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Panne bei Brückensprengung auf der A45: Erst der zweite Versuch bringt Talbrücke Ottfingen zu Fall
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Panne bei Brückensprengung auf der A45: Erst der zweite Versuch bringt Talbrücke Ottfingen zu Fall


Die Sprengung der maroden Talbrücke Ottfingen auf der A45 hat am Sonntag für unerwartete Verzögerungen gesorgt. Obwohl die erste Sprengung planmäßig erfolgte, blieb ein Teil der Brücke stehen. Erst ein zweiter Sprengversuch rund sechs Stunden später beseitigte die verbliebenen Pfeiler vollständig. Autofahrer auf der wichtigen Sauerlandlinie müssen sich daher weiterhin auf Einschränkungen einstellen.

Erste Sprengung scheitert teilweise

Am Sonntagmorgen um 8 Uhr wurden rund 160 Kilogramm Sprengstoff gezündet. Zunächst schien alles nach Plan zu verlaufen. Nachdem sich die Staubwolke gelegt hatte, zeigte sich jedoch, dass vier von zwölf Brückenstützen sowie ein Teil der Fahrbahnplatte stehen geblieben waren.

Dadurch konnte die benachbarte Brücke zunächst nicht wie vorgesehen für den Verkehr freigegeben werden.

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Zweiter Sprengversuch erfolgreich

Um die verbliebenen Bauwerksteile zu beseitigen, kam ein ferngesteuerter Bohrer zum Einsatz. Die verbliebenen Pfeiler wurden erneut angebohrt und mit zusätzlichem Sprengstoff versehen.

Rund sechs Stunden nach der ersten Detonation erfolgte die zweite Sprengung. Dieses Mal mit Erfolg. Nach Angaben der Autobahn GmbH stürzte das verbliebene Teilstück vollständig ein.

Sprengmeister Stefan Gräßle erklärte anschließend, dass das komplette Bauwerk nun genau dort liege, wo es vorgesehen war. Die rund 235 Meter lange Brücke fiel dabei in eine Tiefe von etwa 30 Metern.

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Statiker prüfen verbliebene Brücke

Bei der gesprengten Konstruktion handelt es sich lediglich um ein Teilbauwerk. Direkt daneben befindet sich eine weitere Brücke, über die künftig der Verkehr mit jeweils zwei Fahrspuren pro Richtung geführt werden soll.

Bevor diese jedoch freigegeben werden kann, müssen Statiker die Konstruktion nach den Sprengarbeiten überprüfen. Aus diesem Grund blieb die A45 zwischen den Anschlussstellen Olpe-Süd und Freudenberg auch nach der zweiten Sprengung zunächst gesperrt.

Umleitungen zum Ferienstart

Die Sperrung traf viele Reisende ausgerechnet zum Beginn der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen. Die A45 gilt als wichtige Nord-Süd-Verbindung zwischen dem Ruhrgebiet und dem Rhein-Main-Gebiet.

Zwischen Freudenberg und Olpe-Süd wurden Umleitungen eingerichtet, was für zusätzliche Fahrzeiten sorgte.

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Talbrücke Ottfingen wird neu gebaut

Die Talbrücke Ottfingen stammt aus dem Jahr 1971 und zählt zu den zahlreichen Brückenbauwerken auf der sogenannten Sauerlandlinie, die aufgrund steigender Verkehrsbelastungen und schwererer Lastkraftwagen ersetzt werden müssen.

Mit der Sprengung wird nun Platz für einen dringend erforderlichen Neubau geschaffen. Die Talbrücke gehört zu den rund 60 Großbrücken entlang der A45, die schrittweise modernisiert oder komplett erneuert werden sollen.

Fazit

Die Sprengung der Talbrücke Ottfingen entwickelte sich zu einem ungewöhnlichen Einsatz mit zwei Anläufen. Erst der zweite Sprengversuch brachte das gewünschte Ergebnis. Trotz der Verzögerungen ist nun der Weg für den Neubau frei. Für Autofahrer bedeutet dies jedoch, dass sie auf der A45 weiterhin Geduld und mögliche Verkehrsbehinderungen einplanen müssen.



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