Ein aggressiver Mann hat am 22. Juli 2026 einen größeren Einsatz der Bundespolizei in Dortmund ausgelöst. Der 44-Jährige soll einen Zugbegleiter angegriffen, eine S-Bahn beschädigt und bei seiner Festnahme erheblichen Widerstand geleistet haben. Gegen ihn wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet.
Vorfall beginnt am Bahnhof Dortmund-Dorstfeld
Gegen 23:00 Uhr wurde der türkische Staatsangehörige am Bahnhof Dortmund-Dorstfeld aus einer S-Bahn der Linie S2 verwiesen. Nach Angaben der Bundespolizei war der Mann durch aggressives und randalierendes Verhalten aufgefallen.
Als ein Zugbegleiter ihn des Zuges verwies, reagierte der 44-Jährige offenbar äußerst aggressiv und verschaffte sich durch einen gezielten Tritt in Richtung des Bahnmitarbeiters erneut Zutritt zum Zug.
Glasflasche gegen Zugbegleiter geworfen
Im Zug eskalierte die Situation weiter. Der Beschuldigte soll eine Glasflasche gezielt in Richtung des Zugbegleiters geworfen haben.
Der Bahnmitarbeiter konnte durch ein schnelles Ausweichmanöver einen direkten Treffer verhindern. Dabei zog er sich jedoch eine Verletzung am Unterarm zu.
Schottersteine gegen Führerstand geschleudert
Nach dem Angriff verließ der Tatverdächtige die S-Bahn und begab sich unerlaubt in den Gleisbereich. Dort nahm er Schottersteine aus dem Gleisbett auf und warf diese gegen die Seite des Führerstandes.
Durch die Würfe entstanden Lackschäden am Fahrzeug. Anschließend flüchtete der Mann vom Bahnhof.
Bundespolizei stellt Tatverdächtigen in Westerfilde
Eine sofort eingeleitete Fahndung der Bundespolizei führte kurze Zeit später zum Erfolg. Die Einsatzkräfte konnten den Mann in einer weiteren S-Bahn am Haltepunkt Dortmund-Westerfilde ausfindig machen.
Dort soll er erneut Reisende und Bahnpersonal bedroht sowie sich äußerst aggressiv und unkooperativ verhalten haben.
Massive Gegenwehr bei der Festnahme
Die Bundespolizisten forderten den Mann auf, sich auf den Boden zu legen. Da er den Anweisungen nicht nachkam, brachten ihn die Beamten zu Boden.
Dabei leistete der 44-Jährige erheblichen Widerstand. Er sperrte sich gegen die Maßnahmen, versuchte seinen Arm loszureißen und widersetzte sich den Einsatzkräften fortlaufend. Erst unter Anwendung von Zwang konnten ihm Handfesseln angelegt werden. Aufgrund seines weiterhin aggressiven Verhaltens wurden zusätzlich seine Beine fixiert.
Auch im Streifenwagen bleibt Mann aggressiv
Selbst während des Transports zur Dienststelle beruhigte sich der Tatverdächtige nicht. Nach Angaben der Polizei versuchte er weiterhin, sich aus den Fesseln zu befreien und mit den Beinen um sich zu treten.
Die Einsatzkräfte verhinderten weitere Angriffe und brachten den Mann schließlich sicher zur Dienststelle.
Atemalkoholtest zeigt 1,2 Promille
Ein auf der Wache durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von rund 1,2 Promille.
Nach der Identitätsfeststellung und Belehrung wurde der wohnungslose Mann zur Verhinderung weiterer Straftaten in das zentrale Polizeigewahrsam Dortmund gebracht.
Mehrere Strafverfahren eingeleitet
Die Bundespolizei ermittelt nun unter anderem wegen:
- Gefährlicher Körperverletzung
- Bedrohung
- Sachbeschädigung
- Unbefugten Betretens von Bahnanlagen
- Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte
- Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte
Die weiteren Ermittlungen dauern an.



