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Dortmund: Gänsehaut in der Westfalenhalle: Festival der Turnkunst verzaubert 6500 Fans
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Dortmund: Gänsehaut in der Westfalenhalle: Festival der Turnkunst verzaubert 6500 Fans


Mit einer eindrucksvollen Mischung aus Hochleistungssport, Show und Emotion hat das Festival der Turnkunst „Viva“ am 2. Januar 2026 rund 6500 Besucher in der Dortmunder Westfalenhalle begeistert. Für viele Familien, Vereinsgruppen und Sportfans aus der Region war die Show ein erster Höhepunkt im neuen Jahr – und zugleich ein starkes Signal für die Attraktivität des Turnens.

Bereits vor Beginn herrschte lebhafte Stimmung in den Foyers. Zahlreiche Kinder im Trainingsanzug ihrer Heimatvereine, Trainer, Ehrenamtliche und langjährige Tour-Fans strömten in die Halle. „So eine Show direkt vor der Haustür ist für unsere Nachwuchsturner ein echtes Highlight“, sagte eine Trainerin eines Dortmunder Vereins am Rande der Veranstaltung.

Pünktlich zum Showstart wurde es dunkel in der Halle, die Musik setzte ein – und mit einem kraftvollen Opening begann „Viva“. Ein großes Ensemble aus Turnerinnen, Turnern und Artisten präsentierte rasante Formationen, synchrone Sprungfolgen und waghalsige Hebefiguren. Die aufwendig abgestimmte Lichttechnik und großflächige Projektionen ließen die Westfalenhalle dabei eher wie eine Showbühne als wie eine klassische Sportarena wirken.

Im Verlauf des Abends bot das Festival eine große Bandbreite turnerischer Disziplinen: dynamische Bodenturn- und Airtrack-Elemente, spektakuläre Trampolin-Acts, elegante Barren- und Balkenübungen sowie beeindruckende Luftakrobatik an Tüchern und Ringen. Mehrfach war es in der bis auf die Ränge gefüllten Halle so still, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können – ehe tosender Applaus einsetzte.

Besonders eindrucksvoll wirkten die Teamnummern, in denen Vertrauen und Präzision im Mittelpunkt standen. Turner bauten lebende Pyramiden, stemmten ihre Partner scheinbar mühelos in die Höhe und setzten komplizierte Wurf- und Fangfiguren sauber um. Jeder gelungene Sprung, jede sichere Landung wurde vom Publikum mit viel Beifall honoriert.

 

Zwischen den kraftvollen Showblöcken setzte „Viva“ bewusst ruhige Akzente. Poetisch inszenierte Soli, etwa an den Vertikaltüchern, wurden häufig nur von wenigen Instrumenten begleitet. Diese Momente nutzte die Inszenierung, um die künstlerische Seite des Turnens in den Vordergrund zu stellen – und zeigten, dass es neben Stärke und Technik auch um Ausdruck und Erzählung geht.

Für den regionalen Vereinssport hatte der Abend eine besondere Bedeutung. Viele Übungsleiter nutzten die Show, um ihren Schützlingen neue Impulse zu geben. „Wenn die Kinder hier sehen, was aus turnerischen Grundlagen entstehen kann, ist das die beste Motivation für das Training“, sagte ein Jugendwart aus einem Verein aus dem Dortmunder Umland.

Organisatorisch und technisch präsentierte sich das Festival der Turnkunst professionell: Licht, Ton und Musik waren präzise auf die Choreografien abgestimmt, die Übergänge zwischen den einzelnen Nummern verliefen ohne lange Pausen. Kurze Moderationen führten durch den Abend, erklärten Hintergründe und bezogen das Publikum über Mitklatsch-Aktionen und gemeinsame Countdowns immer wieder aktiv ein.

Nach gut zwei Stunden erreichte „Viva“ mit einem groß angelegten Finale seinen Höhepunkt. Noch einmal füllten alle Mitwirkenden die Arena, kombinierten Elemente aus Turnen, Tanz und Akrobatik zu einer gemeinsamen Schlusschoreografie. Konfettiregen, intensives Licht und der letzte Akkord der Musik sorgten schließlich für den Übergang in lang anhaltende Standing Ovations.

Mit dem Festival der Turnkunst „Viva“ wurde deutlich, welche Rolle der Turnsport in Dortmund und der Region spielt – sowohl im Spitzensport als auch in der Breite. Die 6500 Besucher nahmen nicht nur eindrucksvolle Bilder mit nach Hause, sondern auch eine spürbare Portion Motivation für das neue Jahr. Für viele Kinder und Jugendliche dürfte dieser Abend ein zusätzlicher Anreiz sein, selbst aktiv zu werden – im Verein um die Ecke oder in einer der zahlreichen Turngruppen in und um Dortmund.

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