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Hagen: Unfallflucht auf der A1 – Mutter schwer verletzt – unbekannter Seat-Fahrer fährt einfach weiter
© Radosewic I RheinRuhrAktuell

Hagen: Unfallflucht auf der A1 – Mutter schwer verletzt – unbekannter Seat-Fahrer fährt einfach weiter


Polizei sucht Unfallverursacher nach schwerem Crash bei Hagen

Nach einem Verkehrsunfall auf der A1 in Fahrtrichtung Bremen ermittelt die Polizei Dortmund wegen Unfallflucht und fahrlässiger Körperverletzung. Eine 36-jährige Autofahrerin wurde dabei schwer verletzt, ein weiterer Fahrer erlitt leichte Verletzungen. Der mutmaßliche Verursacher flüchtete anschließend vom Unfallort.

Der Unfall ereignete sich am Mittwochnachmittag (30. September 2026) gegen 16:30 Uhr im Bereich Hagen-Boele auf der Autobahn 1.

Fahrstreifenwechsel löst folgenschwere Kollision aus

Nach bisherigen Erkenntnissen war die 36-Jährige gemeinsam mit ihren beiden Kindern im Alter von fünf und 14 Jahren auf dem mittleren Fahrstreifen der A1 in Richtung Bremen unterwegs.

Zur gleichen Zeit soll ein bislang unbekannter Fahrer eines grauen Seat vom rechten auf den mittleren Fahrstreifen gewechselt sein. Dabei drängte er die Frau offenbar nach links ab.

Um einen Zusammenstoß mit dem Seat zu verhindern, wich die Autofahrerin aus und kollidierte auf dem linken Fahrstreifen mit dem Fahrzeug eines 35-jährigen Mannes aus Gelsenkirchen. Dieser hatte seinen Cupra aufgrund des stockenden Verkehrs bereits stark abgebremst.

Frau muss vor flüchtendem Auto zur Seite springen

Besonders brisant: Nach dem Unfall stieg die 36-Jährige aus ihrem Fahrzeug aus und stellte sich vor den Wagen des mutmaßlichen Unfallverursachers.

Nach Angaben der Polizei setzte der Fahrer des grauen Seat dennoch seine Fahrt fort. Die Frau musste zur Seite springen, um nicht von dem Fahrzeug erfasst zu werden.

Anschließend entfernte sich der Mann unerkannt vom Unfallort und flüchtete in Richtung Bremen.

Mutter schwer verletzt – Kinder bleiben unverletzt

Die 36-jährige Fahrerin erlitt bei dem Verkehrsunfall schwere Verletzungen und wurde nach medizinischer Erstversorgung in ein Krankenhaus gebracht.

Der 35-jährige Fahrer des Cupra wurde leicht verletzt und ebenfalls zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert.

Die beiden Kinder der Frau blieben nach bisherigen Erkenntnissen glücklicherweise unverletzt.

Großaufgebot an Rettungskräften auf der Autobahn

Nach dem Unfall wurde umgehend eine Fahndung nach dem flüchtigen Seat-Fahrer eingeleitet. Diese verlief bislang jedoch ohne Erfolg.

Zur Versorgung der Verletzten und zur Unterstützung der Rettungsmaßnahmen war zeitweise auch ein Rettungshubschrauber im Einsatz.

Beide beschädigten Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.

A1 zeitweise voll gesperrt

Für die Unfallaufnahme und die Bergungsarbeiten musste die Autobahn 1 in Fahrtrichtung Bremen vorübergehend gesperrt werden.

Es kam zu entsprechenden Verkehrsbehinderungen im Bereich Hagen-Boele, während die Polizei die Spuren sicherte und Zeugen befragte.

Polizei bittet um Zeugenhinweise

Die Polizei Dortmund sucht nun weitere Zeugen, die den Unfall beobachtet haben oder Angaben zu dem flüchtigen Fahrer des grauen Seat machen können.

Hinweise nimmt die Autobahnpolizeiwache Hagen unter der Telefonnummer 0231 / 132-4621 entgegen.

Ermittlungen wegen Unfallflucht laufen

Die Ermittler beschäftigen sich nun mit der Rekonstruktion des genauen Unfallhergangs und der Identifizierung des flüchtigen Fahrers.

Insbesondere der Umstand, dass der Mann trotz der gefährlichen Situation am Unfallort weiterfuhr, dürfte bei den Ermittlungen eine zentrale Rolle spielen.


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