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Münster: ADAC-Monitor 2026 – Münster bleibt Deutschlands Mobilitäts-Champion – Platz 1 unter 29 Großstädten
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Münster: ADAC-Monitor 2026 – Münster bleibt Deutschlands Mobilitäts-Champion – Platz 1 unter 29 Großstädten


Münster erneut Spitzenreiter im bundesweiten Mobilitätsranking

Die Stadt Münster bleibt Deutschlands Vorzeigestadt in Sachen Mobilität. Im aktuellen ADAC-Monitor „Mobil in Mittelgroßstädten“ belegt die westfälische Universitätsstadt erneut den ersten Platz unter 29 untersuchten Großstädten mit weniger als 500.000 Einwohnern. Damit verteidigt Münster erfolgreich seine Spitzenposition aus der ersten Erhebung im Jahr 2021.

Die Untersuchung basiert auf rund 11.600 repräsentativen Online-Interviews mit Einwohnern, Pendlern und Besuchern der teilnehmenden Städte. Bewertet wurden die Bereiche Autoverkehr, öffentlicher Nahverkehr, Fahrradverkehr und Fußverkehr.

Münster erreicht Spitzenwert im bundesweiten Vergleich

Im Gesamtranking erzielt Münster einen Zufriedenheitsindex von 32. Dieser Wert zeigt an, um wie viele Prozentpunkte positive Bewertungen die negativen Bewertungen übertreffen.

Auf den Plätzen zwei und drei folgen Freiburg und Erfurt mit jeweils 29 Punkten. Der Durchschnitt aller untersuchten Städte liegt lediglich bei einem Wert von 17.

Bereits 2021 hatte Münster den Spitzenplatz belegt. Damals lag der Wert sogar bei 35 Punkten. Dennoch fiel der Rückgang in Münster deutlich geringer aus als im bundesweiten Durchschnitt.

Oberbürgermeister sieht Bestätigung für die Verkehrsstrategie

Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs bewertet das Ergebnis als Bestätigung für den eingeschlagenen Kurs der Stadtentwicklung.

Gleichzeitig betont er, dass die Spitzenplatzierung kein Grund sei, sich auf den bisherigen Erfolgen auszuruhen. Die Ergebnisse würden zeigen, dass viele Maßnahmen erfolgreich seien, gleichzeitig aber weiterhin Verbesserungsbedarf im Verkehrsalltag bestehe.

Ziel bleibe es, die Mobilität für alle Verkehrsteilnehmer auch künftig möglichst einfach, sicher und komfortabel zu gestalten.

Fahrradverkehr bleibt große Stärke Münsters

Besonders stark schneidet Münster erneut beim Fahrradverkehr ab. Mit einem Zufriedenheitsindex von 45 landet die Stadt bundesweit auf dem zweiten Platz hinter Freiburg, das mit 46 Punkten knapp vorne liegt.

Im Vergleich zum Jahr 2021 konnte Münster seinen Wert sogar verbessern.

Vor allem beim Angebot an Radwegen, bei direkten Verbindungen zu wichtigen Zielen sowie bei der Radverkehrsführung an Kreuzungen erhält Münster Bestnoten. Auch das Sicherheitsgefühl der Radfahrer wird überdurchschnittlich positiv bewertet.

Fußverkehr bundesweit auf Platz eins

Noch besser fällt das Ergebnis beim Fußverkehr aus. Mit einem Zufriedenheitsindex von 42 sichert sich Münster hier erneut den Spitzenplatz unter allen untersuchten Städten.

Besonders gut bewerteten die Teilnehmer der Studie die direkten Wege innerhalb der Stadt, die Aufenthaltsqualität sowie die vorhandenen Querungsmöglichkeiten für Fußgänger.

Damit bestätigt Münster seinen Ruf als Stadt der kurzen Wege.

Öffentlicher Nahverkehr ebenfalls überdurchschnittlich bewertet

Auch der öffentliche Personennahverkehr erzielt starke Ergebnisse. Mit einem Zufriedenheitswert von 42 belegt Münster bundesweit den vierten Platz und verbessert sich gegenüber der letzten Untersuchung sogar um einen Rang.

Besonders positiv fällt aus Sicht der Befragten das Preis-Leistungs-Verhältnis des ÖPNV aus. Dieser Bereich wird im deutschlandweiten Vergleich in Münster sogar am besten bewertet.

Vor Münster liegen lediglich Erfurt, Rostock und Freiburg.

Einziger Kritikpunkt: Der Autoverkehr

Nicht alle Verkehrsformen werden jedoch positiv beurteilt. Beim Autoverkehr überwiegt die Unzufriedenheit der Befragten.

Der Zufriedenheitsindex liegt hier bei minus zwei Punkten. Dennoch bedeutet dieser Wert im bundesweiten Vergleich immerhin noch Rang sieben unter den 29 untersuchten Städten.

Zum Vergleich: Der Durchschnitt aller Städte liegt bei minus neun Punkten.

Baustellen, Parkgebühren und E-Scooter sorgen für Kritik

Sowohl in Münster als auch bundesweit wurden insbesondere drei Themenbereiche kritisch bewertet:

  • Baustellenmanagement
  • Höhe der Parkgebühren
  • Regelkonformes Verhalten von E-Scooter-Fahrern

Diese Faktoren beeinflussen die Zufriedenheit der Autofahrer besonders negativ und spiegeln Herausforderungen wider, mit denen viele Städte aktuell konfrontiert sind.

Masterplan Mobilität prägt die Entwicklung der Stadt

Die Stadt Münster setzt aktuell zahlreiche Maßnahmen aus ihrem 2024 beschlossenen Masterplan Mobilität um.

Dazu gehören unter anderem neue Fahrradstraßen wie am Hessenweg und an der Kötterstraße sowie die Weiterentwicklung wichtiger Velorouten.

Im Bereich des Nahverkehrs treibt die Stadt den Ausbau von Busspuren auf der Weseler Straße und der Warendorfer Straße voran. Gleichzeitig rückt die Reaktivierung der Bahnstrecke Münster-Sendenhorst näher, nachdem Bund und Land die Finanzierung des Projekts zugesagt haben.

Bewohnerparken und Carsharing werden ausgebaut

Auch beim Parkraummanagement setzt Münster auf neue Konzepte. Im Rahmen des integrierten Parkraumkonzepts wurden unter anderem neue Bewohnerparkzonen in Pluggendorf und im Erphoviertel eingerichtet.

Zusätzlich vergab die Stadt weitere Stellplätze an einen lokalen Carsharing-Anbieter, um alternative Mobilitätsangebote auszubauen und den Verkehr in der Innenstadt nachhaltiger zu gestalten.

Münster setzt Maßstäbe für die Mobilität der Zukunft

Die Ergebnisse des ADAC-Monitors unterstreichen die besondere Rolle Münsters als Vorbild für nachhaltige und vernetzte Mobilität in Deutschland. Vor allem die hohe Zufriedenheit mit dem Radverkehr, dem Fußverkehr und dem öffentlichen Nahverkehr zeigt, dass die Stadt in zentralen Bereichen der Verkehrswende bereits heute Maßstäbe setzt.


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