Am Sonntagabend (ca. 22:15 Uhr) kam es in Castrop-Rauxel in einer Wohnung im Stadtteil Rauxel zu einem Streit zwischen zwei Brüdern. Dabei wurde einer der beiden schwer, der andere tödlich verletzt.
Nach ersten Erkenntnissen stritten sich der 33-Jährige und der 39-Jährige (beide aus Castrop-Rauxel) zunächst verbal. Im weiteren Verlauf verletzten sich die beiden Männer schwer mit einer Stichwaffe. Zeugen informierten die Polizei.
Der 39-Jährige verstarb trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen noch vor Ort. Der 33-Jährige wurde in der Tatwohnung, in der er wohnhaft ist, durch die Polizei vorläufig festgenommen. Er musste aufgrund seiner Verletzungen in ein Krankenhaus transportiert werden.
Nach seinen ersten Angaben habe er sich gegen Angriffe seines Bruders verteidigt. Die Obduktion des Verstorbenen soll am heutigen frühen Nachmittag durchgeführt werden.
Für die weiteren Ermittlungen ist eine Mordkommission beim Polizeipräsidium Recklinghausen eingerichtet.
Update:
Nach der erneuten Vernehmung des Beschuldigten, die heute bis in die späten Abendstunden im Beisein seines Verteidigers stattfand, wurde entschieden, den Beschuldigten nicht dem Haftrichter vorzuführen. Er hat auch in seiner erneuten Vernehmung angegeben, dass der Angriff von seinem Bruder ausgegangen sei. Dieser habe ihm nach einem Streit mit einem Küchenmesser in den Oberschenkel gestochen. Ihm sei es anschließend gelungen, seinem Bruder das Messer zu entreißen, er habe anschließend zugestochen.
Der Beschuldigte verbleibt zunächst im Krankenhaus.
Die Ermittlungen dauern weiter an. Insbesondere wird überprüft werden, ob die geschilderte Notwehrlage zutrifft.



