Markus Kauczinski kriegt die Löwen aus der Krise! Das 2:1 in Ingolstadt war nicht nur der vierte Sieg in Folge für die Münchener, sondern auch „spielerisch und kämpferisch unser bestes Spiel“, hielt der Coach fest. Schwer gemacht wurde es den Löwen durch den Platzverweis von Kevin Volland (68.), der sich bei der Aktion, genau wie Sturmpartner Sigurd Haugen, der zum zwischenzeitlichen 1:1 traf, verletzte. Stattdessen erzwang Patrick Hobsch den Sieg per Kopf. „Auf solche Momente warte ich natürlich. Kevin (Volland) macht es überragend und hebt ihn so rein, dass es für einen Stürmer einfach geil ist. Du kannst direkt in den Ball reingehen. Der Verteidiger steht schon. Das sind meine Situationen, die ich versuche zu kriegen und zu nutzen“, freut sich der 31-Jährige. Was genau Kauczinski auszeichnet, erklärt Hobsch: “ Der Trainer ist jemand, der die Liga gut kennt, der schon lange im Geschäft dabei ist, der schon weiß, wie das Ganze funktioniert und der extrem viel Erfahrung mitbringt. Er gibt uns schon in einer gewissen Art und Weise die nötige Ruhe, die er einfach hat. Das tut uns aktuell sehr gut.“ Der Fußball sei nicht immer „traumhaft schön“, aber die Ergebnisse stimmen, freut sich Hobsch.
Damit stehen die Löwen nur noch 3 Punkte hinter einem direkten Aufstiegsplatz. Den hat der MSV Duisburg inne, der zuhause gegen Aue nicht über ein 0:0 hinauskam. Die beste Nachricht: Trainer Dietmar Hirsch und Co-Trainer Marvin Höhner haben ihre Verträge verlängert, was der Verein als Weihnachtsüberraaschung direkt vor dem Spiel präsentierte. „Das ist ein Zeichen, dass wir gute Arbeit machen. Das muss ich machen und hab ich auch gemacht, mich bei der Mannschaft bedanken. Wenn eine Mannschaft schlecht spielt, ist meistens der Trainer der erste, der gehen muss. Und wenn eine Mannschaft gut spielt, dann wird der Vertrag vom Trainerteam verlängert“, freut sich Hirsch selbst.
Wenig Grund zum Jubeln hat im Moment der 1. FC Saarbrücken, der beim 2:2 gegen die TSG Hoffenheim II auch das 11. Spiel in Folge sieglos bleibt. Doppeltorschütze Florian Pick ist die Verzweiflung anzumerken: „Ich bin momentan Fluch und Segen gleichzeitig. Ich bin irgendwo immer mit dabei, das Ding zu entscheiden – entweder für oder gegen uns. Heute hätte es wieder Segen sein können, so ist es jetzt wieder enttäuschend für mich, obwohl ich 2 Tore gemacht habe. Ich habe den Anspruch an mich selbst, die Dinger wegzumachen und in der Mannschaft voranzugehen“. Vergangene Woche im Derby in Mannheim legte Pick Terrence Boyd unfreiwillig das Siegtor auf. Gegen die Kraichgauer vergab er, trotz Doppelpack, eine weitere Großchance. Saarbrücken bleibt zwei Punkte vor der roten Zone auf Rang 14.
Nachfolgend die wichtigsten Aussagen vom Samstag des 18. Spieltags der 3. Liga, unter anderem mit den Partien des TSV 1860 in Ingolstadt, dem MSV Duisburg gegen Erzgebirge Aue sowie den Krisen-Saarbrückern im Duell mit Hoffenheim II. Bei Verwendung bitte die Quelle MagentaSport angeben. Weiter geht es mit der 3. Liga am Sonntag. Ab 13.15 Uhr tritt Tabellenführer Cottbus in Wiesbaden an.
MSV Duisburg – Erzgebirge Aue 0:0
Die Bescherung gab es diese Woche in Duisburg schon vor der Partie, als der Verein die Vertragsverlängerungen von Trainer Dietmar Hirsch und Co-Trainer Marvin Höner bekanntgab. Im Duell mit den Auern, gegen die der MSV in der Saison 2023/24 abstieg, gab es keine Tore. Der MSV steht somit bei zwei Siegen aus den letzten 5 Spielen weiter auf Platz 2. Aue konnte keines seiner letzten 5 Spiele gewinnen und bleibt auf Rang 17 mitten im Abstiegskampf.
Schöne Weihnachtsüberraschung für die MSV-Fans: Vor dem Spiel gegen Aue gab der Verein bekannt, dass Trainer Dietmar Hirsch und Co-Trainer Marvin Höner ihre Verträge verlängert haben.
