Hier könnte Ihre Werbung stehen,sprechen Sie uns an

Kamen: Schwertransporter mit Mobilkran kippt auf A2 um – Autobahn in beide Richtungen betroffen – Großeinsatz der Feuerwehr Kamen
© Polizei Kreis Unna

Kamen: Schwertransporter mit Mobilkran kippt auf A2 um – Autobahn in beide Richtungen betroffen – Großeinsatz der Feuerwehr Kamen


Spektakulärer Unfall auf der A2 sorgt für stundenlangen Großeinsatz

Ein umgestürzter Schwertransporter hat in der Nacht zu Dienstag (18. August) auf der Bundesautobahn 2 bei Kamen einen umfangreichen Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ausgelöst. Der mit einem Mobilkran beladene Transporter kippte aus bislang ungeklärter Ursache kurz vor der Anschlussstelle Kamen/Bergkamen in Fahrtrichtung Hannover um.

Durch die Wucht des Unfalls wurden Teile der schweren Ladung über die Mittelschutzplanke auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Dadurch waren beide Fahrtrichtungen der A2 von dem Unfall betroffen.

Mobilkran stürzt auf Autobahn – Trümmer landen auf Gegenfahrbahn

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bot sich ein erhebliches Schadensbild. Der Schwertransporter lag umgestürzt auf der Fahrbahn, während Teile des transportierten Mobilkrans auf die andere Seite der Autobahn geraten waren.

Die Unfallstelle erstreckte sich über mehrere Fahrbahnbereiche und erforderte umfangreiche Sicherungsmaßnahmen. Aufgrund der komplexen Lage mussten beide Fahrtrichtungen abgesichert werden.

Fahrer und Jugendlicher können Führerhaus selbst verlassen

Trotz der dramatischen Unfallsituation verlief der Vorfall für die Insassen vergleichsweise glimpflich. Im Führerhaus befanden sich der Fahrer des Schwertransporters sowie ein Jugendlicher.

Beide konnten das Fahrzeug eigenständig verlassen und wurden nach ersten Erkenntnissen lediglich leicht verletzt. Der Rettungsdienst versorgte die Verletzten zunächst an der Unfallstelle und brachte sie anschließend zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus.

Große Mengen Diesel und Hydrauliköl laufen aus

Besonders kritisch entwickelte sich die Situation durch austretende Betriebsstoffe. Sowohl aus dem Schwertransporter als auch aus dem geladenen Mobilkran liefen größere Mengen Dieselkraftstoff und Hydrauliköl aus.

Die Feuerwehr stellte zunächst den Brandschutz sicher, um mögliche Brand- oder Explosionsgefahren auszuschließen. Anschließend begannen die Einsatzkräfte mit umfangreichen Maßnahmen zur Eindämmung und Aufnahme der ausgelaufenen Flüssigkeiten.

Gefahr für die Seseke: Feuerwehr errichtet Ölsperre

Eine zusätzliche Herausforderung stellte die unmittelbare Nähe zur Seseke dar. Da das Gewässer unterhalb der Unfallstelle verläuft, bestand die Gefahr, dass Diesel und Hydrauliköl in den Fluss gelangen könnten.

Um eine Umweltgefährdung zu verhindern, brachte die Feuerwehr vorsorglich eine Ölsperre in die Seseke ein. Damit sollte eine mögliche Ausbreitung der Schadstoffe im Gewässer verhindert werden.

Rund 30 Feuerwehrkräfte im Einsatz

Die Feuerwehr Kamen war mit einem großen Kräfteaufgebot vor Ort. Rund 30 Einsatzkräfte der hauptamtlichen Wache sowie der Einheiten Kamen-Methler, Kamen-Westick und Kamen-Mitte waren an den Maßnahmen beteiligt.

Unterstützt wurden sie vom Rettungsdienst und der Polizei, die die Unfallstelle absicherten und die weiteren Ermittlungen übernahmen.

Einsatzdauer von rund drei Stunden

Die umfangreichen Sicherungs- und Umweltschutzmaßnahmen dauerten bis in die frühen Morgenstunden an. Erst gegen 04:00 Uhr konnte die Feuerwehr ihren Einsatz beenden.

Die Einsatzstelle wurde anschließend an die zuständigen Stellen für die Bergung des Schwertransporters und des Mobilkrans übergeben.

Sperrungen auf der A2 könnten noch länger andauern

Für Verkehrsteilnehmer bedeutet der Unfall weiterhin erhebliche Einschränkungen. Aufgrund der aufwendigen Bergungsarbeiten sowie der Verunreinigung der Fahrbahn ist derzeit noch unklar, wie lange die Sperrungen auf der Autobahn 2 bestehen bleiben werden.

Insbesondere die Bergung der schweren Ladung sowie die Reinigung der betroffenen Fahrbahnen dürften einen erheblichen Zeitaufwand erfordern.

Polizei ermittelt zur Unfallursache

Wie es zu dem schweren Unfall kommen konnte, ist derzeit Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Angaben zur Ursache oder zur Höhe des entstandenen Sachschadens machte die Feuerwehr nicht.

Die weiteren Untersuchungen werden durch die zuständige Polizei geführt.


Cookie Consent mit Real Cookie Banner