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Messer, Gewalt und Gewahrsam – Polizei stoppt brutale Jugendgruppe in Dortmund
© Radosewic I RheinRuhrAktuell

Messer, Gewalt und Gewahrsam – Polizei stoppt brutale Jugendgruppe in Dortmund


In der Nacht zum Samstag, 6. Juni 2026, hat die Polizei am Brackeler Hellweg und in der Straße Am Westheck zwei Einsätze im Zusammenhang mit einer mutmaßlich gewalttätigen Jugendgruppe bearbeitet. Nach ersten Hinweisen soll eine etwa zehnköpfige Gruppe männlicher Jugendlicher an der Stadtbahnhaltestelle „Knappschaftskrankenhaus“ andere Personen angepöbelt haben; ein Beteiligter habe zudem ein Messer gezeigt, ohne konkrete Drohungen auszusprechen.

Vor Ort ergaben sich Hinweise auf eine gefährliche Körperverletzung. Nach bisherigen Erkenntnissen griff die Gruppe zwei Dortmunder im Alter von 20 und 21 Jahren gemeinschaftlich an. Dabei sollen die Tatverdächtigen Pfefferspray, Faustschläge und Tritte eingesetzt haben; einer der Männer sei zudem ins Gleisbett gestoßen und dort mit einem Gürtel geschlagen worden. Die beiden Männer erlitten leichte Verletzungen.

Nach der Tat flüchtete der Großteil der Gruppe vom Einsatzort. Rund eine Stunde später kam es in der Straße Am Westheck zu einem weiteren Einsatz, bei dem es nach bisherigen Erkenntnissen zu einer Bedrohung unter Vorhalt eines Messers gekommen sein soll. Im Zuge dieses Einsatzes traf die Polizei auf mehrere Personen, die mit der zuvor geflüchteten Gruppe in Zusammenhang stehen könnten.

Durch Ermittlungen und Fahndungsmaßnahmen identifizierte die Polizei insgesamt neun Tatverdächtige im Alter von 17 bis 28 Jahren. Gegen mehrere Personen ordneten die Beamten Gewahrsamsmaßnahmen an. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um Personen mit deutscher, syrischer, niederländischer oder spanischer Staatsangehörigkeit. Die besonderen Voraussetzungen für eine Untersuchungshaft lagen nicht vor.

Die Polizei leitete Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung ein. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat, den einzelnen Tatbeiträgen sowie zu möglichen Zusammenhängen zwischen beiden Sachverhalten dauern an. Wegen des möglichen Einsatzes von Messern prüft die Polizei außerdem Maßnahmen nach dem Dortmunder Messertrageverbotskonzept.


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