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Bremerhaven: Kreuzfahrtschiff kollidiert in Bremerhaven mit zwei Containerschiffen – Sturmböe verursacht schwere Schäden – Kapitän im Fokus der Polizei
© Radosewic I Symbolbild

Bremerhaven: Kreuzfahrtschiff kollidiert in Bremerhaven mit zwei Containerschiffen – Sturmböe verursacht schwere Schäden – Kapitän im Fokus der Polizei


Dramatischer Zwischenfall beim Auslaufen eines Kreuzfahrtschiffes

Bei stürmischem Wetter ist es am Sonntagabend in Bremerhaven zu einem schweren Schiffsunfall gekommen. Ein Kreuzfahrtschiff kollidierte beim Auslaufmanöver mit zwei an der Stromkaje liegenden Containerschiffen. Verletzt wurde niemand, allerdings entstanden an allen beteiligten Schiffen teils erhebliche Sachschäden.

Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen.

Sturmböe bringt Kreuzfahrtschiff vom Kurs ab

Nach bisherigen Erkenntnissen lag das Kreuzfahrtschiff am Kreuzfahrt-Terminal in Bremerhaven und wollte mit Unterstützung mehrerer Schlepper zu einer Reise in Richtung Kanaren auslaufen.

Während des Manövers auf Höhe der Stromkaje wurde das Schiff von einer starken Windböe erfasst. Dadurch trieb es unkontrolliert auf zwei festgemachte Containerschiffe zu.

Trotz der eingeleiteten Gegenmaßnahmen konnte eine Kollision nicht mehr verhindert werden.

Erheblicher Schaden an großem Containerschiff

Während der Zusammenstoß am kleineren der beiden Containerschiffe lediglich leichte Schäden verursachte, wurden die Folgen für das größere Schiff deutlich gravierender.

Durch die Kollision wurde die Backbordseite des Frachters auf mehreren Metern Länge aufgerissen. Zusätzlich deformierten sich Teile der Containerführungen erheblich.

Der entstandene Schaden wird von Experten als beträchtlich eingestuft.

Keine Gefahr durch Wassereinbruch

Trotz der massiven Beschädigungen bestand zu keinem Zeitpunkt die Gefahr eines Sinkens. Die beschädigten Bereiche befanden sich mehrere Meter oberhalb der Wasserlinie.

Dadurch drang weder in das Kreuzfahrtschiff noch in eines der beiden Containerschiffe Wasser ein. Auch Umweltgefahren durch austretende Betriebsstoffe wurden bislang nicht festgestellt.

Kreuzfahrtschiff muss Reise abbrechen

Nach dem Unfall wurde die geplante Kreuzfahrt umgehend gestoppt. Das betroffene Kreuzfahrtschiff kehrte daraufhin zum Kreuzfahrtterminal in Bremerhaven zurück.

Dort werden nun die Schäden begutachtet und weitere Maßnahmen vorbereitet.

Für die Passagiere bedeutete der Zwischenfall ein abruptes Ende der geplanten Abreise in Richtung Kanarische Inseln.

Rettungsboote und Außenhaut beschädigt

Auch am Kreuzfahrtschiff selbst entstand erheblicher Sachschaden. Besonders betroffen sind mehrere Rettungsboote sowie die dazugehörigen Davit-Kräne, mit denen die Rettungsmittel ausgebracht werden.

Zusätzlich wurde die Außenhaut des Schiffes beschädigt. Das genaue Ausmaß der Schäden wird derzeit untersucht.

Auslaufverbot für alle beteiligten Schiffe

Die zuständige Dienststelle Schiffssicherheit reagierte unmittelbar auf den Vorfall und verhängte für alle drei beteiligten Schiffe ein vorläufiges Auslaufverbot.

Dadurch soll sichergestellt werden, dass sämtliche Schäden vollständig überprüft und mögliche Sicherheitsrisiken ausgeschlossen werden können.

Erst nach Abschluss der technischen Untersuchungen und einer Freigabe durch die zuständigen Behörden dürfen die Schiffe ihre Fahrt fortsetzen.

Wasserschutzpolizei untersucht Unfallhergang

Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen übernommen und untersucht nun die genauen Umstände des Unfalls.

Dabei wird geprüft, welche Rolle die starken Windverhältnisse spielten und ob weitere Faktoren zum Zusammenstoß beigetragen haben. Auch die Abläufe während des Auslaufmanövers werden Bestandteil der Ermittlungen sein.

Sturmbedingte Zwischenfälle in deutschen Häfen nehmen zu

Der Vorfall in Bremerhaven zeigt erneut, welche Herausforderungen starke Windverhältnisse für die Schifffahrt darstellen können. Gerade bei großen Kreuzfahrtschiffen und Frachtern können heftige Böen selbst bei unterstützenden Schleppmanövern erhebliche Auswirkungen auf die Manövrierfähigkeit haben.

Glücklicherweise blieb es in diesem Fall bei Sachschäden. Personen kamen bei dem Schiffsunfall nicht zu Schaden.


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