Anwohnerin wird durch laute Geräusche geweckt und alarmiert die Polizei
In der Nacht zum Donnerstag (15. Oktober) kam es im Dortmunder Stadtteil Bövinghausen zu einer Serie von Autoaufbrüchen. Mehrere geparkte Fahrzeuge wurden beschädigt, bevor die Polizei im Rahmen einer sofort eingeleiteten Fahndung drei Jugendliche als Tatverdächtige vorläufig festnehmen konnte.
Ausgelöst wurde der Polizeieinsatz gegen 2:10 Uhr, als eine Anwohnerin des Titaniawegs durch laute Geräusche aus dem Schlaf gerissen wurde. Als die Frau aus dem Fenster schaute, bemerkte sie eine Person, die mit einem Gegenstand auf die Scheibe eines geparkten Autos einschlug. Geistesgegenwärtig verständigte sie über den Notruf 110 die Polizei.
Fünf Fahrzeuge auf Bewohnerparkplätzen beschädigt
Wenig später trafen Einsatzkräfte am Tatort ein und überprüften die Umgebung. Auf den Bewohnerparkplätzen eines Mehrfamilienhauses sowie im direkten Umfeld machten die Beamten eine Reihe von Schäden fest.
Insgesamt wurden fünf Fahrzeuge festgestellt, deren Fensterscheiben eingeschlagen worden waren. Darüber hinaus ergaben sich deutliche Hinweise darauf, dass die Autos nach Wertgegenständen durchwühlt worden waren. Die Ermittler gehen daher von einem besonders schweren Fall des Diebstahls aus Kraftfahrzeugen aus.
Großfahndung führt schnell zu drei Tatverdächtigen
Nach Bekanntwerden der Taten leitete die Polizei unverzüglich Fahndungsmaßnahmen im Nahbereich ein. Diese führten bereits kurze Zeit später zum Erfolg.
Die Beamten trafen auf drei Jugendliche im Alter von 15, 15 und 16 Jahren, die den Personenbeschreibungen der Zeugin entsprachen. Aufgrund der Übereinstimmungen gerieten die Jugendlichen unmittelbar in den Fokus der Ermittlungen.
Teleskopschlagstock bei einem Jugendlichen gefunden
Im Rahmen der Kontrolle machten die Einsatzkräfte bei einem der Jugendlichen eine weitere Feststellung. Die Beamten fanden einen Teleskopschlagstock, der sich im Besitz eines Tatverdächtigen befand.
Die Polizei stellte den Gegenstand sicher und brachte das Trio anschließend zur Polizeiwache. Dort erfolgte die erkennungsdienstliche Behandlung. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Jugendlichen an ihre Erziehungsberechtigten übergeben.
Strafanzeigen und Information an das Jugendamt
Gegen die drei Tatverdächtigen fertigten die Beamten Strafanzeigen wegen des besonders schweren Falls des Diebstahls aus Kraftfahrzeugen. Zusätzlich wurde ein Bericht an das zuständige Jugendamt erstellt.
Die Ermittlungen dauern weiterhin an. Die Polizei prüft derzeit die genaue Schadenshöhe an den betroffenen Fahrzeugen sowie die Frage, ob und welche Gegenstände aus den Autos entwendet wurden.
Polizei warnt vor sichtbaren Wertgegenständen im Fahrzeug
Im Zusammenhang mit den aktuellen Autoaufbrüchen weist die Polizei erneut darauf hin, keine Wertgegenstände sichtbar im Fahrzeug zurückzulassen. Insbesondere Mobiltelefone, Laptops, Geldbörsen, Kameras oder andere elektronische Geräte können für Täter einen erheblichen Anreiz darstellen.
Nach Angaben der Polizei sind solche Gegenstände häufig nicht vollständig über die Fahrzeugversicherung abgesichert. Betroffene bleiben daher oftmals auf einem Teil des finanziellen Schadens sitzen.
Fahrzeugpapiere und Schlüssel niemals im Auto lassen
Die Ermittler empfehlen außerdem, Ausweise, Fahrzeugpapiere sowie Haus- und Wohnungsschlüssel grundsätzlich mitzunehmen. Dokumente, die Rückschlüsse auf die Wohnanschrift zulassen, sollten ebenfalls niemals im Fahrzeug aufbewahrt werden.
Dadurch kann verhindert werden, dass Täter nach einem Autoaufbruch weitere Straftaten wie Wohnungseinbrüche begehen oder persönliche Daten missbrauchen.
Sichere Parkplätze können das Risiko deutlich reduzieren
Die Wahl des Abstellortes spielt nach Einschätzung der Polizei eine wichtige Rolle beim Schutz vor Fahrzeugaufbrüchen. Fahrzeughalter sollten nach Möglichkeit Garagen nutzen und diese stets verschlossen halten.
Ist dies nicht möglich, empfiehlt die Polizei gut beleuchtete und stark frequentierte Straßen oder Parkflächen. Zudem sollte nach dem Verlassen des Fahrzeugs immer überprüft werden, ob die Zentralverriegelung tatsächlich aktiviert wurde. Moderne Täter nutzen teilweise Funkblocker, um das Verriegelungssignal von Autoschlüsseln zu stören.
Autoschlüssel besonders sorgfältig aufbewahren
Ein weiterer Schwerpunkt der Präventionshinweise betrifft den Umgang mit Fahrzeugschlüsseln. Die Polizei rät dazu, Schlüssel niemals unbeaufsichtigt liegen zu lassen und sie stets unmittelbar am Körper zu tragen.
Auch Ersatzschlüssel sollten nicht im Fahrzeug deponiert werden. Stattdessen sollten sie an einem sicheren und ausschließlich dem Fahrzeughalter bekannten Ort aufbewahrt werden.
Polizei bittet Opfer von Autoaufbrüchen um schnelles Handeln
Wer Opfer eines Fahrzeugaufbruchs wird, sollte laut Polizei keine Veränderungen am Tatort vornehmen. So können wichtige Spuren für die Ermittlungen erhalten bleiben.
Betroffene werden gebeten, umgehend die Polizei über den Notruf 110 zu verständigen. Nur wenn die Tat zeitnah gemeldet wird, können Fahndungsmaßnahmen eingeleitet und mögliche Beweise gesichert werden.



