Anfang nächster Woche soll in Witten die Frage beantwortet werden, ob am Saalbau eine Bombe aus dem 2. Weltkrieg entschärft werden muss. Die Wahrscheinlichkeit dafür wird als hoch eingeschätzt, bestätigt er sich, stünde das Entschärfen für Dienstag, 30. Januar, auf dem Plan. In diesem Fall müssten Gebäude und Straßen in einem Radius von 500 Metern geräumt werden.
Davon betroffen wäre auch die Nebenstelle der Kreisverwaltung am Schwanenmarkt – daher ist entschieden worden, sie unabhängig vom Ausgang der Sondierungen am Dienstag ganztägig geschlossen zu lassen. Die Beschäftigten aus den Bereichen Medizinalaufsicht, Infektionsschutz, kinder- und jugendärztlicher Dienst, Zahngesundheit, amtsärztlicher Dienst, sozialpsychiatrischer Dienst, Elterngeld und Hilfe für Menschen mit Behinderungen arbeiten an diesem Tag im Home Office oder weichen auf Büros in andere Gebäude der Kreisverwaltung aus.
Sollte sich der Verdacht bestätigen und sollte es sich um eine Zehn-Zentner-Bombe handeln, müssten rund 5.000 Menschen ihre Wohnungen sehr zeitnah verlassen, betroffen wäre unter anderem auch ein Altenheim. Zu dieser Mammutaufgabe leistet auch die Abteilung Bevölkerungsschutz der Kreisverwaltung ihren Beitrag.
„Materiell stellen wir einen Einsatzleitwagen, zwei Motorräder und zwei Warnfahrzeuge zur Verfügung. Dazu organisieren wir einen Patiententransportzug und einen Betreuungsplatz für 500 Menschen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis selbst und einen weiteren Patiententransportzug über die Bezirksregierung. Die für die damit verbundenen Aufgaben notwendigen Kräfte stellen wir teilweise selbst, der Großteil kommt von der Feuerwehr der Stadt Witten sowie von den Hilfsorganisationen“, berichtet Dennis Wichert, Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz im Schwelmer Kreishaus.



