Zwei Löwinnen bringen innerhalb weniger Tage zwölf Jungtiere zur Welt
Im Zoo Dortmund gibt es außergewöhnlich erfreuliche Nachrichten: Gleich zwölf Löwen-Jungtiere entwickeln sich derzeit gesund und kräftig. Löwin Zuri brachte am 28. Juli fünf Jungtiere zur Welt, nur drei Tage später folgte ihre Schwester Saba mit sieben weiteren Welpen. Nach Angaben des Zoos sind sowohl die zwölf Jungtiere als auch die beiden Löwinnen wohlauf.
Die seltene Doppelnachzucht sorgt für große Aufmerksamkeit bei Tierfreunden und Zoobesuchern. Besonders bemerkenswert ist, dass beide Löwinnen erstmals Nachwuchs bekommen haben und sich nun gemeinsam um einen außergewöhnlich großen Wurf kümmern.
Geschützte Wurfboxen bieten Sicherheit für die Löwenfamilie
Derzeit verbringen die Jungtiere den Großteil des Tages in speziellen Wurfboxen hinter den Kulissen des Löwenhauses. Dort finden die Mütter und ihr Nachwuchs die notwendige Ruhe und Sicherheit für die ersten wichtigen Lebenswochen.
Gelegentlich bleiben die Jungtiere auch allein in den geschützten Bereichen zurück. Währenddessen bewacht jeweils eine der beiden Löwinnen aufmerksam den Zugang. Erste kleine Ausflüge außerhalb der Wurfboxen haben die jungen Löwen inzwischen bereits gemeinsam mit ihren Müttern unternommen.
Das Zoo-Team hält sich bewusst im Hintergrund, um die Tiere nicht unnötig zu stören. Deshalb ist aktuell auch noch nicht bekannt, wie viele männliche oder weibliche Jungtiere sich unter den zwölf Welpen befinden.
Löwenkater Boeti bleibt vorerst auf Distanz
Der Vater der zwölf Jungtiere ist Löwenkater Boeti, der sich derzeit überwiegend auf den Außenanlagen des Löwenhauses aufhält und dort von Besucherinnen und Besuchern beobachtet werden kann.
Saba, Zuri und der Nachwuchs bleiben zunächst weiterhin von ihm getrennt. Dieses Vorgehen entspricht dem natürlichen Verhalten freilebender Löwen. In der Wildnis ziehen sich Löwinnen vor der Geburt in geschützte Bereiche zurück und kümmern sich in den ersten Wochen eigenständig um ihre Jungen, bevor sie später zum Rudel zurückkehren.
Auch im Zoo Dortmund wurden die beiden werdenden Mütter rechtzeitig von Boeti getrennt, um optimale Bedingungen für Geburt und Aufzucht zu schaffen.
Schwestern ziehen den Nachwuchs gemeinsam groß
Besonders faszinierend ist das enge Zusammenspiel der beiden Löwinnen. Saba und Zuri kümmern sich gemeinschaftlich um alle zwölf Jungtiere. Dabei säugen sie nicht nur ihre eigenen Jungen, sondern versorgen auch den Nachwuchs der jeweils anderen Mutter.
Dieses Verhalten ist auch aus der Natur bekannt. In Löwenrudeln unterstützen sich die Weibchen häufig gegenseitig bei der Aufzucht ihrer Jungen. Die enge Zusammenarbeit erhöht die Überlebenschancen des Nachwuchses und stärkt die soziale Struktur innerhalb der Gruppe.
Nach Angaben des Zoos zeigen sich beide Erstlingsmütter bislang äußerst aufmerksam, fürsorglich und verantwortungsbewusst.
Löwenhaus bleibt zum Schutz der Tiere geschlossen
Aufgrund der sensiblen ersten Lebensphase bleibt das Löwenhaus im Zoo Dortmund vorerst geschlossen. Die Verantwortlichen möchten den Tieren möglichst viel Ruhe gewähren und unnötigen Stress vermeiden.
Wann Besucher die zwölf Löwenbabys erstmals sehen können, steht derzeit noch nicht fest. Das Interesse der Öffentlichkeit sei zwar enorm, dennoch habe das Wohl der Tiere oberste Priorität.
Der Zoo Dortmund will über weitere Entwicklungen informieren, sobald eine Öffnung des Löwenhauses möglich wird.
Große Freude über seltenen Löwen-Nachwuchs
Die Geburt von zwölf Löwen-Jungtieren innerhalb weniger Tage ist auch für den Zoo Dortmund ein außergewöhnliches Ereignis. Die erfolgreiche gemeinsame Aufzucht durch die beiden Schwestern Saba und Zuri macht die Entwicklung besonders spannend.
Tierfreunde können nun gespannt verfolgen, wie sich die zwölf kleinen Löwen in den kommenden Wochen entwickeln und wann sie erstmals für die Besucherinnen und Besucher zu sehen sein werden.



