Karim Adeyemi, talentierter Fußballprofi von Borussia Dortmund, steht nicht nur wegen seiner sportlichen Leistungen im Fokus, sondern immer wieder auch im Zentrum öffentlicher Debatten. Besonders auffällig ist dabei die Scheinheiligkeit vieler Menschen in Bezug auf seine Person. Einerseits wird Adeyemi für seine Schnelligkeit, seine Technik und seine Tore gefeiert. Fans preisen ihn als Hoffnungsträger und Vorbild, insbesondere wenn er für die Nationalmannschaft aufläuft.
Andererseits schlägt ihm bei schwächeren Leistungen oder privaten Fehltritten schnell Kritik und Häme entgegen. Dieselben Menschen, die ihn zuvor bejubelten, wenden sich ab oder stellen ihn infrage. In sozialen Medien ist diese Doppelmoral besonders sichtbar: Lob und Bewunderung wechseln sich mit Spott und Vorurteilen ab. Oft werden dabei auch Klischees und Vorurteile gegenüber jungen, erfolgreichen Fußballern sichtbar, die mit dem Druck und den Erwartungen der Öffentlichkeit umgehen müssen.
Das Beispiel Adeyemi zeigt, wie schnell Bewunderung in Ablehnung umschlagen kann und wie wenig Konsequenz viele Menschen in ihrer Haltung zeigen. Scheinheiligkeit entsteht, wenn Menschen von Sportlern Perfektion erwarten, aber selbst wenig Verständnis für deren Herausforderungen aufbringen.
Gegen den Nationalspieler von Borussia Dortmund wurde ein Strafbefehl wegen illegalem Waffenbesitz verhängt. Die Polizei fand bei ihm einen Schlagring und ein Elektroimpulsgerät (Taser), wofür er eine Geldstrafe von 450.000 Euro zahlen muss. Diese Vorfälle haben nicht nur Auswirkungen auf seine Vereins- und Nationalmannschaftskarriere, sondern auch auf seine Marktwertentwicklung und mögliche Transfers. Zudem wurde öffentlich diskutiert, dass Adeyemi den DFB und Borussia Dortmund nicht selbst über den Strafbefehl informierte, sondern dass die Vereine erst durch Medienberichte davon erfuhren. Der DFB hat nach internen Gesprächen aber entschieden, vorerst keine Sanktionen gegen ihn zu verhängen.



