Während sich weitere große Reisewellen in Richtung der Urlaubsziele bewegen, sind auch die Rückreisespuren wieder stark frequentiert. In Teilen des Landes enden die Ferien, in anderen sind sie in vollem Gange – es besteht also viel Potenzial für überfüllte Reiserouten, betont der ACE, Europas Mobilitätsbegleiter. Auf sämtlichen Fernstrecken in Richtung Süden und an die Küsten ist die Staugefahr sehr hoch. Rückreiserouten in nördlicher und nordwestlicher Richtung sind ebenso voll. Bei schönem Sommerwetter sind zudem zahllose Menschen an die Badeseen, in Naherholungsgebiete sowie zu Festen und Festivals unterwegs, sodass auch auf dem untergeordneten Straßennetz ein sehr hohes Verkehrsaufkommen zu erwarten ist.
Hinweis: In seiner Rolle als Europas Mobilitätsbegleiter berichtet der ACE im Rahmen des ACE-Verkehrslageberichts ab sofort auch über Großbaustellen im Fernverkehr der Deutschen Bahn – zu finden sind diese in den detaillierten Verkehrsprognosen.
Kurzübersicht
· Urlaubshochsaison: sehr hohe Verkehrsdichte mit Staugefahr
· Regional Ferienende: Rückreiserouten stark frequentiert
· Transitstrecken im benachbarten Ausland weiterhin sehr stark belastet
Freitag
Weniger Feierabendverkehr in Regionen mit Schulferien entlastet die Nebenstrecken, auf den Reiserouten und Fernverkehrsstraßen hingegen steigt die Staugefahr ab den frühen Mittagsstunden sehr schnell an. Bis in den späteren Abend muss mit Verzögerungen gerechnet werden.
Samstag
Ein sehr hohes Verkehrsaufkommen herrscht insbesondere auf den klassischen Urlaubsrouten Richtung Süden, Westen und an die Küsten der Nord- und Ostsee, ebenso wie auf den Heimreisespuren in entgegengesetzter Richtung. Die Hauptverkehrsachsen auf den Nord-Süd-Verbindungen (A1, A5, A7, A9 und A61) sowie die quer verlaufenden Ost-West-Verbindungen (A2, A3, A4, A6 und A8) sind das gesamte Wochenende über potenziell stark staugefährdet. Auch die Stadtautobahnen und Umfahrungen in Berlin (A10, A100), Hamburg (A1, A7) und München (A99) sind betroffen. Zwischen 8 und 16 Uhr ist mit der höchsten Verkehrsdichte zu rechnen, auf den Heimreisespuren ab den späten Vormittagsstunden bis 18 Uhr. Ausweichverkehr von den Hauptrouten und Ausflugsverkehr sorgen auch auf dem untergeordneten Straßennetz für ein sehr hohes Verkehrsaufkommen.
Sonntag
Auf den Fernstraßen ist bereits ab den Vormittagsstunden viel los. Die Hauptreisezeit liegt zwischen 10 und 16 Uhr. Der Rückreiseverkehr ist ab dem späteren Vormittag bis in die Abendstunden erheblich. Auf dem untergeordneten Straßennetz ist zudem ganztags viel Ausflugsverkehr unterwegs.
Aktuelle Informationen
Urlaubende mit einem Reiseziel im Süden erwartet in diesem Sommer erhebliche Beeinträchtigungen. Der Transit durch die Schweiz wird durch die unwetterbedingte Baustelle auf der A13 San Bernardino Route erschwert. Diese ist ab Lostallo nur einspurig je Fahrtrichtung befahrbar. Da sich die Hauptlast alternativer Routen auf die A2 Gotthard Route konzentriert, muss bereits ab Freitagnachmittag mit langen Wartezeiten, insbesondere vor dem nördlichen Tunnelportal des Gotthardtunnels, gerechnet werden.
Etwas erleichternd für den Reiseverkehr wirkt sich das in der Zeit vom 1. Juli bis 31. August geltende erweiterte Lkw-Fahrverbot (für Lkw ab 7,5 Tonnen) an Wochenenden aus. Das Fahrverbot tritt an allen Samstagen im Juli und August ab 7 Uhr auf vielen stark belasteten Autobahnabschnitten und einigen Bundesstraßen in Kraft und gilt jeweils bis 20 Uhr. Auch in den meisten europäischen Nachbarländern gibt es zusätzliche Fahrverbote für schwere Lkw an Wochenenden – etwa in Österreich, Frankreich und Italien, jeweils zu leicht unterschiedlichen Zeiten. Generell dürfen sonntags und an bundeseinheitlichen Feiertagen zwischen 0 und 22 Uhr Lkw im Güterverkehr über 7,5 Tonnen Autobahnen und Bundesstraßen nicht befahren.
Der ACE Auto Club Europa erwartet in diesem Sommer ein sehr hohes Reiseverkehrsaufkommen. Wer flexibel reisen kann, ist besser beraten, auf Wochentage auszuweichen. Dienstag und Mittwoch eignen sich erfahrungsgemäß für Urlaubsreisende am ehesten. Auch ist der Sonntag ein besserer Reisetag als der klassische Anreise-Samstag. Wer an Wochenenden fahren muss oder will, sollte möglichst am sehr frühen Morgen losfahren oder, wenn möglich, eine Nachtfahrt in Erwägung ziehen. Darüber hinaus empfiehlt der ACE: Vor Antritt und während der Fahrt Mobilitäts-Apps zu nutzen, die unter anderem Möglichkeiten für ein frühzeitiges Ausweichen bei langen Staus anzeigen. Auch sieht man auf einen Blick, ab wann sich bei Störungen des Verkehrsflusses eine Ausweichstrecke lohnt. Einen guten Einstieg bietet hier die Mobilitäts-App des ACE Auto Club Europa. Achtung bei Nutzung mobiler Daten im Ausland: Beispielsweise die Schweiz ist meist nicht inkludiert. Hier können dann teure Roaminggebühren anfallen. Um bei der Urlaubsfahrt gut gerüstet zu sein, halten die ACE-Verkehrsexpertinnen und -experten hilfreiche Ratgeber bereit: Bei Reiseplänen empfehlen wir einen Blick in den Sommer-Ratgeber.
Detaillierte Verkehrsprognosen zu einzelnen Strecken in Deutschland und Europa finden sich hier.



