Polizei zieht Bilanz nach umfangreichen Geschwindigkeitskontrollen
Die Polizei im Märkischen Kreis hat am 21. und 22. Oktober 2026 umfangreiche Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt und dabei zahlreiche Verstöße festgestellt. Insgesamt passierten 2.241 Fahrzeuge die verschiedenen Kontrollstellen in Plettenberg, Menden, Iserlohn und Werdohl.
Die Bilanz zeigt deutlich, dass viele Verkehrsteilnehmer weiterhin zu schnell unterwegs sind. Neben zahlreichen Verwarnungen mussten die Beamten auch mehrere Ordnungswidrigkeitenanzeigen fertigen. In einem Fall droht sogar ein Fahrverbot.
Plettenberg: Spitzenreiter mit 86 km/h in der 50er-Zone
Den größten Kontrollumfang verzeichneten die Einsatzkräfte auf der Kroppstraße (K5) in Plettenberg. Dort wurden zwischen 10.36 Uhr und 15.45 Uhr insgesamt 1.440 Fahrzeuge mit moderner ESO-Messtechnik gemessen.
124 Verkehrsteilnehmer waren zu schnell unterwegs und erhielten ein Verwarngeld. Zusätzlich fertigten die Beamten 28 Ordnungswidrigkeitenanzeigen.
Besonders negativ fiel ein Pkw mit MK-Kennzeichen auf. Das Fahrzeug wurde innerhalb geschlossener Ortschaften bei erlaubten 50 km/h mit 86 km/h gemessen. Den Fahrer oder die Fahrerin erwartet nun neben einem empfindlichen Bußgeld auch ein Fahrverbot.
Menden: Mehrere Verstöße in Tempo-30-Zone
Bereits zuvor hatten die Beamten in Menden auf der Straße „Auf der Haar“ eine Radarkontrolle durchgeführt.
Von den dort kontrollierten 101 Fahrzeugen überschritten acht Fahrer die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Der höchste gemessene Wert lag bei 43 km/h in einer Tempo-30-Zone. Auch hier war ein Pkw mit MK-Kennzeichen betroffen.
Iserlohn-Letmathe: 40 Verstöße auf der Brinkhofstraße
Am Nachmittag konzentrierte sich die Kontrolle auf die Brinkhofstraße in Iserlohn-Letmathe.
Zwischen 14.35 Uhr und 16.25 Uhr überprüfte die Polizei dort 400 Fahrzeuge. Insgesamt wurden 37 Verwarnungen ausgesprochen und drei Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt.
Besonders auffällig war ein Pkw aus Hagen. Das Fahrzeug wurde in einer Tempo-30-Zone mit 52 km/h gemessen und überschritt die zulässige Höchstgeschwindigkeit damit deutlich.
Kesbern: Auto rast mit 56 km/h durch 30er-Zone
Auch in Iserlohn-Kesbern kontrollierten die Beamten die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer.
Auf der Kesberner Straße wurden zwischen 17 Uhr und 18.05 Uhr insgesamt 101 Fahrzeuge gemessen. Dabei registrierte die Polizei zehn Verstöße im Verwarnungsbereich sowie zwei weitere Anzeigen.
Der höchste gemessene Wert lag bei 56 km/h innerhalb einer Tempo-30-Zone. Der betreffende Pkw trug ein Kennzeichen aus dem Hochsauerlandkreis.
Werdohl: Weitere Verstöße am Donnerstagmorgen
Am Donnerstagmorgen wurde die Messreihe in Werdohl-Ütterlingsen auf der Ütterlingser Straße (B236) fortgesetzt.
Zwischen 8.25 Uhr und 10.15 Uhr kontrollierten die Beamten 199 Fahrzeuge mittels ESO-Technik. Acht Fahrer überschritten die zulässige Geschwindigkeit.
Der traurige Spitzenwert lag bei 68 km/h statt der erlaubten 50 km/h innerhalb geschlossener Ortschaften. Auch in diesem Fall trug das Fahrzeug ein Kennzeichen des Märkischen Kreises.
Überhöhte Geschwindigkeit bleibt Unfallursache Nummer eins
Die Polizei weist erneut darauf hin, dass nicht angepasste Geschwindigkeit weiterhin zu den Hauptursachen schwerer Verkehrsunfälle zählt.
Gerade im Herbst verschärfen nasse Fahrbahnen, Laub und eingeschränkte Sichtverhältnisse die Gefahren im Straßenverkehr erheblich. Selbst das Einhalten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit kann unter bestimmten Bedingungen bereits zu schnell sein.
Polizei appelliert an Verkehrsteilnehmer
Die Beamten rufen daher alle Verkehrsteilnehmer dazu auf, ihre Fahrweise den aktuellen Straßen- und Wetterverhältnissen anzupassen.
Besonders auf nassen oder mit Laub bedeckten Fahrbahnen verlängern sich Bremswege deutlich. Wer vorausschauend fährt und das Tempo reduziert, kann gefährliche Situationen vermeiden und leistet einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit.



