Großaufgebot von Feuerwehr und DLRG an der Ruhr
Ein außergewöhnlicher Einsatz hat am Sonntagnachmittag zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, DLRG und Polizei in Hattingen beschäftigt. Auslöser war die Meldung über ein Fahrzeug in der Ruhr, in dem sich möglicherweise noch zwei Hunde befinden sollten.
Als die ersten Einsatzkräfte an der Hundewiese eintrafen, bestätigte sich die Lage. Ein Geländewagen war von einer unmittelbar am Ufer gelegenen Wiese eine Böschung hinabgerollt und im Flussbett zum Stillstand gekommen. Zu diesem Zeitpunkt ragte lediglich das Fahrzeugdach noch aus dem Wasser.
Wassersportler retten einen Hund – jede Hilfe kommt zu spät
Noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte hatten Wassersportler bereits einen Hund aus dem Fahrzeug befreit. Für das Tier kam jedoch jede Hilfe zu spät.
Da Hinweise auf einen weiteren Hund im Inneren des Fahrzeugs vorlagen, begannen die Einsatzkräfte der DLRG Hattingen umgehend mit der Erkundung. Strömungsretter und Bootsbesatzungen untersuchten den teilweise versunkenen Geländewagen und machten dabei eine tragische Entdeckung.
Zweiter Hund leblos im Fahrzeug aufgefunden
Im Innenraum des Fahrzeugs fanden die Rettungskräfte einen weiteren Hund. Auch dieses Tier konnte nur noch leblos geborgen werden.
Die Einsatzkräfte arbeiteten anschließend eng mit Feuerwehr und Polizei zusammen, um die weitere Bergung des Fahrzeugs sicher vorzubereiten.
Umweltgefahr durch ausgelaufenen Betriebsstoff verhindert
Während der Vorbereitungen zur Fahrzeugbergung stellten die Einsatzkräfte fest, dass aus einem im Geländewagen befindlichen Kanister geringe Mengen Betriebsstoff ausgetreten waren.
Um eine Ausbreitung auf der Wasseroberfläche der Ruhr zu verhindern, errichteten die Kräfte der DLRG gemeinsam mit der Feuerwehr eine spezielle Ölsperre beziehungsweise einen mit Bindemittel gefüllten Schlauch. Die Verunreinigung konnte dadurch erfolgreich eingedämmt, aufgenommen und anschließend fachgerecht entsorgt werden.
Geländewagen erfolgreich aus der Ruhr geborgen
Nach dem Eintreffen eines Bergungsunternehmens bereiteten die Einsatzkräfte die Fahrzeugbergung vor. Hierzu befestigten die Helfer das notwendige Ketten- und Anschlagmaterial an dem versunkenen Geländewagen.
Im weiteren Verlauf konnte das Fahrzeug erfolgreich aus der Ruhr gezogen und geborgen werden. Personen wurden bei dem Vorfall nicht verletzt.
Polizei ermittelt zur Ursache
Warum der Geländewagen von der Wiese in die Ruhr rollte, ist derzeit noch unklar. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und untersucht die genauen Umstände des Vorfalls.
Nach rund drei Stunden konnte der gemeinsame Einsatz von Feuerwehr, DLRG, Polizei und den beteiligten Fachunternehmen beendet werden.



