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Lünen: Fehler bei Sirenen identifiziert und behoben
© Pixabay I RheinRuhrAktuell

Lünen: Fehler bei Sirenen identifiziert und behoben


Beim landesweiten Warntag (12. März) sind die Sirenen im Lüner Stadtgebiet nicht wie vorgesehen ausgelöst worden. Grund dafür war ein technisches Problem bei einem speziellen Alarmierungsweg, der im Rahmen der Übung getestet wurde.

Die Leitstelle des Kreises Unna hatte der Stadt Lünen für den Test die Möglichkeit eingeräumt, die sogenannte Redundanzalarmierung zu überprüfen. Dabei handelt es sich um einen zusätzlichen technischen Übertragungsweg, der im Ernstfall als Absicherung dient, falls der reguläre Alarmierungsweg nicht zur Verfügung steht. Dieser alternative Weg wird regelmäßig überprüft, um die Funktionsfähigkeit des Warnsystems sicherzustellen.

Beim jüngsten Test wurde ausschließlich dieser zusätzliche Übertragungsweg erprobt. Der reguläre Hauptauslöseweg über das Leitstellensystem des Kreises war bewusst nicht Bestandteil der Übung. Obwohl die Verbindung im System korrekt angezeigt wurde, konnte das Auslösesignal über den im Test genutzten SMS-basierten Übertragungsweg nicht an die Sirenensteuerung übertragen werden. Das System zeigte dabei keinen Fehler an.

„In einer gemeinsamen Analyse mit der zuständigen Fachfirma sowie mit Kräften der Feuerwehr Lünen konnte die Ursache inzwischen identifiziert und behoben werden“, so der kommissarische Leiter der Feuerwehr Lünen, Michael Thiel. Anschließende Funktionstests verliefen erfolgreich. „Auf ein nachträgliches Auslösen der Sirenen über den regulären Alarmierungsweg haben wir verzichtet. Die zeitliche Verzögerung bei einer solchen nachträglichen Auslösung kann unterschiedlich ausfallen, was möglicherweise zu weiterer Verunsicherung in der Bevölkerung geführt hätte.“

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch: Die Warnsysteme dienen nicht in erster Linie Szenarien wie Krieg oder Bombenangriffen, wie häufig vermutet wird. In der Praxis werden sie vor allem eingesetzt, um die Bevölkerung vor Gefahren im Alltag zu warnen – etwa vor Extremwetterlagen, größeren Bränden oder auch vor einer Schadstoffwolke nach einem Unfall. „In solchen Situationen kann eine frühzeitige Warnung entscheidend sein, damit Menschen rechtzeitig Fenster und Türen schließen oder betroffene Bereiche meiden können“, so Thiel.

Aus Sicht der Stadt und der Feuerwehr hat der Warntag seinen Zweck erfüllt. „Durch den Test konnte eine bislang nicht erkannte technische Störung identifiziert und behoben werden“, betont Michael Thiel. „Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass der sogenannte Warnmix funktioniert: Neben Sirenen stehen weitere Warnmittel wie Warn-Apps oder Rundfunkdurchsagen zur Verfügung, um die Bevölkerung auch dann zu erreichen, wenn ein einzelnes Warnsystem einmal ausfällt.“


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