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Stinkender Abfluss? Verbraucherzentrale gibt einfache Tipps gegen unangenehme Gerüche in Bad und Küche
© VZ NRW/adpic

Stinkender Abfluss? Verbraucherzentrale gibt einfache Tipps gegen unangenehme Gerüche in Bad und Küche


Üble Gerüche nach dem Urlaub haben oft eine einfache Ursache

Viele Menschen kennen das Problem: Nach einer Urlaubsreise oder einem längeren Kurztrip riecht es plötzlich unangenehm aus dem Abfluss in Bad oder Küche. Besonders in den Sommermonaten tritt dieses Phänomen häufiger auf.

Der Grund ist oftmals ein ausgetrockneter Siphon. Normalerweise verhindert das im Siphon stehende Wasser, dass Gerüche aus dem Abwassersystem in die Wohnräume gelangen. Wird ein Waschbecken oder eine Spüle längere Zeit nicht genutzt, kann das Wasser verdunsten. Die Geruchssperre funktioniert dann nicht mehr.

Wasser laufen lassen kann bereits helfen

In vielen Fällen ist die Lösung denkbar einfach: Betroffene sollten für einige Zeit Wasser laufen lassen, damit sich der Siphon wieder vollständig mit Wasser füllt. Dadurch wird die natürliche Geruchssperre wiederhergestellt und unangenehme Gerüche verschwinden häufig von selbst.

Ablagerungen fördern die Geruchsbildung

Nicht immer ist jedoch ein ausgetrockneter Siphon die Ursache. Auch Verschmutzungen in den Abflussrohren können unangenehme Gerüche verursachen.

Typische Auslöser sind:

  • Seifenreste
  • Haare
  • Lebensmittelreste
  • Fettablagerungen
  • Hautschuppen

Diese Rückstände setzen sich im Abfluss fest und können mit der Zeit faulen. Dabei entstehen die unangenehmen Gerüche, die häufig aus Waschbecken oder Spüle aufsteigen.

Teure Spezialreiniger meist nicht notwendig

Nach Angaben der Verbraucherzentrale NRW sind kostspielige Spezialprodukte in den meisten Fällen nicht erforderlich.

Empfohlen wird zunächst, sichtbare Verschmutzungen im Abfluss und im Überlauf zu entfernen. Anschließend sollte mehrmals heißes Wasser nachgeschüttet werden. Die Hitze hilft dabei, Keime abzutöten sowie Fett- und Seifenrückstände zu lösen.

Natron und Waschsoda als Hausmittel

Auch bewährte Hausmittel können wirksam sein. Natron oder Waschsoda neutralisieren viele Gerüche und unterstützen vor allem die Beseitigung von Fettablagerungen.

Besonders effektiv sind diese Mittel in Kombination mit heißem Wasser.

Bei Verstopfungen helfen einfache Werkzeuge

Wenn der Abfluss nicht nur unangenehm riecht, sondern bereits verstopft ist, reichen häufig klassische Hilfsmittel aus.

Dazu zählen:

  • Saugglocke (Pömpel)
  • Abflussspirale

Mit diesen Werkzeugen lassen sich viele Verstopfungen ohne den Einsatz aggressiver Chemikalien beseitigen.

So lassen sich neue Verstopfungen verhindern

Um Ablagerungen und Verstopfungen vorzubeugen, empfiehlt sich die Verwendung eines Abflusssiebs. Dieses fängt Haare und grobe Rückstände ab, bevor sie in die Rohre gelangen.

Wichtig ist allerdings, das Sieb regelmäßig zu reinigen, damit es seine Schutzwirkung dauerhaft erfüllt.

Wenige Handgriffe reichen oft aus

Die Verbraucherzentrale NRW macht deutlich, dass ein unangenehm riechender Abfluss nicht automatisch den Griff zu teuren Reinigungsmitteln erfordert. Oft reichen bereits heißes Wasser, einfache Hausmittel und eine gründliche Reinigung aus, um Gerüche wirksam zu beseitigen und die Funktionsfähigkeit des Abflusses zu erhalten.


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