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Fehmarn: Surf-Festival Fehmarn liefert Weltklasse und sichert sich neuen Festival-Standort für 2027
© © Tourismus-Service Fehmarn, Michael Majewski

Fehmarn: Surf-Festival Fehmarn liefert Weltklasse und sichert sich neuen Festival-Standort für 2027


Surf-Festival Fehmarn liefert Weltklasse und sichert sich neuen Festival-Standort für 2027

28.000 Besucher feiern Weltmeister Björn Dunkerbeck und Lennart Neubauer / Westmole wird 2027 neuer Festival-Standort / Foil-Festival wird integriert

Vier Tage Weltklasse-Surfen, zwei Weltmeister, ausverkauftes Beachcamp und die erlösende Nachricht über einen neuen Veranstaltungsort: Das Surf-Festival Fehmarn hat von Himmelfahrt bis Sonntag (14. bis 17. Mai 2026) am Südstrand der Ostseeinsel die Wassersport-Saison eröffnet.

Rund 28.000 Besucherinnen und Besucher pilgerten zum diesjährigen Surf-Festival das die Veranstalter Delius Klasing Verlag und Freiluft GmbH gemeinsam mit dem Tourismus-Service Fehmarn nun zum 24. Mal auf die Beine gestellt hatten. Bei perfekten Bedingungen wurde aus dem Saisonstart eine viertägige Strand-Party mit sportlicher Wucht und am Sonntag der lang erwartete Befreiungsschlag in Sachen Zukunft: 2027 wird das Festival an die rund 4,5 Hektar große Westmole am Südstrand umziehen und mit dem traditionell zu Pfingsten stattfindenden Foil Festival zusammengelegt.

Die Nachricht des Wochenendes: Westmole am Südstrand wird neuer Festival-Standort

Über dem gesamten Wochenende hing zunächst eine bange Frage: Viele Gäste waren in dem Glauben angereist, hier zum letzten Mal an gewohnter Stelle aufs Wasser zu gehen – die bisherige „Spielwiese“ zwischen IFA-Hotel und Strandburg wird touristisch überplant. Am Sonntag dann die Erleichterung: Veranstalter und Tourismus-Service Fehmarn präsentierten gemeinsam einen neuen Standort. Künftig wird das Surf-Festival auf der rund 4,5 Hektar großen Strandfläche an der Westmole am Südstrand stattfinden. Bühne, Gastronomie und Foodcourt ziehen damit erstmals direkt an den Strand. „Wir freuen uns schon jetzt auf tolle Sonnenuntergänge und echte Beach-Partys“, sagte Veranstalter Torsten Schulze.

Dem neuen Standort vorausgegangen sind monatelange Verhandlungen. „Wir haben in den vergangenen acht Monaten intensive Gespräche mit dem Landes- und Küstenschutz, der Unteren Naturschutzbehörde, Bauern und Flächenbesitzern geführt und fünf unterschiedliche Standorte für einen neuen Festival-Standort geprüft“, so Schulze. „Aufgrund der noch andauernden Prüfungen konnten wir bislang keinen neuen Standort für das Gesamtfestival ausmachen – wir bleiben hier aber weiterhin dran, eine Veranstaltungsfläche zu finden, die wassernah ist und zugleich genug Abstand zu Anwohnern und schützenswerter Natur bietet. Umso mehr freuen wir uns, dass wir uns in den vergangenen Tagen mit dem Tourismus-Service Fehmarn darauf einigen konnten, die Westmole am Südstrand als neuen Veranstaltungsort für 2027 und somit den Fortbestand des Surf-Festivals Fehmarn zu sichern.“

Dana Zielinski, Veranstaltungsleiterin beim Tourismus-Service Fehmarn: „Bereits 2014 konnten wir den SUP World Cup am Südstrand an der Westmole erfolgreich direkt am Strand durchführen. Die Infrastruktur vor Ort stellt zwar eine Herausforderung dar, dennoch sind wir überzeugt, gemeinsam mit unserem festivalerprobten Bauhof sowie mit Unterstützung und Verständnis der Anwohner eine gute Übergangslösung schaffen zu können – bis wir hoffentlich ab 2028 über eine noch besser geeignete Veranstaltungsfläche auf der Insel verfügen.“

Foil-Festival wird integriert – ein Wochenende, zwei Wassersport-Welten

Eine weitere Neuerung: Das traditionell zu Pfingsten ausgetragene Foil-Festival mit den Open German Championships im Freestyle wird ab 2027 mit dem Surf-Festival zu einer gemeinsamen Strandmesse zusammengeführt. Davon profitieren beide Seiten: Wassersport-Interessierte erleben künftig zwei Disziplinen auf einer Veranstaltung, Anwohner und Ferienhausgäste werden nur noch an einem einzigen Wochenende am Start der Wassersportsaison an der Ostsee von Festivalbetrieb berührt.

