Lage am Möhnesee stabilisiert sich, Gefahr bleibt jedoch bestehen
Im Kampf gegen den großen Waldbrand am Möhnesee gibt es eine wichtige positive Entwicklung: Das Feuer ist derzeit unter Kontrolle. Eine endgültige Entwarnung können die Einsatzkräfte jedoch noch nicht geben. Aufgrund drehender Winde besteht weiterhin die Gefahr, dass sich das Feuer erneut ausbreitet oder bereits gelöschte Bereiche wieder aufflammen.
Die Einsatzleitung beobachtet die Lage deshalb rund um die Uhr und setzt die umfangreichen Löscharbeiten fort.
Betroffene Fläche wächst auf rund 58.000 Quadratmeter
Nach aktuellen Angaben hat der Waldbrand inzwischen eine Fläche von rund 58.000 Quadratmetern erfasst. Damit gehört der Einsatz zu den größten Vegetationsbränden der Region in diesem Jahr.
Durch die anhaltenden Trockenbedingungen und die anspruchsvollen Gegebenheiten im Waldgebiet bleibt die Bekämpfung des Brandes eine große Herausforderung für die Einsatzkräfte.
480 Einsatzkräfte weiterhin im Großeinsatz
Auch Stunden nach Ausbruch des Feuers sind noch immer rund 480 Einsatzkräfte vor Ort. Beteiligt sind Feuerwehren, Rettungsdienste, Hilfsorganisationen, das Technische Hilfswerk (THW) sowie die Polizei.
Um die Einsatzfähigkeit über die Nacht und in den kommenden Stunden sicherzustellen, werden die seit dem Nachmittag eingesetzten Kräfte schrittweise durch frische Einsatzkräfte ersetzt.
Zusätzliche Unterstützung ist bereits auf dem Weg. Kräfte aus den angrenzenden Kommunen Hamm und Unna werden die laufenden Maßnahmen übernehmen und die erschöpften Einsatzkräfte entlasten.
Feuerwehr aus dem Kreis Paderborn sichert Wasserversorgung
Eine zentrale Rolle bei der weiteren Brandbekämpfung übernimmt die Feuerwehr aus dem Kreis Paderborn. Die Einsatzkräfte verlegen derzeit ein Hytrans Fire System (HFS) vom Südufer des Möhnesees bis in das betroffene Waldgebiet.
Dieses spezielle Schlauchsystem ermöglicht eine leistungsstarke und dauerhafte Wasserversorgung über große Entfernungen. Damit soll insbesondere während der Nacht eine stabile Löschwasserversorgung sichergestellt werden.
Segmentregner sollen weitere Ausbreitung verhindern
Die Feuerwehren konzentrieren sich aktuell nicht nur auf Nachlöscharbeiten, sondern auch auf vorbeugende Maßnahmen. Hierzu werden sogenannte Segmentregner aufgebaut, die die betroffenen Flächen gezielt bewässern.
Durch die kontinuierliche Befeuchtung des Waldbodens sollen versteckte Glutnester abgekühlt und eine erneute Ausbreitung des Brandes verhindert werden.
Spezialtechnik unterstützt die Einsatzkräfte im Wald
Neben den zahlreichen Feuerwehrkräften kommt auch moderne Spezialtechnik zum Einsatz. Vor Ort unterstützt weiterhin der sogenannte Firefighter, ein spezieller Harvester des Landesbetriebs Wald und Holz.
Das Fahrzeug hilft bei der Arbeit in schwer zugänglichem Gelände und unterstützt die Einsatzkräfte bei der Kontrolle sowie Sicherung der betroffenen Waldflächen.
Kreisbrandmeister lobt außergewöhnlichen Einsatz
Kreisbrandmeister Thomas Wienecke zeigte sich beeindruckt von der Leistung der Einsatzkräfte und würdigte den enormen Einsatz unter schwierigen Bedingungen.
Besonders die hohen Temperaturen, die körperlich anspruchsvolle Arbeit im unwegsamen Gelände sowie die lange Einsatzdauer verlangen den Helferinnen und Helfern derzeit alles ab.
Nacht wird entscheidend für die weitere Entwicklung
Trotz der aktuellen Stabilisierung bleibt die Lage angespannt. Die kommenden Nachtstunden werden entscheidend dafür sein, ob die Einsatzkräfte das Feuer dauerhaft unter Kontrolle halten können.
Die fortgesetzten Lösch- und Nachlöscharbeiten sowie die verbesserte Wasserversorgung sollen dazu beitragen, ein erneutes Aufflammen des Waldbrandes zu verhindern und die betroffenen Waldflächen langfristig zu sichern.



