In der Nacht kam es im Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk zu einem massiven Polizeieinsatz, nachdem sich mehrere Hundert Personen auf den Straßen versammelt hatten. Zahlreiche Notrufe gingen bei der Leitstelle der Polizei ein, die über lautstarke Feierlichkeiten und unkontrollierte Menschenansammlungen berichteten.
Vor Ort stellten die Einsatzkräfte insbesondere im Bereich der Ellerstraße eine Gruppe von bis zu 400 Personen fest. Hintergrund der spontanen Feierlichkeiten war nach ersten Erkenntnissen ein WM-Fußballspiel, dessen Ausgang offenbar ausgelassen gefeiert wurde. Dabei kamen auch pyrotechnische Gegenstände zum Einsatz – Feuerwerkskörper wurden gezündet und Böller abgebrannt.
Die Situation entwickelte sich zeitweise kritisch: In der Spitze blockierten etwa 100 Fahrzeuge die Ellerstraße vollständig, wodurch der Verkehr in dem betroffenen Bereich zeitweise komplett zum Erliegen kam. Die massive Ansammlung von Menschen und Fahrzeugen erforderte ein schnelles Eingreifen der Polizei.
Mehrere Streifenteams sowie spezialisierte Einsatzkräfte, darunter der ET PRIOS, wurden eingesetzt, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Die Beamten lösten die Menschenansammlung schließlich auf – teilweise auch unter Einsatz körperlichen Zwangs. Dabei wurden Störer aktiv zurückgedrängt, um die öffentliche Ordnung wiederherzustellen.
Trotz der überwiegend friedlichen Feierlichkeiten kam es vereinzelt zu gefährlichen Zwischenfällen. Einzelne Personen warfen Böller gezielt in Richtung der eingesetzten Polizeikräfte. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, dennoch bewertet die Polizei diese Angriffe als ernstzunehmende Straftaten.
Im Zuge der Maßnahmen konnten die Einsatzkräfte eine Jugendliche als Tatverdächtige identifizieren. Sie wurde noch vor Ort ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Die Polizei leitete mehrere Strafverfahren ein, unter anderem wegen des Einsatzes von Pyrotechnik und möglicher Angriffe auf Einsatzkräfte.
Ein weiterer Vorfall ereignete sich im Anschluss an den Einsatz: Als die Beamten zu ihrem Funkstreifenwagen zurückkehrten, stellten sie eine Beschädigung am hinteren Kennzeichen fest. Dieses war offensichtlich vorsätzlich aus der Halterung herausgebrochen worden. Auch hierzu wurden entsprechende Ermittlungen aufgenommen.
Der Vorfall in Oberbilk zeigt erneut, wie schnell ausgelassene Feiern in unübersichtliche und potenziell gefährliche Situationen umschlagen können. Die Düsseldorfer Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um die Lage zu beruhigen und die Sicherheit im öffentlichen Raum zu gewährleisten.




