Spaziergänger, Jogger und Gassigänger, die den Standortübungsplatz Hengsen bei Unna als Naherholungsgebiet schätzen, müssen sich auf eine dauerhafte Änderung einstellen. Wie das Versorgungsbataillon 7 mitteilt, wird das Betreten des Geländes für Unbefugte ab dem 1. Mai 2026 strikt untersagt.
War das Areal bislang als „Militärischer Bereich“ gekennzeichnet, weisen ab diesem Zeitpunkt neu aufgestellten Schilder das Gelände nun als „Militärischen Sicherheitsbereich“ aus. Mit Wirkung zum 1. Mai 2026 ist das Betreten somit auch in den Abendstunden sowie an den Wochenenden nicht mehr gestattet. Widerrechtliches Betreten wird strafrechtlich verfolgt; bei Verstößen können Bußgelder zwischen 50 und 1000 Euro verhängt werden.
Intensivere Nutzung durch das Versorgungsbataillon 7
Oberstleutnant Daniel Kapitany, Kommandeur des Versorgungsbataillons 7, hat sich zu dieser Maßnahme entschlossen, da die aktuelle Sicherheitslage und der erweiterte Auftrag des Bataillons eine deutlich umfangreichere und inhaltlich intensivere militärische Nutzung des Übungsplatzes zwingend erforderlich machen.
Dies beinhaltet unter anderem die regelmäßige Durchführung von logistischen Ausbildungs- und Einsatzvorhaben, den regelmäßigen Einsatz von unbemannten Flugsystemen sowie Kraftfahrweiterbildungen bei Tag und Nacht. Zudem finden vermehrt Schießvorhaben mit Munition statt, die trotz etwaiger Leistungsminderung lebensgefährlich sein kann“, erläutert der Kommandeur.
Die Bundeswehr bittet die Anwohner und Besucher, die verbleibende Zeit bis zum Stichtag zu nutzen, um sich alternative Routen außerhalb des militärischen Sicherheitsbereichs zu suchen. Die Maßnahme dient primär dem Schutz der Zivilbevölkerung vor den Gefahren des intensivierten Übungsbetriebs.



