Borussia Dortmund kann einen echten Transfer-Coup feiern: Alexandra Popp (34) schließt sich zur Saison 2026/27 den BVB-Frauen an – und das sogar ablösefrei vom VfL Wolfsburg. Die dreimalige „Fußballerin des Jahres“ unterschreibt bei den Schwarzgelben einen langfristigen Vertrag bis zum 30. Juni 2029 und soll damit zum zentralen Gesicht des noch jungen Frauenfußball-Projekts in Dortmund werden.
Riesiger Name für den BVB-Frauenfußball
Borussia Dortmunds Sprecher der Geschäftsführung, Carsten Cramer, gerät angesichts des Transfers regelrecht ins Schwärmen. Für ihn ist Alexandra Popp „eine der prägendsten Figuren im nationalen und internationalen Frauenfußball“. Er erinnert daran, welche Erfolgsgeschichten sie in den vergangenen Jahren sowohl mit dem VfL Wolfsburg als auch mit der deutschen Nationalmannschaft geschrieben hat. Diese Mischung aus Titeln, Mentalität und Vorbildfunktion mache Popp für den BVB so wertvoll.
Cramer betont, wie beeindruckend Pops Karriere bislang verlaufen ist und wie wichtig sie für die Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland war. Umso größer sei die Freude beim Verein, dass es gelungen ist, die Stürmerin „für unseren ambitionierten Weg zu begeistern“. Popp soll demnach nicht nur sportlich helfen, sondern auch Strahlkraft und Professionalität in das gesamte Projekt bringen.
„Dickes Ausrufezeichen“ für die BVB-Ambitionen
Auch Geschäftsführerin Svenja Schlenker hebt die Bedeutung des Transfers hervor. Sie spricht von einem „dicken Ausrufezeichen“ für die Ambitionen des BVB im Frauenfußball. Wenn sich eine Spielerin von diesem Format ganz bewusst für Borussia Dortmund entscheide, sei das „ein starkes Signal für die Bedeutung und Zukunft des Frauenfußballs in Dortmund“.
Der Wechsel von Popp soll damit auch nach außen zeigen: Der BVB meint es ernst mit dem Aufbau eines Top-Teams bei den Frauen. Die Verpflichtung einer Weltklasse-Spielerin wie Popp dürfte es dem Klub in Zukunft erleichtern, weitere Top-Talente und erfahrene Kräfte von einem Wechsel nach Dortmund zu überzeugen.
Pops beeindruckende Erfolgsbilanz
Alexandra Popp bringt eine enorme Erfahrung mit an den Borsigplatz. Die Angreiferin absolvierte 145 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft und erzielte dabei 67 Tore. In der Bundesliga kommt sie bislang auf 332 Einsätze mit 158 Treffern. Dazu stehen 89 Champions-League-Spiele in ihrer Vita, in denen sie 36 Tore erzielte.
Ihre Titelsammlung liest sich wie die Karriere einer absoluten Weltklassespielerin: Popp gewann dreimal die Champions League, wurde siebenmal Deutsche Meisterin und holte 13-mal den DFB-Pokal. Ein besonderer Höhepunkt war zudem Olympia-Gold 2016 in Rio, als sie mit der DFB-Auswahl den größten Erfolg im Frauenfußball bei Olympischen Spielen feiern konnte.
Rückkehr ins Ruhrgebiet
Nach 14 Jahren beim VfL Wolfsburg kehrt Popp nun in ihre Heimatregion zurück. Die gebürtige Wittenerin zieht es damit zurück ins Ruhrgebiet, das sie nie ganz aus dem Herzen verloren hat. Mit dem Wechsel zu Borussia Dortmund schließt sich für sie auch ein emotionaler Kreis: Ein Traditionsverein mit riesiger Fanbasis, in dessen Stadion sie nun im BVB-Trikot auflaufen möchte.
Popp über ihre Entscheidung für den BVB
Alexandra Popp macht kein Geheimnis daraus, wie viel ihr dieser Schritt bedeutet. „Mein Herz schlägt für diesen Verein“, sagt sie. Sie verweist auch auf den Zeitpunkt in ihrer Karriere: Sie bewege sich langsam auf das Ende ihrer aktiven Laufbahn zu und müsse verstärkt auf ihren Körper hören. Gerade deshalb habe sie die Gelegenheit, noch im BVB-Trikot zu spielen, auf keinen Fall verpassen wollen.
Das Interesse des BVB habe sie „vom ersten Moment an stolz gemacht“, erzählt Popp. Sie habe sofort „ein großes Grinsen im Gesicht“ gehabt. Besonders reizt sie die Möglichkeit, „den bislang so erfolgreichen Weg künftig mitentwickeln zu dürfen“. Damit macht sie deutlich: Sie sieht sich nicht nur als Star-Neuzugang, sondern auch als Mitgestalterin der weiteren Entwicklung des Frauenfußballs bei Borussia Dortmund – auf dem Platz und daneben.
Unterm Strich holt sich Borussia Dortmund mit Alexandra Popp also weit mehr als eine Top-Stürmerin: Der Klub gewinnt eine Führungsspielerin, Identifikationsfigur und Aushängeschild, die dem BVB-Frauenprojekt einen gewaltigen Schub geben dürfte.