Florian Krüger, Spieler Duisburg und Ex-Auer: „Mehr Enttäuschung. Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Das haben wir in jeder Sekunde hier gezeigt. Am Ende hat es nicht gereicht. Wir hatten viele Chancen, sind ein paar Mal an einem guten Torwart gescheitert und dann stehst du hier heute mit nur einem Punkt da.“
Dietmar Hirsch, Trainer Duisburg, zu seiner Vertragsverlängerung: „Ich freue mich auch. Das ist ein Zeichen, dass wir gute Arbeit machen. Das muss ich machen und hab ich auch gemacht, mich bei der Mannschaft bedanken. Wenn eine Mannschaft schlecht spielt, ist meistens der Trainer der erste, der gehen muss. Und wenn eine Mannschaft gut spielt, dann wird der Vertrag vom Trainerteam verlängert. Daher ist das eine Bestätigung unserer guten Arbeit. Ich freue mich, dass wir hier weiter zusammenarbeiten.“
…zum Spiel: „Wir kommen gut rein. Wir müssen wieder mal einen Strafstoß bekommen, in der 5. Minute. Das war für mich glasklares Handspiel. Dann wäre das ein Dosenöffner gewesen. Wir haben uns sehr viel vorgenommen. Das hat man auch gesehen. Wir haben auch nicht alles richtig gemacht. Wir wollten Fußball spielen.“
…zum Handspiel von Erik Majetschak: „Der Arm ist ganz weit weg. Da steht Flo Krüger, der den Ball kriegt und er (Majetschak) verhindert mit der Hand den Pass. Das hat der Schiedsrichter nicht gesehen, wie letzte Woche auch. Ich sage, ein Schiedsrichter muss das sehen. Das hat was mit Qualität zu tun, dass er ein gutes Stellungsspiel hat. 18. Spiel, kein Strafstoß für uns. Das wäre der Dosenöffner gewesen. Ich glaube, wir haben über 90+6 Minuten gezeigt, dass wir das Spiel gewinnen wollen. Wir haben nicht alles richtig gemacht. Der Platz ist sehr schlecht, muss ich leider sagen, auch wenn es unser Stadion ist. Du hast eine Mannschaft von Aue, die eigentlich mit dem Punkt zufrieden sein muss, die sehr, sehr früh auf Zeitspiel geschaltet hat, viel Tempo rausgenommen hat. Lange Einwürfe von Malone haben ewig gedauert. Er hat die ganze Bande, das ganze Stadion umgebaut. Dann 6 Minuten Nachspielzeit. Da haben wir auch alles nach vorne geworfen. Dann gibt’s eine gelbe Karte für Zeitspiel. Das wird auch nicht nachgespielt, nochmal eine Minute. Leider ist heute keiner reingefallen. Aber ich glaube, Aue kann mit dem Punkt sehr, sehr zufrieden sein.“
Link zum Interview: clipro.tv/player?publishJobID=R3A0RnJWMTJiVHpzSXF3T3lUOG1TUGgvNjhZSUdVdk9aSURMYld0Z2w5Yz0=
Michael Preetz, Geschäftsführer Duisburg, in der Halbzeitpause zur Vertragsverlängerung von Dietmar Hirsch: „Das war auch die Idee, den Fans, aber auch dem Trainerteam nochmal ein Weihnachtsgeschenk unter den Baum zu legen und letztlich uns allen. Denn es ist ja richtig: Didi ist anderthalb Jahre hier. Wir haben anderthalb sehr, sehr erfolgreiche Jahre hinter uns. Wir sind den gemeinsamen Weg bis hierhin gegangen. Wir haben uns aufgemacht. Es fühlt sich so an, dass die Zusammenarbeit wunderbar läuft und dass wir noch Ziele haben, die wir miteinander erreichen wollen. Deswegen ist es aus unserer Sicht folgerichtig gewesen, mit Didi und auch mit Marvin Höner zu verlängern.“
…was Dietmar Hirsch auszeichnet: „Es ist genau so. Er identifiziert sich zu 100 Prozent und das ist entscheidend, das ist authentisch. Das ist nicht gespielt. Das ist nicht aufgesetzt. Das kommt von Herzen. Das weiß Jeder, der den Weg von Dietmar über die letzten Jahre und Jahrzehnte verfolgt hat. Das habe ich mehrfach gesagt, das ist kein Geheimnis, dass mit seiner Verpflichtung vor anderthalb Jahren, wir diesen Zug ins Rollen bringen konnten, der uns durch die Regionalliga-Saison und jetzt auch in der Hinserie durch die 3. Liga getragen hat. Mit ihm ist sowas wie Aufbruchstimmung nach Duisburg gekommen. Das war in der Situation unglaublich wichtig. Für uns schließt sich so ein bisschen ein Kreis. Wir sind vor anderthalb Jahren gegen diesen Gegner (Erzgebirge Aue, d. Red.) aus der 3. Liga abgestiegen, mit sehr vielen unschönen Situationen. Was wir seitdem erlebt haben, bis zum heutigen Tag, das ist eng verbunden mit Dietmar und mit seiner Leistung und der Leistung des Trainerteams. Didi ist ein sehr emotionaler Typ, sehr authentisch. Er fordert von seinen Spielern viel ein. Wir waren uns relativ schnell einig, dass es an diesem Standort, hier in Duisburg auch zu erkennen sein muss für was das Ruhrgebiet steht, wie wir Fußball spielen wollen, mit Herz, mit Leidenschaft, mit einer hohen Identifikation. Wir wollten eine Mannschaft mit unglaublicher Gier auf den Platz schicken. Dafür brauchst du einen Trainer, der das moderiert und vorangeht und das tut er.“
