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Tabaksteuer steigt deutlich: Bundesrat billigt milliardenschwere Steuererhöhung
© Pixabay I RheinRuhrAktuell

Tabaksteuer steigt deutlich: Bundesrat billigt milliardenschwere Steuererhöhung


Der Bundesrat hat am 16. Oktober 2026 die vom Bundestag beschlossene Reform der Tabaksteuer endgültig passieren lassen. Damit steht fest: Raucherinnen und Raucher, Nutzer von E-Zigaretten sowie Konsumenten weiterer Tabakprodukte müssen sich in den kommenden Jahren auf spürbar höhere Preise einstellen.

Steuer steigt schrittweise bis 2030

Das Gesetz sieht eine stufenweise Anhebung der Tabaksteuer über einen Zeitraum von vier Jahren vor. Für Zigaretten beträgt die Steuer im Jahr 2027 künftig 14,34 Cent pro Stück zuzüglich 21,05 Prozent des Verkaufspreises. Bis zum Jahr 2030 steigt dieser Betrag auf 18,57 Cent pro Zigarette, weiterhin ergänzt um den unveränderten prozentualen Steueranteil von 21,05 Prozent des Verkaufspreises.

Nach Berechnungen der Bundesregierung könnte eine Zigarettenpackung im Jahr 2030 durchschnittlich rund 12 Euro kosten. Das wären knapp vier Euro mehr als aktuell.

Auch E-Zigaretten und andere Tabakprodukte betroffen

Nicht nur klassische Zigaretten werden von der Steuerreform erfasst. Die höheren Abgaben gelten ebenfalls für geschnittenen Tabak sowie Liquids für E-Zigaretten. Darüber hinaus werden auch Zigarren, Zigarillos sowie Pfeifen- und Shisha-Tabak stärker besteuert.

Für diese Produktgruppen tritt die Steueranpassung allerdings erst zum 1. März 2027 in Kraft.

Staat rechnet mit Milliarden-Mehreinnahmen

Durch die geplanten Steuererhöhungen erwartet der Bund bereits im kommenden Jahr zusätzliche Einnahmen in Höhe von 11,824 Milliarden Euro. Die Tabaksteuer zählt seit Jahren zu den wichtigsten Verbrauchsteuern in Deutschland und stellt eine bedeutende Einnahmequelle für den Staatshaushalt dar.

Mit der Reform verfolgt die Bundesregierung mehrere Ziele. Zum einen sollen die Steuereinnahmen langfristig abgesichert und besser planbar werden. Zum anderen soll durch eine Anpassung der Steuersätze eine aus Sicht der Regierung gerechtere Besteuerung verschiedener Tabak- und Nikotinprodukte erreicht werden.

Gesundheitsschutz als weiteres Ziel

Neben den fiskalischen Gründen verweist die Bundesregierung auf gesundheitspolitische Aspekte. Höhere Preise gelten als wirksames Instrument, um insbesondere Jugendliche vom Rauchen abzuhalten. Laut Gesetzesbegründung soll die Reform dazu beitragen, die Raucherquote bei Jugendlichen und Erwachsenen weiter zu senken.

Die geplanten Maßnahmen stehen damit auch im Einklang mit langfristigen Zielen des Gesundheits- und Verbraucherschutzes.

Inkrafttreten nach Verkündung

Nachdem der Bundesrat dem Gesetz zugestimmt hat, kann es nun ausgefertigt und im Bundesgesetzblatt verkündet werden. Die Neuregelung tritt am Tag nach der offiziellen Verkündung in Kraft. Die eigentlichen Steuererhöhungen erfolgen anschließend entsprechend der im Gesetz festgelegten Stufen bis zum Jahr 2030.


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