Laute Explosion weckt Anwohner in Dortmund-Aplerbeck
Eine heftige Detonation hat in der Nacht zu Sonntag (4. Oktober 2026) Anwohner im Dortmunder Stadtteil Aplerbeck aus dem Schlaf gerissen. Gegen 01:00 Uhr wurden Einsatzkräfte der Polizei zum Karbonweg alarmiert, nachdem Zeugen eine Explosion gemeldet hatten.
Vor Ort fanden die Beamten einen vollständig zerstörten Zigarettenautomaten vor. Die Wucht der Explosion war erheblich: Trümmerteile wurden nach Angaben der Polizei bis zu 20 Meter weit geschleudert. Zudem wurden mindestens zwei geparkte Fahrzeuge durch umherfliegende Teile beschädigt.
Intensive Fahndung führt zum schnellen Ermittlungserfolg
Unmittelbar nach der Tat leitete die Polizei eine groß angelegte Fahndung im Umfeld ein. Dabei kontrollierten die Einsatzkräfte gezielt weitere Standorte von Zigarettenautomaten in der Umgebung.
Gegen 01:52 Uhr fiel den Beamten im Bereich Ringofenstraße/Sonnenscheineck ein junger Mann auf, der neben einem weiteren Zigarettenautomaten saß. Als er die Polizisten bemerkte, versuchte er zu flüchten.
Die Einsatzkräfte konnten den Verdächtigen jedoch überwältigen und vorläufig festnehmen.
Mutmaßlich bereits weiterer Angriff vorbereitet
Die anschließende Kontrolle des Automaten bestätigte den Verdacht der Beamten. Im Ausgabeschacht fanden sie bereits zwei illegale pyrotechnische Gegenstände.
Zudem lag vor dem Automaten eine Plastiktüte bereit, die offenbar für den Abtransport möglicher Beute vorgesehen war.
Bei der Durchsuchung des 19-jährigen Dortmunders fanden die Beamten außerdem ein Feuerzeug, das als mögliches Tatmittel sichergestellt wurde.
Diensthund unterstützt die Ermittlungen
Im weiteren Verlauf wurde auch ein Diensthundführer mit seinem Polizeihund eingesetzt. Die Suche diente sowohl der Spurensicherung als auch dem Auffinden möglicher Beutestücke oder weiterer Tatwerkzeuge.
Darüber hinaus durchsuchte die Polizei mit Zustimmung des Tatverdächtigen dessen Wohnung. Weitere belastende Beweismittel wurden dort jedoch nicht gefunden.
Mehrere Strafverfahren eingeleitet
Der 19-Jährige wurde zur Polizeiwache gebracht, wo er erkennungsdienstlich behandelt wurde.
Da die rechtlichen Voraussetzungen für die Anordnung einer Untersuchungshaft nicht vorlagen, wurde der junge Mann nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.
Die Polizei leitete jedoch mehrere Strafverfahren gegen ihn ein. Ermittelt wird unter anderem wegen:
- Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion
- Sachbeschädigung
- besonders schweren Falls des Diebstahls
Ermittlungen dauern an
Die Kriminalpolizei untersucht nun, ob der 19-Jährige auch für weitere Automatensprengungen verantwortlich sein könnte. Ebenso wird die genaue Schadenshöhe ermittelt.
Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Angriffen auf Zigarettenautomaten ein, die Ermittlungsbehörden in vielen Regionen Deutschlands seit Jahren beschäftigen.



