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Kamen: Wohnungsbrand in Kamen – Feuerwehr rettet fünf Menschen aus verrauchtem Gebäude
© Feuerwehr Kamen

Kamen: Wohnungsbrand in Kamen – Feuerwehr rettet fünf Menschen aus verrauchtem Gebäude


In der Nacht zum Dienstag wurde die Freiwillige Feuerwehr Kamen zu einem dramatischen Wohnungsbrand in der Bahnhofstraße in der Kamener Innenstadt alarmiert. Gegen 23:21 Uhr gingen die ersten Notrufe ein. Bereits während der Anfahrt erhielten die Einsatzkräfte die Information, dass sich noch mehrere Personen im Gebäude befinden und sich an den Fenstern bemerkbar machen.

Dramatische Rettungsaktion über die Drehleiter

Beim Eintreffen der Feuerwehr bestätigte sich die kritische Lage. Mehrere Bewohner standen bereits in dichtem Rauch an den Fenstern und versuchten teilweise, aus den Fenstern zu klettern. Die Einsatzkräfte reagierten sofort und brachten die Drehleiter in Stellung. Gleichzeitig wurde ein Sprungretter aufgebaut, um eine zusätzliche Rettungsmöglichkeit zu schaffen.

Durch den schnellen und professionellen Einsatz konnten insgesamt fünf Personen über die Drehleiter aus dem Gebäude gerettet werden. Parallel dazu liefen bereits umfangreiche Maßnahmen zur Menschenrettung und Brandbekämpfung.

Feuerwehr sucht zunächst vermisste Person

Zu Beginn des Einsatzes bestand die Befürchtung, dass sich noch eine weitere Person im Gebäude aufhalten könnte. Mehrere Trupps durchsuchten daher das Wohnhaus unter Atemschutz. Kurze Zeit später stellte sich jedoch heraus, dass die zunächst vermisste Person nicht zuhause war. Damit konnte die Feuerwehr ihre Kräfte vollständig auf die Brandbekämpfung konzentrieren.

Feuer im hinteren Gebäudeteil schnell unter Kontrolle

Der Brandherd befand sich im hinteren Bereich des Gebäudes. Durch das Feuer wurde nicht nur die betroffene Wohnung beschädigt, sondern auch die darüberliegende Wohnung erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnte das Feuer jedoch rasch unter Kontrolle gebracht werden.

Die anschließenden Nachlöscharbeiten gestalteten sich aufwendig. Zudem mussten Teile des Daches kontrolliert werden, um versteckte Glutnester auszuschließen und eine erneute Brandausbreitung zu verhindern.

Acht Verletzte bei dem Großeinsatz

Aufgrund der hohen Anzahl betroffener Personen löste der Einsatzleiter das Einsatzstichwort MANV 10 (Massenanfall von Verletzten) aus. Dadurch wurden zusätzliche Rettungsdienstkräfte zur Versorgung von bis zu zehn verletzten Personen angefordert.

Insgesamt wurden acht Menschen verletzt. Unter den Betroffenen befinden sich drei Kinder sowie ein Feuerwehrmann. Schwerverletzte gab es glücklicherweise nicht. Sechs Personen wurden zur weiteren medizinischen Behandlung in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Gebäude nach dem Brand nicht mehr bewohnbar

Nach Abschluss der Löschmaßnahmen wurde festgestellt, dass das Gebäude derzeit nicht bewohnbar ist. Die GSW Kamen schaltete das Haus vorsorglich stromlos. Auch die im Erdgeschoss befindliche Fahrschule kann aktuell nicht genutzt werden.

Ein Statiker soll nun die Bausubstanz des Gebäudes überprüfen und über weitere erforderliche Maßnahmen entscheiden. Die Polizei übernahm anschließend die Einsatzstelle und leitete Ermittlungen zur Brandursache ein.

Zahlreiche Einsatzkräfte aus Kamen und dem Kreis Unna vor Ort

Der Einsatz dauerte insgesamt rund zweieinhalb Stunden. Beteiligt waren die hauptamtliche Wache der Feuerwehr Kamen sowie die Einheiten Kamen-Mitte, Südkamen und Westick. Die Einheit Methler unterstützte mit einem Einsatzleitwagen bei der Koordination des Rettungsdienstes.

Zusätzlich waren die Feuerwehrleitung, der C-Dienst, der Pressesprecher sowie zahlreiche Kräfte der Polizei und des Rettungsdienstes im Einsatz. Zur medizinischen Versorgung wurden unter anderem ein Rettungshubschrauber, der Kindernotarzt aus Dortmund sowie der Rettungsdienstzug des Kreises Unna hinzugezogen.

Schnelles Eingreifen verhindert schwerere Folgen

Der Wohnungsbrand in der Kamener Innenstadt zeigt eindrucksvoll, wie wichtig das schnelle Zusammenspiel von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ist. Durch das rasche Eingreifen der Einsatzkräfte konnten mehrere Menschen rechtzeitig gerettet und schwerere Verletzungen verhindert werden. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern derzeit an.


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