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Dortmund: Pfefferspray-Attacke in Dortmunder Supermarkt -18 Verletzte nach Streit im Eingangsbereich
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Dortmund: Pfefferspray-Attacke in Dortmunder Supermarkt -18 Verletzte nach Streit im Eingangsbereich


Großeinsatz in Dortmund-Scharnhorst nach Einsatz von Tierabwehrspray

Ein Streit zwischen zwei Personengruppen ist am Mittwochmittag in einem Supermarkt in Dortmund-Scharnhorst eskaliert und hat einen größeren Einsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Insgesamt wurden 18 Menschen verletzt, nachdem im Eingangsbereich des Marktes Tierabwehrspray, umgangssprachlich auch als Pfefferspray bekannt, versprüht wurde.

Der Vorfall ereignete sich gegen 12 Uhr in einem Supermarkt an der Gleiwitzstraße und führte zu erheblichen Beeinträchtigungen für Kunden, Mitarbeiter und umliegende Geschäfte.

Streit zwischen zwei Gruppen endet in gefährlicher Körperverletzung

Nach bisherigen Erkenntnissen gerieten zwei jeweils dreiköpfige Personengruppen im Eingangsbereich des Supermarktes in Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll eine 19-jährige Dortmunderin Tierabwehrspray gegen die gegnerische Gruppe eingesetzt haben.

Durch den versprühten Reizstoff breitete sich die kontaminierte Luft schnell im Eingangsbereich aus und traf zahlreiche unbeteiligte Personen, die sich zu diesem Zeitpunkt im Markt oder in unmittelbarer Nähe befanden.

18 Menschen im Alter von fünf bis 78 Jahren verletzt

Die Folgen des Sprühnebels waren erheblich. Insgesamt wurden nach Angaben der Ermittler 18 Personen im Alter zwischen fünf und 78 Jahren verletzt.

Viele Betroffene klagten über typische Reizungen der Augen und Atemwege. Zwei Verletzte mussten zur weiteren medizinischen Behandlung in Krankenhäuser gebracht werden. Die übrigen Betroffenen konnten vor Ort versorgt werden.

Feuerwehr unterstützt bei der Versorgung der Verletzten

Neben Polizei und Rettungsdienst rückte auch die Feuerwehr zur Einsatzstelle aus. Die Einsatzkräfte kümmerten sich um die Versorgung der verletzten Personen und führten Messungen im betroffenen Bereich durch.

Nach Abschluss der Kontrollen konnte der Supermarkt kurze Zeit später wieder für Kunden freigegeben werden. Eine längerfristige Schließung war nicht erforderlich.

Bäckerei im Eingangsbereich erleidet hohen Schaden

Nicht nur Menschen wurden durch den Reizstoff getroffen. Auch eine im Eingangsbereich befindliche Bäckereifiliale war von der Kontamination betroffen.

Nach Zeugenaussagen wurden zahlreiche Backwaren durch das versprühte Tierabwehrspray ungenießbar. Betroffen waren unter anderem:

  • Brötchen
  • Brote
  • Kuchenstücke

Der entstandene Sachschaden wird auf rund 2.500 Euro geschätzt. Sämtliche kontaminierten Waren mussten entsorgt werden und konnten nicht mehr verkauft werden.

Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung

Die Polizei Dortmund hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Im Mittelpunkt steht dabei die 19-jährige Tatverdächtige, die das Tierabwehrspray eingesetzt haben soll.

Die Beamten untersuchen nun die genauen Hintergründe der Auseinandersetzung sowie den Ablauf des Vorfalls. Auch Zeugenaussagen und mögliche Videoaufnahmen dürften in die Ermittlungen einfließen.

Reizstoff trifft zahlreiche Unbeteiligte

Der Vorfall zeigt, welche weitreichenden Folgen der Einsatz von Reizstoffen in geschlossenen oder stark frequentierten Bereichen haben kann. Obwohl sich die Auseinandersetzung ursprünglich zwischen wenigen Personen abspielte, wurden zahlreiche unbeteiligte Kunden, darunter auch Kinder und ältere Menschen, verletzt.

Durch die schnelle Reaktion von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei konnten die Auswirkungen jedoch zügig eingedämmt werden.


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