Angriffe auf Polizeikräfte nach Versammlung sorgen für Großeinsatz in Köln
Nach einer zunächst angemeldeten Versammlung in Köln ist es am Samstagnachmittag zu erheblichen Zwischenfällen gekommen. Nachdem die Kundgebung offiziell beendet worden war, griffen mehrere Personen Einsatzkräfte der Polizei an. Die Polizei Köln reagierte mit einem umfangreichen Einsatz und setzte Wasserwerfer gegen störende Gruppen ein.
Mehrere hundert Personen wurden anschließend im Bereich des Thürmchenswalls am Konrad-Adenauer-Ufer von Einsatzkräften eingekesselt und kontrolliert. Die Maßnahmen zur Identitätsfeststellung dauern nach Angaben der Polizei weiterhin an.
Demonstration zu Bildung, Wehrpflicht und Lebenshaltungskosten gestartet
Die Versammlung hatte gegen 14:15 Uhr am Konrad-Adenauer-Ufer begonnen. Angemeldet war die Kundgebung unter den Themen „Bildung“, „Wehrpflicht“ und „Bezahlbares Leben“. Zahlreiche Teilnehmer versammelten sich entlang des Rheinufers, um auf diese gesellschaftlichen Themen aufmerksam zu machen.
Nach Polizeiangaben kam es bereits während der laufenden Versammlung zu ersten Auffälligkeiten. Einzelne Teilnehmer vermummten sich und zündeten pyrotechnische Gegenstände. Aufgrund dieser Entwicklungen wurde die ursprünglich geplante Fortsetzung der Veranstaltung als Demonstrationszug nicht umgesetzt.
Versammlungsleiterin beendet Kundgebung vorzeitig
Gegen 16 Uhr erklärte die Versammlungsleiterin die Versammlung offiziell für beendet. Zu diesem Zeitpunkt schien sich die Lage zunächst zu beruhigen. Kurz nach dem Ende der Kundgebung eskalierte die Situation jedoch.
Nach Angaben der Polizei kam es im Anschluss zu Angriffen auf Einsatzkräfte. Die Beamten mussten gegen einzelne Störergruppen vorgehen, um weitere Eskalationen zu verhindern.
Wasserwerfer gegen Störergruppen eingesetzt
Die Polizei entschied sich im Verlauf der Auseinandersetzungen zum Einsatz von Wasserwerfern. Ziel war es, aggressive Personen zurückzudrängen und die öffentliche Sicherheit wiederherzustellen.
Der Einsatz erfolgte am Konrad-Adenauer-Ufer, wo sich nach Veranstaltungsende mehrere Personengruppen aufhielten. Zeitgleich wurden starke Polizeikräfte in den betroffenen Bereich entsandt, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Polizeibeamter bei Angriff verletzt
Bei den Angriffen wurde ein Polizeibeamter verletzt. Nach Angaben der Polizei erlitt der Beamte eine Handverletzung und war anschließend nicht mehr dienstfähig.
Die Ermittler leiteten daraufhin mehrere Strafverfahren ein. Dabei geht es unter anderem um den Vorwurf des tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte sowie um schweren Landfriedensbruch.
Mehrere hundert Personen von Bereitschaftspolizei kontrolliert
Im Zuge der Ermittlungen kontrolliert die Bereitschaftspolizei mehrere hundert Personen im Bereich des Konrad-Adenauer-Ufers auf Höhe des Thürmchenswalls. Die polizeilichen Maßnahmen dienen insbesondere der Identitätsfeststellung und der Aufklärung möglicher Straftaten.
Da sich die Kontrollen über einen längeren Zeitraum erstrecken, wurden die innerhalb der polizeilichen Umschließung befindlichen Personen mit Getränken versorgt. Zusätzlich organisierte die Polizei mobile Toiletten, um die Versorgung während der Maßnahmen sicherzustellen.
Polizei bleibt bis in die Nacht mit starken Kräften präsent
Auch nach Einbruch der Dunkelheit bleibt die Polizei Köln mit zahlreichen Einsatzkräften im gesamten Stadtgebiet präsent. Hintergrund sind Hinweise und Meldungen über vereinzelt auftretende unfriedliche Personengruppen in der Innenstadt.
Bislang wurden nach Polizeiangaben jedoch keine Plünderungen oder größeren Sachbeschädigungen festgestellt. Dennoch beobachten die Einsatzkräfte die Lage weiterhin aufmerksam.
Einsatzleiter kündigt konsequentes Vorgehen gegen Gewalttäter an
Einsatzleiter Martin Lotz machte deutlich, dass die Polizei Angriffe auf Einsatzkräfte und unbeteiligte Personen nicht tolerieren werde. Ziel sei es, die Sicherheit der Menschen in Köln und Leverkusen auch in den kommenden Stunden zu gewährleisten.
Zugleich appellierte die Polizei an die Bevölkerung, Ruhe zu bewahren, den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten und auf Gewalt zu verzichten. Wer polizeiliche Maßnahmen behindere oder Polizeibeamte angreife, müsse mit konsequenten strafrechtlichen und polizeilichen Konsequenzen rechnen.
Polizei bittet Bürger um Hinweise
Die Polizei Köln ruft Zeugen und Bürger dazu auf, verdächtige Beobachtungen im Bereich der Innenstadt zu melden. Insbesondere Hinweise auf gewaltbereite Personengruppen könnten für die laufenden Ermittlungen von Bedeutung sein.
Zudem bittet die Polizei Unbeteiligte ausdrücklich darum, sich nicht mit Personen zu solidarisieren, gegen die polizeiliche Maßnahmen durchgeführt werden müssen. Hinweise können jederzeit über den Polizeinotruf 110 gemeldet werden.



