Der TSV 1860 gewinnt 3:0 gegen Cottbus, bezwingt – nach dem MSV Duisburg (3:1) – auch den zweiten Tabellenführer, der unter Neu-Trainer Markus Kauczinski ins Grünwalder Stadion kommt. Das Ergebnis rückt aber in den Hintergrund, weil es in Minute 72 der Partie Affenlaute in Richtung des Cottbusser Spielers Justin Butler gab. Energie-Trainer Pele Wollitz wurde deutlich und hätte sogar einen Spielabbruch akzeptiert: „Natürlich glaubt man, dass das eh nicht passiert. Aber es passiert immer wieder. Nur, egal wer, egal wo, in welchem Stadion, wir haben dann alle nicht die Haltung, die man haben sollte, um dieses Spiel dann abzubrechen. Ich weiß nicht, wie lange noch zu spielen war. Es stand 2:0. Ich habe mitgeteilt, dass ich akzeptiere, dass wir das Spiel verloren haben. Einfach mal reingehen, dass alle Leute vielleicht mal nachdenken, bei aller Emotionalität, bei aller Rivalität, bei aller Wichtigkeit.“ Laut Schiedsrichter Konrad Oldhafer war ein Spielabbruch aber kein Thema: „Zunächst habe ich mit den betroffenen Spielführern gesprochen und – wichtig für mich – dem Spieler selber, den es betrifft. Nachdem der mir ausdrücklich mitgeteilt hat, dass er in der Lage ist, das Spiel fortzusetzen, war in dem Kreise der Spielabbruch für uns kein Thema.“
Einzig und allein sportlich wild wurde es zwischen Erzgebirge Aue und Jahn Regensburg. In der 96. Minute, mit der letzten Aktion des Spiels erzielte Erik Weinhauer sein erstes Profitor. „Das kann man nicht beschreiben!“, freute sich ein sichtlich ausgelaugter Jens Härtel. „Wenn man so eine Geschichte schreiben will, an so einem Tag, so ein Spiel, mit dem Ausgang. Das wäre überragend. Aber fürs Herz war’s natürlich nicht gut. Mein Puls ist wahrscheinlich bei 180.“ Und der Torschütze selbst? Blieb eher ruhig: „Ich werde mir mit Sicherheit das Tor noch 10 Mal anschauen. Mal sehen, ob es die Nacht viel Schlaf gibt. Das ist auch die Frage. Aber ich werde mir das bestimmt noch 1-2 Mal anschauen. Das ist für einen Spieler auch ein Moment für die Ewigkeit, das erste Profitor.“
Keine Tore gab es hingegen zwischen dem VfL Osnabrück und dem MSV Duisburg. Trotzdem ist der Aufsteiger – durch die Cottbusser Niederlage – wieder Tabellenführer: „Heute haben wir nicht gewonnen. Das ist auch nicht so gut. Aber wenn wir hören, dass wir Erster sind, können wir auch mit einem kleinen Lächeln nachhause fahren“, erklärte der Duisburger Torhüter Maximilian Braune.
Nachfolgend die wichtigsten Clips und Stimmen zum Samstag der 3. Liga, unter anderem mit den Partien zwischen dem TSV 1860 und Energie Cottbus sowie dem VfL Osnabrück gegen den MSV Duisburg. Bei Verwendung bitte die Quelle MagentaSport angeben. Weiter geht es mit der 3. Liga am Sonntag. Ab 13.15 Uhr tritt Waldhof Mannheim bei der TSG Hoffenheim II an.
TSV 1860 München – Energie Cottbus 3:0
Nächster klarer Sieg für die Löwen gegen Energie Cottbus, nach dem 5:1-Heimerfolg in der Vorsaison. Kapitän Thore Jacobsen brachte den Sieg per Doppelpack schon in der 1. Halbzeit auf Kurs. King Samuel Manu machte kurz vor Schluss alles klar. Die Partie wird jedoch überschattet von Affenlauten in Richtung des Cottbussers Justin Butler, weswegen das Spiel für 5 Minuten unterbrochen war.



