Bundespolizei verhindert möglicherweise schwerere Verletzungen
Ein schockierender Vorfall hat sich am Samstagmittag (26. September) auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs Münster ereignet. Ein polizeibekannter 25-jähriger Mann soll versucht haben, einer Rollstuhlfahrerin die Haare mit einem Feuerzeug anzuzünden.
Die Bundespolizei konnte den Tatverdächtigen kurze Zeit später stellen und leitete ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein.
48-Jährige völlig unvermittelt angegriffen
Nach bisherigen Erkenntnissen trat der 25-jährige Deutsche auf dem Bahnhofsvorplatz an die 48-jährige Frau heran, die sich zu diesem Zeitpunkt in ihrem Rollstuhl aufhielt.
Zunächst soll der Mann kurz mit der Frau gesprochen haben. Anschließend hielt er ihr plötzlich ein brennendes Feuerzeug an die Haare und versuchte offensichtlich, diese in Brand zu setzen.
Als der erste Versuch misslang, soll der Tatverdächtige unmittelbar einen weiteren Versuch unternommen haben.
Haare angesengt, größere Verletzungen bleiben aus
Glücklicherweise erlitt die 48-Jährige keine Brandverletzungen. Nach Angaben der Bundespolizei wurden lediglich einige Haarspitzen angesengt.
Angesichts der Nähe der Flamme zum Kopf der Frau hätte der Vorfall jedoch deutlich schwerwiegendere Folgen haben können.
Bundespolizei stellt Tatverdächtigen in Tatortnähe
Die alarmierten Bundespolizisten konnten den mutmaßlichen Täter wenig später in der Nähe des Hauptbahnhofs antreffen und festnehmen.
Die Beamten leiteten umgehend ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
Tatverdächtiger ist bereits wegen zahlreicher Delikte bekannt
Nach Angaben der Bundespolizei ist der 25-Jährige den Behörden bereits bekannt. Gegen den Mann liegen demnach zahlreiche polizeiliche Erkenntnisse vor.
Darunter befinden sich auch mehrere Gewaltdelikte. Welche weiteren Maßnahmen gegen den Beschuldigten eingeleitet wurden, teilten die Ermittler bislang nicht mit.
Ermittlungen zu den Hintergründen laufen
Warum der Mann die Frau angriff, ist derzeit noch unklar. Die Bundespolizei untersucht nun die Hintergründe des Vorfalls und wertet die vorhandenen Erkenntnisse aus.
Besonders die Tatsache, dass die Geschädigte im Rollstuhl sitzt und offenbar ohne erkennbaren Anlass angegriffen wurde, macht den Fall außergewöhnlich schwerwiegend.
Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung
Mit der Einleitung des Strafverfahrens konzentrieren sich die Ermittlungen nun auf die genaue Rekonstruktion des Tatablaufs sowie die Klärung möglicher Motive.
Der Vorfall sorgt für großes Unverständnis und hat am Hauptbahnhof Münster für Bestürzung gesorgt. Die Bundespolizei setzt ihre Ermittlungen fort.