Link zum Interview: clipro.tv/player?publishJobID=SURsS3NLbFgremRuVmFPTVhYQXo2TU9McjNqajZndlFKUmc0U3Z2OE11QT0=
Marvin Stefaniak, Spieler Aue: „Der Punkt tut definitiv gut. Wir haben hier eine gute Leistung gezeigt, eine gute defensive Leistung. Offensiv war es nicht so gut. Das ist auch nicht richtig, dass ich darüber schmunzle. Aber trotzdem musst du hier erstmal die Null halten können. Ich glaube, hier haben viele Gegner Probleme, bei diesem Stadion, bei dieser Atmosphäre. Deswegen, Respekt an die Mannschaft, defensiv, wie wir gearbeitet haben. Da müssen wir nächste Woche den Dreier einfahren.“
…zum neuen Co-Trainer Lars Fuchs: „Er wird viel aufarbeiten. Aber trotzdem, wie er sich eingelebt hat, was er für einen Impuls auch vor dem Spiel gegeben hat. Da hat er die Ansprache gehalten. Das fand ich richtig gut. Er hat uns neu übernommen und uns neu einordnen können. Deswegen denke ich, dass er vom Typ sehr, sehr gut reinpasst. Wir werden weiter Gas geben und in die Zukunft schauen.“
…zur Doppel-Entlassung von Matthias Heidrich und Jörg Emmerich: „Das Entscheidende für mich ist, die Mannschaft muss es auf den Platz bringen. Wenn wir als Mannschaft das nicht auf den Platz bringen, kann es scheißegal sein, wer draußen bei uns an der Seitenlinie steht. Das muss bei allen in die Köpfe rein. So eine defensive Leistung wie heute muss jeden Spieltag abgerufen werden. Offensiv, viel zu hektisch, viel zu unsauber. Aber da kommen wir noch hin.“
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Jens Härtel, Trainer Aue, vor dem Spiel zur Doppel-Entlassung von Sportdirektor Matthias Heidrich und Co-Trainer Jörg Emmerich: „Es gab am Montag Gespräche. Sowohl von Matze (Heidrich) als auch von mir mit dem Vorstand. Dann gab es am Dienstag eine Sitzung. Ich bin am Montagfrüh, gegen 8.15 Uhr informiert worden, wie die Entscheidung ausgefallen ist. Das gilt es dann zu akzeptieren.“
…zu seinem neuen Co-Trainer Lars Fuchs, der unter Härtel in Magdeburg gespielt hat: „Er bringt eine andere Energie. Er ist jünger, spricht nochmal mehr die Sprache der Jungs. Er ist generell ein sehr, sehr lockerer Typ. Er hat aber einen klaren Blick auf Fußball, gerade auf Offensivfußball. Er schaut schon auf die Stürmer und die Außenspieler, wie die Laufwege sind, wo Räume entstehen. Da hoffe ich, dass wir in diesen Bereichen deutlich besser werden.“
Link zum Interview: clipro.tv/player?publishJobID=MVo1L2gzZ2VlV2NqZzIrdGdSTzJLSWhubTdOR1ZxV3ArT0FMc08xL0ZPdz0=
Jens Härtel, Trainer Aue, nach der Begegnung: „Mit dem Punkt können wir leben. Wir haben es gegen den Ball wirklich gut gemacht. Die Mannschaft hat sich reingehauen. Wir haben wenig klare Chancen zugelassen. Das war immer mal eine Halbsituation, die der MSV hatte. Aber keine Hundertprozentige. Von der Seite war das absolut in Ordnung. Aber mit Ball hatten wir Probleme, uns an den Platz zu gewöhnen. In den ersten 20 Minuten hatten wir den Ball und dann war er direkt wieder weg. Wir haben uns dann reingebissen in das Spiel und hatten ein paar Anteile und Situationen, auch nach Standards, wo wir schon auch eine Chance hätten kreieren können, wo wir uns nicht getraut haben, so einen Ball mal direkt zu nehmen. Wir haben heute gegen eine sehr, sehr aggressive Mannschaft gespielt, die sich in jeden Ball reingehauen hat. Das ist ein großes Pfund von dieser Mannschaft. Das wussten wir auch. Da geht es auch nicht immer ganz fair zur Sache. Aber das ist ihre Art, Fußball zu spielen und die musst du erstmal annehmen. Und das haben wir heute komplett gemacht und uns dagegen gewehrt. Deswegen bin ich zufrieden, dass wir hier mit einem Punkt nachhause fahren.“



