Hier könnte Ihre Werbung stehen,sprechen Sie uns an

Dortmund: Sperrung der Kulturinsel am PHOENIX See in Dortmund – Hintergründe und Details
© Radosewic/RheinRuhrAktuell

Dortmund: Sperrung der Kulturinsel am PHOENIX See in Dortmund – Hintergründe und Details


Die Stadt Dortmund hat am Donnerstag, 20. März, die Kulturinsel im PHOENIX See (Bereich Am Kai in Hörde) aus Sicherheitsgründen vollständig sperren müssen. Die beliebte Insel mit dem markanten Thomas-Konverter („Thomas-Birne“) ist ein wichtiges Wahrzeichen des ehemaligen Stahlstandorts und ein zentraler Blickfang des Sees. Viele Besucher nutzen die Insel normalerweise zum Spazierengehen, Verweilen und für Veranstaltungen im öffentlichen Raum.

Ursache der Sperrung

Unter der befestigten Oberfläche der Insel verlaufen die Wurzeln der dort wachsenden Bäume. Diese haben im Laufe der Zeit die Beton- und Bodenplatten angehoben, sodass es zu starken Unebenheiten gekommen ist. Dadurch entstanden Stolperstellen und Kanten, an denen sich Besucher leicht verletzen könnten.

Um Stürze und Unfälle zu vermeiden, hat die Stadt die gesamte Fläche vorsorglich abgesperrt. Gerade an gut besuchten Tagen mit vielen Spaziergängern, Familien mit Kinderwagen und Radfahrern wäre das Risiko sonst zu hoch.

Bedeutung des Thomas-Konverters

Im Zentrum der Kulturinsel steht der Thomas-Konverter, im Volksmund Thomas-Birne genannt. Dieses große stählerne Gefäß stammt aus der Zeit, als auf dem Gelände des heutigen PHOENIX Sees noch Stahl produziert wurde.

In einem solchen Konverter wurde im sogenannten Thomas-Verfahren flüssiges Roheisen zu Stahl veredelt. Heute erinnert das Denkmal an die Industriegeschichte Dortmunds und daran, dass auf dem Gelände, wo heute Wohnen, Gastronomie und Freizeit dominieren, früher eines der wichtigsten Stahlwerke der Region stand. Viele Besucher kommen gerade wegen dieses historischen Objekts auf die Insel.

Wie es jetzt weitergeht

Das Tiefbauamt der Stadt Dortmund ist damit beauftragt, die Situation zu entschärfen. Zunächst soll der Zugang zur Insel provisorisch so hergerichtet werden, dass Spaziergänger den Weg zumindest wieder sicher passieren können. Dazu gehören etwa das Absichern oder Überbrücken besonders kritischer Stellen sowie kleinere Ausbesserungen, die ohne schweres Gerät möglich sind.

Ein Problem dabei: Die Brücke zur Kulturinsel darf nicht mit schweren Baufahrzeugen befahren werden. Große Maschinen oder Laster, die normalerweise für Bauarbeiten eingesetzt werden, können daher nicht direkt auf die Insel fahren. Das erschwert sowohl die eigentlichen Bauarbeiten als auch den Transport von Baumaterialien erheblich. Materialien müssen wahrscheinlich in kleineren Mengen und mit leichteren Fahrzeugen oder sogar teilweise von Hand auf die Insel gebracht werden, was Zeit kostet.

Dauer der Sperrung

Nach derzeitigem Stand muss die Fläche mindestens bis Juni gesperrt bleiben. In dieser Zeit kann die Stadt mögliche Lösungen prüfen – etwa:

  • ob einzelne Platten aufgenommen und neu verlegt werden müssen,
  • ob bestimmte Bäume zurückgeschnitten oder Wurzeln freigelegt werden können,
  • wie man künftige Schäden durch Wurzelwachstum begrenzt, ohne die Bäume zu gefährden.

Erst wenn die Verkehrssicherheit dauerhaft gewährleistet ist, kann die Kulturinsel wieder vollständig geöffnet werden. Besucher sollten daher damit rechnen, dass der Zugang zum Thomas-Konverter für mehrere Wochen eingeschränkt bleibt.

Information der Besucher vor Ort

Damit sich Gäste des PHOENIX Sees direkt vor Ort über die Einschränkungen informieren können, wird die Stadt ein Hinweisschild anbringen. Dort sollen die Gründe der Sperrung und – soweit absehbar – die voraussichtliche Dauer erläutert werden. So können Spaziergänger besser planen und Missverständnisse oder Ärger über die Sperrung werden reduziert.

Was bedeutet das für Besucher des PHOENIX Sees?

  • Die Rundwege um den PHOENIX See bleiben weiterhin nutzbar.
  • Lediglich die Kulturinsel und der direkte Bereich um die Thomas-Birne sind bis auf Weiteres gesperrt.
  • Wer den See wegen des Industriedenkmals besucht, kann es vorerst nur aus der Entfernung betrachten.
  • Für Fotos, Spaziergänge und Aufenthalte an der Uferpromenade ändert sich ansonsten wenig – Gastronomie, Bänke und andere Aufenthaltsbereiche sind weiterhin zugänglich.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner