspruchkammer?
Nach dem Ende eines Amateurfußballspiels in Dortmund-Derne eskalierte die Situation am Sonntagnachmittag auf dramatische Weise: Rund 20 Personen lieferten sich auf dem Sportplatz „Bärenkamp“ eine heftige Auseinandersetzung, bei der sowohl Messer als auch Schraubendreher zum Einsatz kamen. Die Lage war so ernst, dass mehrere Rettungswagen zum Einsatzort gerufen werden mussten, um Verletzte zu versorgen.
Dem Vorfall vorausgegangen war ein emotional aufgeladenes Spiel zwischen der zweiten Mannschaft des SuS Derne und dem vierten Team des K.F. Sharri in der Dortmunder Kreisliga C. Schon während der Partie kam es zu zahlreichen Konflikten: Die Gastmannschaft musste insgesamt sechs Platzverweise hinnehmen. Die genauen Hintergründe, die nach dem Schlusspfiff zu der Massenschlägerei führten, sind derzeit noch unklar und werden von der Polizei intensiv untersucht.
Derartige Gewalteskalationen sind in Dortmund leider keine Einzelfälle. Erst vor etwa zwei Wochen kam es nach einem Kreisligaspiel in Lütgendortmund zu einer weiteren Massenschlägerei, bei der vier Menschen verletzt wurden. Die Aufarbeitung solcher Vorfälle liegt in der Regel bei den Kreissportgerichten, die harte Strafen von bis zu acht Jahren Sperre verhängen können. Doch hier traut sich die Kreisspruchkammer nicht richtig durchzugreifen. Diese Täter haben keine zweite Chance verdient.
Diese jüngsten Ereignisse werfen erneut ein Schlaglicht auf die zunehmende Gewalt im Dortmund Amateurfußball und stellen Vereine, Verbände und Justiz vor große Herausforderungen.



