Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und Bundestrainer Julian Nagelsmann gehen ab sofort getrennte Wege. Nach dem enttäuschenden Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko wurde das Vertragsverhältnis mit dem 38-Jährigen mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Dies teilte der DFB nach einer Sitzung der Verbandsspitze offiziell mit.
Nagelsmann zieht Konsequenzen nach frühem WM-Aus
Nach Angaben des DFB hatte Julian Nagelsmann die Verbandsführung bereits in einem vertraulichen Gespräch darum gebeten, ihn von seinen Aufgaben als Bundestrainer zu entbinden. Der Antrag wurde von den DFB-Gremien angenommen.
Nagelsmann erklärte, er habe die Entscheidung nach intensiven Gesprächen mit seinem Umfeld und Verantwortlichen des Verbandes getroffen. Die Mannschaft verdiene nach der herben Enttäuschung bei der WM einen unbelasteten Neuanfang. Gleichzeitig bedankte sich der ehemalige Bundestrainer bei Spielern, Betreuern, Mitarbeitern und insbesondere bei den Fans für die Unterstützung.
DFB dankt Nagelsmann für seine Arbeit
DFB-Präsident Bernd Neuendorf würdigte die Verdienste des Trainers und lobte dessen großes Engagement sowie seine verantwortungsbewusste Arbeit für die Nationalmannschaft. Auch Sportdirektor Rudi Völler zeigte Respekt für die Entscheidung und bezeichnete Nagelsmann als herausragenden Trainer, der Verantwortung über persönliche Interessen gestellt habe.
Auch Trainerteam verlässt den Verband
Mit Julian Nagelsmann verlassen auch seine Assistenten Benjamin Glück und Benjamin Hübner den DFB. Der Verband bedankt sich ausdrücklich für deren Einsatz während ihrer Tätigkeit im Trainerstab der Nationalmannschaft.
Jürgen Klopp gilt als Wunschkandidat
Nach der Trennung beginnt beim DFB die Suche nach einem neuen Bundestrainer. Der Verband bestätigte bereits, das Gespräch mit Jürgen Klopp suchen zu wollen. Demnach habe der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund und dem FC Liverpool seine grundsätzliche Bereitschaft für die Übernahme des Trainerpostens signalisiert.
Klopp gilt seit Tagen als Top-Favorit auf die Nachfolge von Nagelsmann und könnte eine neue Ära beim DFB einläuten.
Andreas Rettig verlängert Vertrag nicht
Zusätzlich gab Sport-Geschäftsführer Andreas Rettig bekannt, seinen zum Jahresende auslaufenden Vertrag aus persönlichen Gründen nicht verlängern zu wollen. Über diese Entscheidung hatte er den DFB-Präsidenten bereits vor Beginn der Weltmeisterschaft informiert.



