Vorfall am Bahnsteig sorgt für Polizeieinsatz im Hauptbahnhof Essen
Ein Fall von sexueller Belästigung hat am Abend des 23. Oktober 2026 einen Einsatz der Bundespolizei im Essener Hauptbahnhof ausgelöst. Ein 21-jähriger Mann soll eine Frau am Treppenabgang von Bahnsteig 11 unsittlich berührt haben. Als die Einsatzkräfte einschritten, zeigte sich der Tatverdächtige aggressiv und leistete erheblichen Widerstand gegen die polizeilichen Maßnahmen.
Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen sexueller Belästigung sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.
Frau am Gesäß berührt
Nach bisherigen Erkenntnissen ereignete sich der Vorfall gegen 21 Uhr im Bereich des Treppenabgangs von Bahnsteig 11. Dort soll ein 21-jähriger ukrainischer Staatsangehöriger einer 28-jährigen Frau mit der flachen Hand auf das Gesäß geschlagen haben.
Die betroffene Frau informierte daraufhin die Bundespolizei. Einsatzkräfte nahmen den Sachverhalt umgehend auf und begleiteten die Beteiligten zur Dienststelle im Hauptbahnhof.
Beschuldigter widersetzt sich den Polizeimaßnahmen
Bereits während des Transports zur Wache zeigte sich der Mann laut Bundespolizei äußerst uneinsichtig. Er widersetzte sich den Maßnahmen der Beamten massiv und erschwerte die Überstellung erheblich.
Um die Situation unter Kontrolle zu bringen, mussten die Einsatzkräfte den Mann zu Boden bringen und mit Handfesseln fixieren. Erst auf der Dienststelle des Bundespolizeireviers Essen beruhigte sich der Beschuldigte wieder.
Atemalkoholtest ergibt rund 2,6 Promille
Im Rahmen der weiteren Maßnahmen führten die Beamten einen Atemalkoholtest durch. Dieser ergab einen Wert von rund 2,6 Promille.
Die Bundespolizei dokumentierte den Vorfall umfassend und sicherte zudem das vorhandene Videomaterial aus dem Bereich des Treppenabgangs. Die Aufnahmen sollen nun ausgewertet werden und könnten wichtige Erkenntnisse für die weiteren Ermittlungen liefern.
Tatverdächtiger schweigt zu den Vorwürfen
Nach seiner Belehrung machte der 21-Jährige keine Angaben zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen. Die Ermittlungen der Bundespolizei laufen derzeit weiter.
Die Beamten prüfen sämtliche Umstände des Vorfalls und werden die gesicherten Beweismittel in die Ermittlungsakte einfließen lassen.
Platzverweis nach Abschluss der Maßnahmen
Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann aus Haltern am See mit einem Platzverweis entlassen. Die Geschädigte verließ die Dienststelle zeitlich versetzt.
Für die Frau standen nach dem Vorfall Betreuungs- und Unterstützungsangebote zur Verfügung.
Bundespolizei ermittelt wegen mehrerer Delikte
Gegen den Tatverdächtigen wurden Ermittlungsverfahren wegen sexueller Belästigung sowie wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.
Die Auswertung der gesicherten Videoaufnahmen und die weiteren Ermittlungen sollen nun klären, ob zusätzliche strafrechtlich relevante Handlungen vorliegen.
Hauptbahnhof Essen erneut im Fokus der Sicherheitsbehörden
Der Vorfall zeigt erneut, wie wichtig die Präsenz der Bundespolizei an stark frequentierten Verkehrsknotenpunkten ist. Gerade an Bahnhöfen mit hohem Reisendenaufkommen kommt der schnellen Reaktion der Sicherheitskräfte eine besondere Bedeutung zu.
Durch das umgehende Einschreiten der Beamten konnte die Situation rasch unter Kontrolle gebracht und der Sachverhalt aufgenommen werden.