Dunkerbeck und Neubauer – zwei Generationen, eine Bühne

Sportlich stand das Festival ganz im Zeichen zweier Namen: Windsurf-Legende Björn Dunkerbeck und Freestyle-Weltmeister (2024) Lennart Neubauer. Mit über 40 Weltmeistertiteln gehört Dunkerbeck zu den erfolgreichsten Einzelsportlern der Sportgeschichte überhaupt – am Samstag holte er den Spirit seines Sports direkt an den Strand. Bei Meet & Greets, Talks und Autogrammstunden ließ sich der Routinier auf Tuchfühlung mit den Fans ein. Besonders im Kids Camp ging Dunkerbeck auf den Nachwuchs zu und zeigte, was Leidenschaft und Disziplin im Windsurfen bewirken können.

Wenige Meter weiter bestätigte Lennart Neubauer eindrucksvoll, warum er als einer der progressivsten Rider seiner Generation gilt. Der 22-jährige Deutsch-Grieche und Freestyle-Weltmeister (2024) setzte technisch, explosiv und mit einer geradezu körperlichen Spielfreude Akzente – am Wasser wie an Land. Zwischen den Sessions auf dem Wasser gewährte Neubauer auf der Beach-Talk-Bühne vor dem Strand-Publikum Einblicke in Training, Wettkampf und den Lifestyle eines Weltmeisters – möglich gemacht durch seinen Sponsor BLACKROLL.

Showdown am Samstagabend: German Freestyle Battle

Den sportlichen Höhepunkt setzten die Athleten am Samstagabend bei der German Freestyle Battle: Weil der Wind wechselhaft blieb, entschieden sich die Veranstalter kurzfristig für das Super-X-Format und lagen damit goldrichtig. Das Publikum am Strand erlebte einen der stärksten Wettkampf-Momente des Wochenendes.

Lennart Neubauer war nicht nur der Schnellste auf dem Wasser, sondern auch der mit den besten Moves und sicherte sich damit den Titel, gefolgt von Sebastian Gux auf Platz 2 und Foivos Tsoupras auf Platz 3.

Bei der „Racer of the Sea“-Regatta gingen 96 ambitionierte Hobby- und Freizeitfahrer an den Start. Der Downwind-Slalomkurs mit gemeinsamem Start sorgte für spektakuläre Szenen auf dem Wasser, ergänzt durch eine Academy mit Tipps von erfahrenen Regatta-Experten. Das Format gilt als Einstieg für ambitionierte Regatta-Surfer; der Spaß am gemeinsamen Wassersport steht dabei im Vordergrund. Die Regatta ist seit nunmehr fünf Jahren fester Bestandteil des Surf-Festivals.

Im Mittelpunkt der Strandmesse stand das Testen aktuellen Materials: Über 40 Marken brachten ihre neuesten Boards, Segel und Foils nach Fehmarn und stellten sie am Festivalstrand kostenfrei zum Ausprobieren auf dem Wasser zur Verfügung. Seit 2003 ist diese Kombination aus Strandmesse, Wassersport-Event und Branchen-Treffpunkt das Markenzeichen des Surf-Festivals und fester Anlaufpunkt als Saisonstart für Surfer aus ganz Deutschland.

Einsteiger im Fokus: Schnupperkurse, Pumpfoilen, Mini-Skateboard-Ramp

Das Festival richtete sich auch an Neueinsteiger. Gemeinsam mit dem Saltwater Shop, Dennis Müller, der boot Düsseldorf und der Bundeswehr boten die Veranstalter Schnupper-Surfkurse sowie Pumpfoil-Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene unter professioneller Anleitung an. Direkt am Festivalgelände sorgte die BLACKROLL Recovery Area dafür, dass Müdigkeit, Muskelkater und steife Gelenke schnell der Vergangenheit angehörten. Wer sportlich in den Tag starten wollte, lief gemeinsam mit der Bundeswehr beim „Jedermann/-frau-Lauf“ Fit in den Morgen – inklusive anschließendem Recovery-Programm von BLACKROLL. Wer es lieber entspannter anging, begann den Tag beim Yoga-Warm-up mit Sascha Lange.

Ein weiteres Highlight abseits des Wassers: Die von Surf & Fashion Fehmarn betriebene Mini-Skateboard-Ramp entwickelte sich über alle vier Tage zum Meeting-Point für Surfer und Skater. Surfskates und Skateboards standen zum Testen bereit, am Stand gab es passende Lifestyle-Wear. Eingebettet ist die Ramp in den deutlich vergrößerten „Flautenspielplatz“, auf dem unter anderem Surron Bikes und Onewheels von Elektrofunsport Lüneburg ausprobiert werden konnten.

Beats, Beachpartys und Silent Disco

Wenn der Wind nachließ, drehte das Festival nochmal richtig auf. An allen vier Tagen verwandelte sich das Gelände in eine Party-Zone direkt auf dem Eventareal. Donnerstag eröffnete DJ Geminae mit einem Mix aus Hits und Charts. Am Freitag übernahm Nina Hepburn mit melodischem House und Techno; Samstag läutete Steve Clash mit Disco-Sounds und Party-Vibes das große Finale ein. Spät in der Nacht sorgte die mittlerweile legendäre Silent Disco mit mehreren Channels für Festival-Feeling bis in die frühen Morgenstunden.


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