Am Samstagabend, dem 21. März 2026, ist es nach dem Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem Hamburger SV in der Dortmunder Innenstadt zu einer schweren Massenschlägerei zwischen Anhängern beider Vereine gekommen. Nach Polizeiangaben waren vor allem gewaltbereite Hooligans aus den rivalisierenden Fanlagern beteiligt.
Ausgangslage: Bundesliga-Spiel und Fanreise
Borussia Dortmund hatte den Hamburger SV zuvor in einem turbulenten Spiel geschlagen, bei dem die Gäste aus Hamburg zwischenzeitlich geführt hatten. Rund 10.000 HSV-Fans waren für die Partie in den Signal-Iduna-Park gereist und hatten ihre Mannschaft lautstark unterstützt. Nach Abpfiff machten sich mehrere Reisebusse mit HSV-Anhängern auf den Weg aus dem Stadionbereich in Richtung Heimat.
Ort und Ablauf der Eskalation
Die Auseinandersetzungen ereigneten sich nicht direkt am Stadion, sondern auf einer Hauptverbindungsstraße in der östlichen Dortmunder Innenstadt, unter anderem im Bereich der Klönnestraße. Dort trafen Hooligans beider Klubs aufeinander; Augenzeugen berichten von einer „wüsten Prügelei“ mit zahlreichen Beteiligten, bei der es zu heftigen körperlichen Angriffen kam.
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei spricht vieles dafür, dass sich Teile der gewaltbereiten Fans im Vorfeld gezielt zu dieser Schlägerei verabredet hatten. Dafür spricht auch, dass der Tatort nicht auf der üblichen Route der Fanbusse in Richtung Autobahn lag.
Polizeieinsatz und Festnahmen
Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an, nachdem Notrufe wegen der Massenschlägerei eingegangen waren. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte versuchten viele Beteiligte, sich zu Fuß zu entfernen, allerdings konnten zahlreiche Verdächtige gestellt werden.
Nach Angaben der Dortmunder Polizei wurden insgesamt 152 Personen in Gewahrsam genommen, überwiegend Anhänger des Hamburger SV. Gegen diese Personen wurden Strafanzeigen unter anderem wegen Landfriedensbruchs erstattet. Über mögliche Verletzte machten die Behörden zunächst nur eingeschränkte Angaben; es ist jedoch von mehreren Blessuren im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung auszugehen.
Bewertung und Folgen
Die Ermittler prüfen nun, inwieweit die beteiligten Gruppen aus der organisierten Fanszene stammen und ob es im Vorfeld konkrete Absprachen zur Auseinandersetzung gab. Der Vorfall gilt als erneuter schwerer Rückschlag für die Bemühungen, Gewalt im Zusammenhang mit Fußballspielen einzudämmen.
Vereine und Sicherheitsbehörden stehen nun unter Druck, ihre Sicherheits- und Trennungskonzepte bei Hochrisikospielen zu überprüfen und mögliche Konsequenzen – bis hin zu verschärften Auflagen für Auswärtsfahrten – zu diskutieren.



