Rettungswege haben während der Allerheiligenkirmes höchste Priorität
Mit Blick auf die bevorstehende Allerheiligenkirmes verschärft die Stadt Soest ihre Kontrollen im ruhenden Verkehr. Bereits während der Aufbauphase sowie während der gesamten Kirmeszeit werden Mitarbeitende der Abteilung Bürger- und Ordnungsangelegenheiten verstärkt Parkflächen und abgestellte Fahrzeuge überwachen.
Ziel der Maßnahmen ist es, einen sicheren Verkehrsfluss zu gewährleisten und insbesondere Rettungswege jederzeit frei zu halten. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste müssen im Notfall ohne Verzögerungen sämtliche Einsatzorte erreichen können.
Ordnungsamt kontrolliert zahlreiche Parkverstöße
Die Stadt Soest kündigt an, vor allem gegen Fahrzeuge vorzugehen, die an verbotenen Stellen abgestellt werden. Im Fokus stehen dabei Verstöße auf Geh- und Radwegen, in absoluten und eingeschränkten Halteverbotszonen sowie auf Sperrflächen.
Auch das Parken auf Behindertenparkplätzen wird verstärkt überwacht. Besonderes Augenmerk legen die Ordnungskräfte zudem auf enge Straßenabschnitte, an denen eine notwendige Restfahrbahnbreite von mindestens drei Metern für Einsatzfahrzeuge gewährleistet sein muss.
Falschparker müssen mit sofortigem Abschleppen rechnen
Wer sein Fahrzeug verbotswidrig abstellt, muss während der Kirmestage mit konsequenten Maßnahmen rechnen. Die Stadt macht deutlich, dass rechtswidrig geparkte Fahrzeuge ohne Ausnahme abgeschleppt werden.
Besonders streng geht das Ordnungsamt auch gegen Fahrzeuge vor, die Rettungswege blockieren oder sogenannte Bedarfsflächen für Rettungsdienste belegen. Diese Flächen werden im Ernstfall benötigt, um Einsatzfahrzeuge, medizinisches Material und technische Ausrüstung bereitzustellen.
Keine zeitaufwendige Halterermittlung während der Kirmes
Eine wichtige Änderung betrifft das Vorgehen gegen Falschparker. Während der Allerheiligenkirmes wird laut Stadt Soest keine zeitaufwendige Halterfeststellung durchgeführt.
Statt Fahrzeughalter zu kontaktieren und eine freiwillige Umsetzung zu ermöglichen, sollen Abschleppunternehmen unmittelbar beauftragt werden. Die Verantwortlichen begründen diese Vorgehensweise mit den besonderen Anforderungen eines Großereignisses und der Notwendigkeit, Rettungswege jederzeit freizuhalten.
Zusätzliche Sperrungen durch Aufbauarbeiten
Bereits vor dem offiziellen Beginn der Allerheiligenkirmes müssen zahlreiche Flächen für den Aufbau von Fahrgeschäften, Verkaufsständen und Veranstaltungsbereichen gesperrt werden.
Die Stadt weist darauf hin, dass Verkehrsteilnehmer besonders auf temporäre Verkehrsschilder und Absperrungen achten sollten. Zusätzlich werden an verschiedenen Stellen Absperrgitter aufgestellt, um unberechtigte Zufahrten und widerrechtliches Parken zu verhindern.
Bahnhofstraße wird wichtiger Rettungsweg
Eine besondere Rolle spielt während der Kirmes die Bahnhofstraße. Sie dient als Rettungsweg für den Veranstaltungsbereich rund um den Busbahnhofsplatz und muss deshalb dauerhaft freigehalten werden.
Von den Einschränkungen ist auch die Taxischleife direkt vor dem Bahnhofsgebäude betroffen. Die bisherigen Taxistandplätze können während der Veranstaltung nicht genutzt werden.
Taxi-Stellplätze werden zur Werkstraße verlegt
Als Ersatz richtet die Stadt Soest Taxistandplätze an der Werkstraße nördlich des Bahnhofs ein. Dort befinden sich normalerweise sogenannte „Kiss+Ride“-Parkplätze für Kurzzeitparker.
Reisende, die mit dem Zug ankommen oder abgeholt werden, sollten daher den nördlichen Ausgang des Bahnhofs in Richtung Werkstraße nutzen. Zusätzliche Hinweisschilder im Bahnhofsgebäude informieren Besucher über die geänderten Standorte.
Park-and-Ride-Angebot soll Parkplatzsuche erleichtern
Um den Verkehr in der Innenstadt zu entlasten, empfiehlt die Stadt ausdrücklich die Nutzung ausgewiesener Park-and-Ride-Angebote. Diese gelten als praktische Alternative zur Parkplatzsuche in unmittelbarer Nähe des Kirmesgeländes.
Neben den bewährten Parkplätzen im Gewerbegebiet West stehen in diesem Jahr erstmals zusätzliche Park-and-Ride-Flächen im Gewerbegebiet Südost zur Verfügung. Von dort bestehen Busverbindungen in Richtung Kirmesgelände.
Deutsches Rotes Kreuz mit zwei Rettungswachen vor Ort
Für die medizinische Versorgung der zahlreichen Besucher werden auf dem Veranstaltungsgelände zwei Rettungswachen des Deutschen Roten Kreuzes eingerichtet.
Die Standorte befinden sich im Blauen Saal des Rathauses sowie im Bereich vor dem Bahnhof. Dadurch sollen Rettungskräfte im Notfall schnell auf medizinische Hilfeersuchen reagieren können.
Stadt appelliert an Besucher und Anwohner
Die Verantwortlichen hoffen darauf, dass sowohl Einheimische als auch auswärtige Besucher die geltenden Verkehrsregeln beachten und ihre Fahrzeuge ausschließlich auf erlaubten Stellflächen abstellen.
Wer die ausgewiesenen Parkmöglichkeiten nutzt und zusätzliche Beschilderungen beachtet, kann nicht nur hohe Kosten durch Abschleppmaßnahmen vermeiden, sondern trägt auch dazu bei, dass Rettungsdienste und Einsatzkräfte während der Allerheiligenkirmes jederzeit uneingeschränkt handlungsfähig bleiben.



