Glück auf & Moin, ihr Pottler!
Hömma, liebe Kumpels, Kumpelinen, Hallen‑Träumer, Bauzaun‑Gucker und alle, die bei „Multifunktionshalle“ direkt denken: „Jo, und wer räumt dat Chaos hinterher weg?“ — zieht euch den Schal grade, Harry und Hilde melden sich aus’m Revier mit Beton im Kopf und ’ner ordentlichen Portion Frust.
📰 Buddelblitz News – Der BVB baut groß: Halleluja oder Hallenwahn?
Von Harry, dem Buddel‑Influencer Erdmännchen, und Hilde, der Schaufelschnepfe – beide mit Presseausweis, hochgezogener Augenbraue und ’nem Blick, der schon mehr Baustellen gesehen hat als so mancher Polier.
Also pass auf: Borussia Dortmund will neben dem Signal Iduna Park ’ne Multifunktionshalle für 3.000 Leute hinstellen. Eigenregie, sagt der Vorstand. Machbarkeitsstudie läuft, Gespräche mit der Stadt kommen. Joa. Klingt erstmal nach großem Tamtam, aber im Pott weißte ja: Erst is’ alles „läuft“, und am Ende hängt’s an ’nem Formular, drei Unterschriften und ’nem Termin, der nie kommt.
Ich, Harry, aus’m tiefsten Ruhrpott, hör dat und denk: Hömma, dat is wieder so ’ne Nummer, da wird erst groß geprahlt und dann guckt man, wo der Haken is. Hilde nickt, Kamera klickt, sagt trocken: „Wenn bauen, dann mit Plan – sonst wird dat nix außer ’ner teuren Baustelle.“
Der Zweck? Heimat, sagen se. Für die Handball‑Frauen, fürs Tischtennis. Klingt erstmal fein, abba die Frage bleibt: Muss man dafür direkt so’n dickes Ding aus’m Boden stampfen? Schluss mit Wandertagen zwischen Körnig‑Halle und Hamm, klar – aber ob dat am Ende wirklich besser wird oder bloß mehr Stress bringt, steht noch in den Sternen.
Und dann die Zahl: 15 bis 20 Millionen Euro. Dat is’ nich’ mehr „kleine Nummer“, dat is’ schon ordentlich Holz. Eigenregie, stolze Brust, großes Wort – aber im Pott sagt man auch: Große Klappe, viel dahinter? Muss erstma bewiesen werden.
Und jetzt kommt der Teil, der richtig sauer macht: Bei kleineren Vereinen in Dortmund wird sofort gebremst, geprüft und blockiert. Da heißt es dann plötzlich: keine Fläche, keine Chance, keine Perspektive. Projekte für Regionalliga‑Mannschaften oder Vereine wie Aplerbeck 09 werden angeblich wegen fehlender Fläche abgeblasen — aber wenn der BVB baut, dann geht auf einmal erstaunlich viel. Genau das ist der Punkt, der vielen im Revier auf den Keks geht: Dortmund redet gern von Sportstadt, aber offenbar gilt das nur für den BVB. Für kleinere Vereine, die den Sport in der Breite tragen, bleibt oft nur der Rest vom Rest.
Satirischer Realitätscheck aus’m Bau:
Während anderswo schon bei ’nem Bordstein drei Ausschüsse tagen, will der BVB direkt die nächste Großbaustelle anreißen. Gespräche mit der Stadt im Mai – also erstmal Papierkrieg, Behörden‑Pingpong und jede Menge „Wir melden uns“. Dat kann dauern. Und zwar so richtig.
Wir fragen trotzdem: Passt dat drumrum überhaupt? Verkehr, Anwohner, Termine, Koordination? Groß denken heißt auch groß rechnen, Kumpel. Wer Spiele hat, braucht Zufahrten. Wer Hallen füllt, braucht Ordnung. Und wer so’n Projekt ankündigt, sollte nich’ erst nachm ersten Ärger merken, dass da noch ’n ganzer Berg an Problemen wartet.
Dat Revier braucht Orte, wo Sport lebt – klar. Aber keine Luftschlösser mit Betonmantel und schon gar keine Stadt, die nur dann Tempo macht, wenn der große Name draufsteht. Wenn der BVB hier vorangeht, dann bitte mit Plan, Transparenz und ohne Selbstbeweihräucherung. Sonst wird aus der schönen Idee bloß die nächste teure Nummer mit viel Gesabbel und wenig Substanz.
Hilde guckt aufs Gelände hinter der Körnig‑Halle, skizziert Perspektiven. „Es kommt drauf an, wie offen dat wird.“
Ich ergänze: „Und wie ehrlich.“
Denn bauen is’ das eine. Aber wenn am Ende nur Kosten, Baustellenlärm und neue Diskussionen bleiben, dann war’s dat mit der schönen Vision. Zugänglich muss es sein. Bezahlbar. Und vor allem: sinnvoll. Sonst wird’s bloß die nächste teure Nummer mit Ansage und wenig Mumm.
Unterm Strich, Kumpels:
Große Pläne sind nich’ automatisch gute Pläne. Mut is’ okay, aber Größenwahn hilft keinem. Wenn der BVB dat hinbekommt – Sport fördern, Stadt nich’ überrollen, Menschen mitnehmen – dann Respekt. Wenn nich’, wird’s halt wieder so’n Projekt, bei dem am Ende alle nur sagen: „Joa, und wat hat dat jetzt gebracht?“
Wenn ihr Themen habt, die Harry und Hilde aufgreifen sollen – Baustelle, BVB oder Betonfrust – schreibt uns:
Für Themen die Harry und Hilde aufgreifen sollen schreibt an harry@buddelblitznews.de



