Zum Auftakt des Straßenkarnevals am Donnerstag, 8. Februar 2024, ist der Ordnungs- und Verkehrsdienst der Stadt Köln seit 5.45 Uhr im Dienst. Über den Tag und die Nacht verteilt sind rund 200 Mitarbeiter*innen des Ordnungsamtes auf Kölner Straßen und Plätzen sowie im Koordinierungsstab im Einsatz. Rund 1.000 Kräfte eines privaten Sicherheitsunternehmens überwachten die Eingänge ins Zülpicher Viertel und die Zugänge zur Ausweichfläche auf der Uniwiese sowie die Einhaltung des Glasverbots an den Kontrollstellen der Verbotszonen in der Altstadt und im Zülpicher Viertel.
Im Koordinierungsstab arbeiten seit 8 Uhr und ebenfalls bis in die Nacht unter Leitung des Ordnungsamtes Vertreter*innen aller beteiligten städtischen Dienststellen, der Landes- und der Bundespolizei, der Hilfsorganisationen, der Kölner Verkehrs-Betriebe, der Deutschen Bahn, des Veranstalters der Veranstaltungsfläche Hohenstaufenring und des beauftragten Sicherheitsunternehmens. Dieses Gremium bewertet die aktuelle Lage ständig neu, trifft erforderliche Entscheidungen und sorgt für eine rasche Umsetzung.
Einsätze des Ordnungsamtes
Das Ordnungsamt kontrollierte die Eingänge ins Zülpicher Viertel, die Einhaltung des Glasverbots und legte einen besonderen Fokus auf Jugendschutzkontrollen. Darüber hinaus überprüften die Mitarbeiter*innen des Ordnungsamtes die Dokumente des gesamten Sicherheitspersonals. 54 Personen wurden aus verschiedenen Gründen abgelehnt, zum Beispiel, weil Dokumente nicht vorhanden oder unvollständig waren.
Obwohl in den Hotspots von der Stadt Köln rund 1.000 mobile Toiletten (250 mehr als am 11.11., davon 150 mehr im Zülpicher Viertel) aufgestellt worden waren, wurden einige Verstöße festgestellt: im Zülpicher Viertel waren es 72 Wildpinkler, in der Altstadt sechs. Sie alle erwartet ein Bußgeld in Höhe von bis zu 200 Euro, zuzüglich Gebühren.
Im Rahmen der Aktion „Mehr Spaß ohne Glas“ wurde an 23 Kontrollstellen in der Altstadt und acht im Zülpicher Viertel dafür gesorgt, dass von den Jecken mitgebrachtes Glas in die bereitgestellten Container entsorgt wurde und gar nicht erst in die Feierbereiche gelangte. In der Altstadt wurde in Zusammenarbeit mit den örtlichen Gastwirten und dem Veranstalter erneut das bereits praktizierte Pfandsystem für Mehrwegbecher eingesetzt.
Für die Südstadt wurde um den Severinskirchplatz und Chlodwigplatz wieder eine freiwillige Glasabgabezone eingerichtet.
In der Altstadt führte das Ordnungsamt im Rahmen des Jugendschutzes 28 Präventivgespräche. Bei sechs Jugendlichen wurden alkoholische Getränke sichergestellt. Im Zülpicher Viertel waren es 158 Gespräche. Im Anschluss gaben 45 der angesprochenen Jugendliche alkoholische Getränke freiwillig ab. 9 Jugendliche mussten ihre Zigaretten vernichten.
30 hilflose betrunkene Personen wurden im Zülpicher Viertel den Sanitätsdiensten übergeben, in der Altstadt war es drei.
Zum Auftakt des Straßenkarnevals hat der Verkehrsdienst im Kwartier Latäng, im Severinsviertel und in der Altstadt sowie in Ehrenfeld und Nippes vor 11.11 Uhr 100 Verwarnungen erteilt und 30 Fahrzeuge sichergestellt. 23 Kolleg*innen beschäftigten sich am Vormittag ausschließlich mit der Sonderbeschilderung. Der Karnevalsumzug „Jan von Werth“ wurde durch Falschparker aufgehalten. Die Kradstaffel des Verkehrsdienstes konnte die Behinderung auflösen.
Im Vorfeld hatte das Ordnungsamt rund 8.000 Informationsbriefe für Anwohner*innen im Zülpicher Viertel verteilt.
Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst
Seit heute Morgen sind 631 Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen des Malteser Hilfsdienstes (MHD), Johanniter Unfallhilfe (JUH), Deutsche Rote Kreuz (DRK), Arbeiter Samariter Bund (ASB), der Firma Falck Deutschland und Feuerwehr Köln im Einsatz sowie Unterstützungseinheiten aus den Bereichen Dortmund, Siegen-Wittgenstein, Märkischer Kreis, der Stadt Herne, und dem Ennepe-Ruhr-Kreis.
Im Bereich des Breslauer Platzes kam es um 16.10 Uhr zu einem Verkehrsunfall mit einem Karnevalswagen. Bei der ersten Meldung über den Notruf wurden mehrere verletzte Personen auf der Ladefläche gemeldet. Insgesamt vier Rettungswagen und zwei Notärzte alarmierte die Leitstelle der Feuerwehr Köln zum Schadensort. Vor Ort mussten zwei Patienten nach Untersuchung durch den Rettungsdienst mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus transportiert werden. Die Polizei hat die Ermittlung zur Unfallursache aufgenommen.
Der Regelrettungsdienst der Stadt Köln wurde seit heute Morgen zu 345 Einsätzen alarmiert. Die Feuerwehr absolvierte in diesem Zeitraum 28 Feuerwehreinsätze und 17 technische Hilfeleistungen. An den Unfallhilfsstellen sind insgesamt 135 Behandlungen durchgeführt worden, von denen elf Patient*innen dem Notfallversorgungszentrum zugeführt wurden.
EDELGARD berät Betroffene von sexualisierter Gewalt im öffentlichen Raum
Mädchen und Frauen, die sexuell belästigt, genötigt, bedroht oder vergewaltigt worden sind, finden Rat und Hilfe beim EDELGARD-Team.
Am heutigen Donnerstag, 8. Februar 2024, waren ab 11 Uhr insgesamt drei EDELGARD-Info-Teams in der Stadt unterwegs, insbesondere rund um das Kwartier Latäng, den Aachener Weiher, die Uniwiesen, auf den Ringen zwischen Friesenplatz und Barbarossaplatz sowie in der Altstadt rund um den Alter Markt, Neumarkt, die Schildergasse und die Ehrenstraße. Die Info-Teams verteilten Süßigkeiten sowie Infomaterial zum Angebot von EDELGARD. Dabei kamen sie immer wieder mit Passant*innen ins Gespräch. Viele der angesprochenen Frauen und Mädchen kannten das Angebot bereits und äußerten sich sehr positiv über die Arbeit. Bis zum späten Nachmittag wurden keine besonderen Vorkommnisse registriert.
Die Beraterinnen sind Weiberfastnacht und Rosenmontag von 11 bis 1 Uhr nachts und Freitag, Samstag und Sonntag von 20 bis 1 Uhr unter der Telefonnummer 0221/221-27777 erreichbar. Auf Wunsch kann ein persönliches Gespräch vereinbart werden.



