Gewalt eskaliert in der Dortmunder Innenstadt
In der Nacht zum Samstag ist es in der Dortmunder Innenstadt zu einem schweren Raub gekommen. Zwei junge Männer wurden dabei von einer Gruppe attackiert, geschlagen und getreten. Zudem setzten die Täter Pfefferspray ein, bevor sie Wertgegenstände raubten und flüchteten.
Dank einer sofort eingeleiteten Fahndung konnte die Polizei kurze Zeit später sieben mutmaßliche Täter vorläufig festnehmen. Gegen sie laufen nun Ermittlungen wegen schweren Raubes.
Streit auf der Linienstraße entwickelt sich zu gewalttätigem Überfall
Nach bisherigen Erkenntnissen hielten sich gegen 1:40 Uhr ein 24-jähriger Düsseldorfer und ein 23-jähriger Dortmunder auf der Linienstraße in Dortmund auf. In Höhe der Hausnummer 16 gerieten die beiden Männer zunächst in eine verbale Auseinandersetzung mit einer größeren Personengruppe.
Die Situation eskalierte wenig später. Die Gruppe soll die beiden Männer mit Schlägen und Tritten attackiert haben. Darüber hinaus setzten die Angreifer Pfefferspray ein, wodurch die Opfer zusätzlich verletzt wurden.
Täter erbeuten Handy und Weste
Während des Angriffs raubten die Tatverdächtigen dem 24-jährigen Düsseldorfer sein Mobiltelefon sowie seine Weste. Anschließend flüchteten die Beteiligten vom Tatort.
Die Polizei reagierte unmittelbar auf den Notruf und leitete umfangreiche Fahndungsmaßnahmen im Nahbereich ein.
Sieben Tatverdächtige kurze Zeit später gestellt
Die Fahndung führte schnell zum Erfolg. Im Bereich der Steinstraße konnten Einsatzkräfte sieben tatverdächtige Männer antreffen und kontrollieren.
Bei den Festgenommenen handelt es sich um vier Männer aus Menden im Alter von 19, 19, 19 und 22 Jahren, einen 17-jährigen Jugendlichen aus Iserlohn, einen 42-jährigen Dortmunder sowie einen 19-jährigen Bulgaren ohne festen Wohnsitz in Deutschland.
Die Verdächtigen wurden vorläufig festgenommen und zur weiteren Bearbeitung auf eine Polizeiwache gebracht.
Opfer erleiden Verletzungen durch den Angriff
Der 24-jährige Düsseldorfer sowie der 23-jährige Dortmunder wurden bei dem Überfall verletzt. Nach Angaben der Polizei blieben die Verletzungen jedoch vergleichsweise leicht.
Die Männer konnten nach der medizinischen Versorgung entsprechende Aussagen zum Tatgeschehen machen und die Ermittlungen unterstützen.
Kriminalpolizei führt erkennungsdienstliche Maßnahmen durch
Die sieben Tatverdächtigen wurden durch die Kriminalpolizei erkennungsdienstlich behandelt. Dabei sicherten die Ermittler unter anderem Fotos und weitere persönliche Daten der Beschuldigten.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen mussten die Männer die Polizeiwache jedoch wieder verlassen. Nach Angaben der Polizei lagen die rechtlichen Voraussetzungen für die Anordnung einer Untersuchungshaft nicht vor.
Sicherheitsleistung gegen 19-jährigen Bulgaren
Der 19-jährige Bulgare ohne festen Wohnsitz in Deutschland musste im Rahmen des Verfahrens zusätzlich eine Sicherheitsleistung hinterlegen.
Diese Maßnahme dient dazu, die Durchführung des Strafverfahrens sicherzustellen und mögliche spätere gerichtliche Schritte abzusichern.
Ermittlungen wegen schweren Raubes laufen weiter
Die Polizei Dortmund ermittelt nun wegen schweren Raubes gegen alle sieben Tatverdächtigen. Die Beamten prüfen dabei unter anderem die jeweiligen Tatbeteiligungen und den genauen Ablauf des Angriffs.
Der Fall reiht sich in mehrere nächtliche Gewalttaten ein, die Einsatzkräfte am Halloween-Wochenende in Nordrhein-Westfalen beschäftigen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.



