Sicherheitskonzept des Klinikums Dortmund sorgt bundesweit für Aufmerksamkeit
Das Klinikum Dortmund setzt mit seinem umfassenden Sicherheitskonzept neue Maßstäbe im Gesundheitswesen. Fünf Monate nach dem Start des ersten deutschen Bodycam-Pilotprojekts in Zentralen Notaufnahmen hat sich NRW-Innenminister Herbert Reul vor Ort über die bisherigen Erfahrungen informiert. Anlass des Besuchs war das wachsende Interesse anderer Kliniken an den Maßnahmen zum Schutz von Beschäftigten vor Gewalt und Aggressionen.
Herbert Reul informiert sich über Bodycam-Einsatz im Krankenhaus
Bei seinem Besuch am Klinikum Dortmund sprach Innenminister Herbert Reul gemeinsam mit Arbeitsdirektor und Geschäftsführer Michael Kötzing mit Mitarbeitenden der Zentralen Notaufnahme am Klinikzentrum Mitte. Im Fokus standen die Erfahrungen mit den eingesetzten Bodycams sowie die allgemeine Sicherheitslage im Klinikalltag.
Das Klinikum Dortmund gilt bundesweit als Vorreiter, da es als erstes Krankenhaus in Deutschland den Einsatz von Bodycams in Notaufnahmen testweise eingeführt hat.
Zunehmende Gewalt gegen medizinisches Personal als Auslöser
Hintergrund des Projekts ist die deutschlandweit steigende Zahl von Bedrohungen, Beleidigungen und körperlichen Übergriffen gegen Beschäftigte im Gesundheitswesen. Insbesondere Mitarbeitende in Notaufnahmen sehen sich immer häufiger mit aggressivem Verhalten konfrontiert.
Mit dem Pilotprojekt sollen sowohl das Sicherheitsgefühl der Beschäftigten gestärkt als auch potenzielle Angreifer abgeschreckt werden.
Reul: „Wo Menschen helfen, darf Gewalt keinen Platz haben“
NRW-Innenminister Herbert Reul betonte die Bedeutung eines wirksamen Schutzes für Beschäftigte im Gesundheitswesen. Nach seinen Worten benötigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Notaufnahmen Schutz, Verlässlichkeit und eine klare Rückendeckung.
Das Bodycam-Pilotprojekt sende daher ein starkes Signal gegen Gewalt und für mehr Sicherheit an den Arbeitsplätzen im Krankenhaus.
Klinikum setzt auf umfassendes Sicherheitspaket
Nach Angaben von Arbeitsdirektor Michael Kötzing sind Bodycams nur ein Bestandteil eines umfangreichen Schutzkonzepts. Das Klinikum Dortmund hat in den vergangenen Monaten zahlreiche weitere Maßnahmen etabliert und kontinuierlich ausgebaut.
Das Ziel sei es, Beschäftigte bestmöglich vor Bedrohungen und Angriffen zu schützen und ein sicheres Arbeitsumfeld zu schaffen.
Sicherheit rund um die Uhr an beiden Klinikstandorten
Zum Sicherheitskonzept gehören unter anderem ein rund um die Uhr eingesetzter Sicherheitsdienst an beiden Klinikstandorten, Deeskalations- und Selbstverteidigungstrainings für Mitarbeitende sowie verschiedene bauliche Schutzmaßnahmen.
Darüber hinaus stehen Unterstützungsangebote für Beschäftigte bereit. Eine Hausordnung ermöglicht zudem in besonders schweren Fällen die Verhängung von Hausverboten.
Bundesweites Interesse am Dortmunder Modellprojekt
Das Bodycam-Pilotprojekt im Klinikum Dortmund stößt inzwischen bundesweit auf großes Interesse. Nach Angaben der Klinik informieren sich immer mehr Krankenhäuser über die Erfahrungen aus Dortmund. Dies unterstreicht den steigenden Handlungsbedarf beim Schutz von medizinischem Personal in Deutschland.




