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Werne: Große Suchaktion an der Lippe in Werne – Feuerwehr, THW und Hubschrauber suchen nach vermisster Frau
© Feuerwehr Werne

Werne: Große Suchaktion an der Lippe in Werne – Feuerwehr, THW und Hubschrauber suchen nach vermisster Frau


Dramatischer Notruf löst stundenlangen Großeinsatz aus

Ein Notruf über eine angeblich in die Lippe gestürzte Frau hat am Samstagabend, 10. Oktober 2026, einen umfangreichen Rettungs- und Sucheinsatz in Werne ausgelöst. Gegen 18:35 Uhr wurden die Freiwillige Feuerwehr Werne sowie zahlreiche überörtliche Einsatzkräfte aus Hamm und Bergkamen alarmiert.

Nach Angaben des Meldenden soll eine Frau ihrem Hund hinterher in die Lippe gesprungen sein, unmittelbar im Wasser untergegangen und anschließend abgetrieben worden sein. Die gemeldete Einsatzstelle befand sich am Werthweg direkt an der Lippe im Werner Ortsteil Stockum.

Angesichts der geschilderten Lage wurde umgehend eine groß angelegte Suchaktion eingeleitet, bei der Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, THW sowie Luftrettung eng zusammenarbeiteten.

Feuerwehr startet sofortige Suche auf dem Wasser und an Land

Bereits kurz nach der Alarmierung rückten der Löschzug 3 aus Stockum, der Löschzug 1 aus der Innenstadt sowie der Leiter der Feuerwehr zur Einsatzstelle aus.

Als erste Maßnahme wurde das in Stockum stationierte Feuerwehrboot unter der Autobahnbrücke in die Lippe eingesetzt. Die Besatzung erhielt den Auftrag, den Fluss stromabwärts nach der vermissten Frau und ihrem Hund abzusuchen.

Gleichzeitig begannen weitere Einsatzkräfte mit der systematischen Suche entlang der Uferbereiche. Dabei wurden zahlreiche Abschnitte der Lippe kontrolliert, um mögliche Hinweise auf die vermisste Person zu finden.

Suchkräfte positionieren sich entlang der Lippe

Um möglichst viele Bereiche gleichzeitig abzudecken, wurden weitere Feuerwehrkräfte an strategisch wichtigen Punkten entlang des Flusses eingesetzt.

Suchmaßnahmen erfolgten unter anderem im Bereich der Fußgängerbrücke „Am Fischerhof“ sowie an der Lippebrücke zwischen Werne und Bergkamen-Rünthe. Parallel suchten alarmierte Kräfte aus Bergkamen auf ihrem Stadtgebiet weitere Flussabschnitte ab.

Durch die großflächige Verteilung der Einsatzkräfte sollte sichergestellt werden, dass keine mögliche Fundstelle übersehen wird.

Rettungshubschrauber und Polizeihubschrauber unterstützen die Suche

Zur Unterstützung der Einsatzkräfte aus der Luft wurde der Rettungshubschrauber Christoph 8 aus Lünen alarmiert.

Die Besatzung flog die Lippe und angrenzende Seitenarme mehrfach ab, konnte jedoch keine Hinweise auf eine vermisste Person oder einen Hund entdecken. Auch ein später eingesetzter Polizeihubschrauber unterstützte die Suchmaßnahmen mit einer Wärmebildkamera.

Trotz der modernen Technik und der intensiven Befliegung des Einsatzgebietes blieben sämtliche Suchflüge ohne Ergebnis.

Feuerwehrtaucher bleiben in Bereitschaft

Zusätzlich wurden Feuerwehrtaucher aus Hamm alarmiert, um bei Bedarf Suchmaßnahmen im Wasser durchzuführen.

Aufgrund des sehr großen möglichen Suchgebietes entlang der Lippe entschied die Einsatzleitung jedoch zunächst, die Taucher nicht einzusetzen. Die Spezialkräfte verblieben während des Einsatzes in Bereitschaft und standen für einen möglichen Einsatz jederzeit zur Verfügung.

Zweifel an den Angaben des Zeugen wachsen

Während der laufenden Suchmaßnahmen überprüften Polizei und Einsatzkräfte die Aussagen des 24-jährigen Meldenden genauer.

Im Verlauf des Einsatzes verdichteten sich nach Angaben der Feuerwehr die Zweifel an den Schilderungen des Zeugen. Konkrete Hinweise auf eine tatsächlich vermisste Person konnten trotz intensiver Suche nicht gefunden werden.

Die Ermittlungen konzentrierten sich daher zunehmend darauf, die ursprünglichen Angaben zum Vorfall zu überprüfen und die tatsächliche Lage aufzuklären.

THW setzt Sonarboot zur systematischen Suche ein

Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde die Suche durch das Technische Hilfswerk aus Kamen-Bergkamen verstärkt.

Das THW brachte ein speziell mit Sonartechnik ausgestattetes Boot zum Einsatz. Mithilfe des Systems wurden die Uferbereiche sowie verschiedene Abschnitte des Flusses systematisch untersucht.

Trotz der technischen Unterstützung und der detaillierten Auswertung konnten auch hierbei keinerlei Hinweise auf eine vermisste Person entdeckt werden.

Enorme Zahl an Einsatzkräften beteiligt

An der groß angelegten Suche waren zahlreiche Organisationen beteiligt. Neben den Feuerwehren aus Werne, Bergkamen und Hamm waren auch der Rettungsdienst aus Hamm und Werne, mehrere Notärzte, die Besatzung des Rettungshubschraubers Christoph 8, die Polizei sowie das Technische Hilfswerk im Einsatz.

Die koordinierte Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen ermöglichte eine umfassende Suche auf dem Wasser, an Land und aus der Luft.

Suchmaßnahmen am Abend beendet

Nach mehreren Stunden intensiver Sucharbeit musste die Einsatzleitung die Maßnahmen schließlich ohne Ergebnis beenden.

Trotz des erheblichen Aufgebots an Personal, Fahrzeugen, Booten, Hubschraubern und technischer Spezialausrüstung konnte keine vermisste Person gefunden werden.

Die Freiwillige Feuerwehr Werne beendete den Einsatz gegen 22:16 Uhr. Eine Frau wurde nicht aufgefunden. Die Feuerwehr bedankte sich anschließend bei allen beteiligten Organisationen für die professionelle und reibungslose Zusammenarbeit während des außergewöhnlichen Einsatzes.


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