Hier könnte Ihre Werbung stehen,sprechen Sie uns an

Dortmund: Großeinsatz in Dortmund – Polizei rückt zweimal wegen gemeldeter Schusswaffen aus
© Radosewic I RheinRuhrAktuell

Dortmund: Großeinsatz in Dortmund – Polizei rückt zweimal wegen gemeldeter Schusswaffen aus


Bewaffnete Einsätze innerhalb weniger Minuten

Gleich zwei Polizeieinsätze wegen gemeldeter Schusswaffen haben am Sonntagnachmittag in Dortmund für Aufsehen gesorgt. Innerhalb von nur 20 Minuten mussten Einsatzkräfte in der Lambachstraße und der Wörthstraße ausrücken.

Neben der Sicherstellung mehrerer Waffen vollstreckten die Beamten auch offene Haftbefehle gegen beide Tatverdächtige.

66-Jähriger soll Nachbarn mit Waffe bedroht haben

Der erste Einsatz ereignete sich gegen 16:15 Uhr in der Lambachstraße. Zeugen hatten die Polizei alarmiert, nachdem ein Mann aus seiner Erdgeschosswohnung heraus Nachbarn in einem angrenzenden Garten mit einer Schusswaffe bedroht haben soll.

Als die Beamten das Mehrfamilienhaus betraten, öffnete der 66-jährige Dortmunder zeitgleich seine Wohnungstür. Unter Vorhalt der Dienstwaffe forderten die Einsatzkräfte den Mann auf, sich auf den Boden zu legen. Der Aufforderung kam er nach und wurde widerstandslos festgenommen.

Kalaschnikow und Spielzeugpistole sichergestellt

Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung entdeckten die Polizeibeamten hinter einem Vorhang ein Sturmgewehr vom Typ Kalaschnikow. Außerdem fanden sie eine täuschend echt aussehende silberne Spielzeugpistole.

Die Überprüfung ergab jedoch, dass das Sturmgewehr unbrauchbar gemacht worden war.

Der alkoholisierte 66-Jährige wurde zur Wache gebracht. Dort stellte sich heraus, dass gegen ihn ein offener Haftbefehl bestand. Nach Zahlung des haftbefreienden Betrags konnte er die Polizeiwache wieder verlassen.

Strafverfahren wegen Bedrohung eingeleitet

Die sichergestellten Waffen wurden von der Polizei beschlagnahmt. Gegen den Dortmunder wird nun unter anderem wegen Bedrohung sowie wegen eines Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt.

Zweiter Polizeieinsatz in der Wörthstraße

Nur 20 Minuten später wurde die Polizei erneut alarmiert. Zeugen meldeten einen Mann, der im Innenhof eines Mehrfamilienhauses in der Wörthstraße mit einer Pistole auf einen Baum geschossen haben soll.

Der alkoholisierte 36-jährige Dortmunder hatte den Ort zunächst verlassen, kehrte jedoch wenig später zu seiner Wohnanschrift zurück.

Daraufhin umstellten die Einsatzkräfte das Gebäude und forderten den Mann auf, die Wohnung unbewaffnet zu verlassen. Auch er ließ sich widerstandslos festnehmen.

Waffenarsenal und mutmaßliche Drogen entdeckt

Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Beamten eine Gasdruckpistole, ein Luftgewehr sowie eine Armbrust.

Darüber hinaus stellten die Einsatzkräfte mehrere Macheten, Messer und mit Schrauben präparierte Holzlatten sicher. In der Küche entdeckten die Beamten außerdem ein Päckchen mit mutmaßlichen Betäubungsmitteln.

Zwei Haftbefehle vollstreckt

Die Überprüfung des 36-Jährigen ergab, dass gegen ihn gleich zwei offene Haftbefehle vorlagen. Da er den erforderlichen Geldbetrag nicht zahlen konnte, wurde er festgenommen und ins Polizeigewahrsam gebracht.

Gegen den Dortmunder wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Verstößen gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz.

Polizei stellt zahlreiche gefährliche Gegenstände sicher

Die beiden Einsätze zeigen, wie konsequent die Dortmunder Polizei bei Hinweisen auf mögliche Waffenlagen reagiert. Insgesamt stellten die Beamten mehrere Waffen sowie gefährliche Gegenstände sicher und vollstreckten drei offene Haftbefehle.

Die Ermittlungen in beiden Fällen dauern an.


Cookie Consent mit Real Cookie Banner