Lippeverband errichtet weitere Messstellen für nachhaltige Grundwasserbewirtschaftung
Der Lippeverband setzt die Arbeiten zum Ausbau des Grundwassermessnetzes in Dortmund-Wickede fort. Im Auftrag der Stadt Dortmund beginnen ab dem 2. November 2026 die Arbeiten an den letzten zwölf Grundwasser-Messstellen im Stadtteil.
Bereits in den Monaten Juni, Juli, September und Oktober wurden erste Messpunkte erfolgreich errichtet. Mit der nun beginnenden Bauphase nähert sich das Projekt seinem Abschluss. Bis Ende November sollen sämtliche Arbeiten abgeschlossen sein.
Verkehrseinschränkungen in mehreren Straßen angekündigt
Für die Bauarbeiten sind vorübergehende Einschränkungen im Straßenverkehr erforderlich. In den betroffenen Bereichen werden Fahrbahnen eingeengt und einzelne Gehwegabschnitte zeitweise gesperrt.
Damit Fußgänger weiterhin sicher unterwegs sein können, richtet der Lippeverband entsprechende Überwege ein. Die Arbeiten an den einzelnen Standorten erfolgen nacheinander und dauern jeweils etwa eine Woche.
Der Verband bittet Anwohnerinnen und Anwohner sowie Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die erforderlichen Einschränkungen.
Diese Straßen in Wickede sind betroffen
Die neuen Messstellen werden an folgenden Standorten errichtet:
- Wibbeltweg 13
- Bookenburgweg 1
- Meylantstraße 48
- Steinbrinkstraße 42
- Wickeder Straße 55
- Kortschstraße 26
- Eichwaldstraße 88
- Eichwaldstraße 30
- Emmerich-Kalman-Straße 26
- Robert-Götz-Straße 23
- Sprickmannweg 12
- Baedekerstraße 32
An diesen Standorten müssen Anwohner zeitweise mit Verkehrsbehinderungen und Einschränkungen auf Gehwegen rechnen.
Insgesamt entstehen 22 neue Grundwasser-Messstellen
Mit Abschluss des Projekts werden in Dortmund-Wickede insgesamt 22 neue Grundwasser-Messstellen zur Verfügung stehen.
Ursprünglich waren sogar 24 Messpunkte vorgesehen. Während vorbereitender Sondierungsarbeiten stellte sich jedoch heraus, dass an zwei geplanten Standorten keine grundwasserführenden Schichten vorhanden sind. Deshalb wurden diese Messpunkte nicht realisiert.
Moderne Messtechnik liefert wichtige Daten für die Zukunft
Die neuen Messstellen besitzen einen Durchmesser von lediglich 50 Millimetern. Trotz ihrer kompakten Bauweise ermöglichen sie eine präzise Erfassung der geologischen und hydraulischen Bedingungen im Untergrund.
Die gesammelten Daten liefern wichtige Erkenntnisse über den Zustand der Grundwasserreserven und deren Entwicklung. Gerade vor dem Hintergrund zunehmender Wetterextreme gewinnt dieses Wissen immer stärker an Bedeutung.
Trockene Sommer machen Grundwasserüberwachung wichtiger denn je
Der Lippeverband verweist insbesondere auf den außergewöhnlich heißen und trockenen Sommer der vergangenen Monate. Solche Wetterlagen verdeutlichen, wie wichtig der verantwortungsvolle Umgang mit den vorhandenen Grundwasservorkommen ist.
Nur durch eine kontinuierliche Beobachtung der Grundwasserstände und Grundwasserbewegungen können langfristig geeignete Maßnahmen entwickelt werden, um die Wasserversorgung nachhaltig zu sichern.
3D-Grundwassermodell entsteht auf Basis der Messdaten
Die Erkenntnisse aus den neuen Messstellen fließen nach Abschluss der Untersuchungen in die Entwicklung eines dreidimensionalen Grundwassermodells ein.
Dieses Modell soll künftig als wichtige Datengrundlage für wasserwirtschaftliche Planungen dienen. Es ermöglicht detaillierte Bewertungen der lokalen Grundwasserverhältnisse und unterstützt zukünftige Entscheidungen im Bereich Wasserwirtschaft und Infrastrukturentwicklung.
Kooperation zwischen Stadt Dortmund und Wasserverbänden
Die Maßnahme basiert auf einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Dortmund, der Emschergenossenschaft und dem Lippeverband, die im Jahr 2024 abgeschlossen wurde.
Ziel der Zusammenarbeit ist die gemeinsame Umsetzung wasserwirtschaftlicher Projekte im Dortmunder Stadtgebiet. Dazu gehören unter anderem Maßnahmen aus dem Abwasserbeseitigungskonzept, ökologische Gewässerumbauten sowie Projekte zur Verbesserung der Regenwasserbewirtschaftung.
Wasserwirtschaftliche Infrastruktur wird langfristig gestärkt
Die Wasserverbände übernehmen dabei Planung und Bau der jeweiligen Maßnahmen in enger Abstimmung mit der Stadt Dortmund. Nach Fertigstellung werden die errichteten Anlagen an die Kommune übergeben.
Mit den neuen Grundwasser-Messstellen entsteht eine wichtige Grundlage für den Schutz der Wasserressourcen und die langfristige Sicherung einer nachhaltigen Grundwasserbewirtschaftung in Dortmund-Wickede.



