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Dortmund: Aus dem Kronenturm wird ein Wohn-Hotspot – Dortmund startet Großprojekt an der Märkischen Straße
© Stadt Dortmund

Dortmund: Aus dem Kronenturm wird ein Wohn-Hotspot – Dortmund startet Großprojekt an der Märkischen Straße


Der Kronenturm in der östlichen Innenstadt von Dortmund soll als moderner Wohnturm neu entstehen. Das markante Wahrzeichen, das seit knapp drei Jahrzehnten leer steht, war einst Teil des Hauptsitzes der früheren Kronen-Brauerei und prägt das Quartier bis heute. Mit dem geplanten Umbau wächst das Umfeld rund um die Kronenburg zu einem neuen Stadtquartier mit insgesamt rund 150 Wohnungen, Gastronomie, kleinen Läden und Büros.

Die Planungen für das Projekt werden seit mehr als einem Jahr von der LINIM-Gruppe weiterentwickelt. Inzwischen hat sich auch der Gestaltungsbeirat erneut mit den Entwürfen befasst. Hintergrund der Überarbeitung sind Untersuchungen zur Bausubstanz, nach denen nur Teile des alten Wenkershauses erhalten bleiben können. Der Kronenturm selbst soll deshalb zurückgebaut und in gleicher Kubatur als Wohnturm mit 19 Geschossen und 66 Wohnungen komplett neu errichtet werden. Ein besonderes architektonisches Element soll ein nutzbarer Dachgarten werden, der von einer Krone eingefasst ist.

Auch die bestehenden Gebäude auf dem Areal werden deutlich aufgewertet. Das Unter-, Erd- und erste Obergeschoss des Wenkers-Gebäudes sollen erhalten bleiben und um zwei weitere Geschosse auf insgesamt sieben Vollgeschosse ergänzt werden. Das ehemalige Sudhaus wird neu gebaut, in der Fläche nach Norden und Westen erweitert und künftig fünf Vollgeschosse erhalten. Das beauftragte Büro RKW Architektur + sieht die beiden Backsteingebäude als gestalterische Einheit. Im Untergeschoss und in Teilen des Erdgeschosses ist vor allem Gastronomie vorgesehen, während im Sud- und Wenkershaus insgesamt Platz für 39 Wohnungen entsteht, darunter auch Einheiten im Townhouse-Stil mit eigenem Eingang und Garten.

Direkt an der Märkischen Straße ist zudem ein weiterer Neubau geplant. Südlich des Kronenturms soll ein Gebäude mit sieben Geschossen entstehen, das verschiedene Nutzungen kombiniert und unter anderem 32 Wohnungen umfasst. Das bestehende L-förmige Wohngebäude an der Kronenstraße, ebenfalls im Besitz der LINIM-Gruppe, erhält am kurzen östlichen Schenkel einen Anbau mit acht Wohnungen. Dadurch soll die bisherige Brandwand entfallen und durch eine gestaltete Fassadenlösung ersetzt werden.

Das neue Ensemble wird zur Märkischen Straße hin mit einem gestalteten Vorplatz geöffnet. Außerdem sind zwei begrünte Innenhöfe vorgesehen, die das Quartier aufwerten und für mehr Aufenthaltsqualität sorgen sollen. Die neue Tiefgarage wird an die beiden vorhandenen Tiefgaragen angeschlossen und über eine gemeinsame Ein- und Ausfahrt an der Kronenstraße erschlossen.

Die Pläne weichen in mehreren Punkten vom rund 25 Jahre alten Bebauungsplan für das Gelände ab. Die Stadtverwaltung begrüßt das Vorhaben jedoch ausdrücklich, vor allem weil mehr als 90 Prozent der Fläche für Wohnen vorgesehen sind. Deshalb soll der Rat der Stadt die Abweichungen genehmigen und auf ein aufwendiges Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans verzichten. Stattdessen soll das Projekt mit dem sogenannten Bauturbo beschleunigt werden.


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