E-Call alarmiert Rettungskräfte in der Nacht
Ein automatischer Notruf hat in der Nacht zu Mittwoch (30. September 2026) einen größeren Feuerwehreinsatz auf der Autobahn 1 ausgelöst. Um 1:56 Uhr wurde der Löschzug Mitte der Freiwilligen Feuerwehr Werne zunächst mit dem Stichwort „TH1 eCall – ohne Sprechkontakt“ auf die A1 in Fahrtrichtung Bremen alarmiert.
Bereits während der Anfahrt verdichteten sich die Hinweise auf einen schweren Verkehrsunfall. Die Leitstelle meldete zunächst zwei beteiligte Lastkraftwagen sowie einen möglicherweise eingeklemmten Fahrer. Daraufhin wurde das Alarmstichwort auf „TH2 Person“ erhöht und zusätzliche Einsatzkräfte nachalarmiert.
Vermeintlicher LKW-Zusammenstoß entpuppt sich als Alleinunfall
Vor Ort stellte sich die Lage jedoch anders dar als zunächst gemeldet. Tatsächlich war nur ein Lastwagen in den Unfall verwickelt.
Der Sattelzug war aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen, auf die Seite gekippt und in einem angrenzenden Graben zum Liegen gekommen. Der zweite LKW war nicht am Unfall beteiligt, sondern hatte als Ersthelfer an der Unfallstelle angehalten.
Fahrer im Führerhaus eingeschlossen
Der Fahrer des verunglückten Lastwagens war zwar ansprechbar, konnte sein Fahrzeug jedoch nicht eigenständig verlassen. Eine Einklemmung lag nach Angaben der Feuerwehr nicht vor, dennoch war eine technische Rettung erforderlich.
Zusätzlich stellte die Feuerwehr fest, dass größere Mengen Dieselkraftstoff aus dem Fahrzeug austraten. Um eine mögliche Brandgefahr auszuschließen, wurde umgehend der Brandschutz sichergestellt und die Einsatzstelle abgesichert.
Auslaufender Diesel aufgefangen
Neben der Menschenrettung stand der Umweltschutz im Fokus des Einsatzes. Die Einsatzkräfte fingen den auslaufenden Dieselkraftstoff mit einer Schuttmulde auf, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Parallel dazu liefen die Vorbereitungen für die Rettung des Fahrers, der möglichst schonend aus dem stark beschädigten Führerhaus befreit werden sollte.
Feuerwehr öffnet Windschutzscheibe zur Rettung
Zunächst verschafften sich die Feuerwehrkräfte über die Beifahrertür Zugang zum Fahrer. Anschließend kamen technische Rettungsgeräte zum Einsatz.
Mithilfe einer Säbelsäge wurde die Windschutzscheibe des Lastwagens geöffnet. Über diese Rettungsöffnung konnte der Fahrer schließlich schonend aus dem Führerhaus befreit und an den Rettungsdienst übergeben werden.
Vollsperrung der A1 während des Einsatzes
Für die Dauer der Rettungsarbeiten musste die Autobahn 1 in Fahrtrichtung Bremen vollständig gesperrt werden.
Betroffen war der Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Hamm-Bockum/Werne und dem Parkplatz Hasenkämpe. Die Sperrung führte in den frühen Morgenstunden zu Einschränkungen für den Verkehr.
Rund 30 Einsatzkräfte vor Ort
An dem Einsatz waren rund 30 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Werne beteiligt. Unterstützt wurden sie vom Rettungsdienst sowie der Autobahnpolizei.
Durch das koordinierte Vorgehen aller Einsatzkräfte konnte die Rettung des Fahrers erfolgreich durchgeführt und die Gefahr durch den auslaufenden Kraftstoff eingedämmt werden.
Einsatz endet nach knapp zwei Stunden
Gegen 3:45 Uhr waren die Maßnahmen der Feuerwehr abgeschlossen. Die Einsatzstelle wurde anschließend an die Polizei übergeben, die nun die Ermittlungen zur Unfallursache führt.
Warum der Lastwagen von der Fahrbahn abgekommen ist und auf die Seite stürzte, ist derzeit noch Gegenstand der laufenden Untersuchungen.



