Unbekannter wirft Stein von Fußgängerbrücke auf fahrenden Audi
Ein lebensgefährlicher Vorfall auf der Bundesautobahn 40 in Essen beschäftigt seit Samstagabend die Polizei und Staatsanwaltschaft. Ein bislang unbekannter Täter warf gegen 17:45 Uhr einen Ziegelstein von einer Fußgängerbrücke auf die Fahrbahn der vielbefahrenen Autobahn und traf dabei einen fahrenden Audi A6.
Nur durch großes Glück wurde bei dem gefährlichen Angriff niemand verletzt. Die Insassen des Fahrzeugs kamen mit dem Schrecken davon, während ihr Auto erheblich beschädigt wurde. Aufgrund der Schwere des Vorfalls wurde eine Mordkommission eingerichtet.
Mehrere Notrufe alarmieren die Polizei
Nach Angaben der Polizei Essen gingen am frühen Abend mehrere Notrufe ein. Zeugen meldeten eine Person, die sich auf einer Fußgängerbrücke an der Schwanenbuschstraße aufgehalten und Gegenstände auf die darunter verlaufende A40 geworfen haben soll.
Als die Einsatzkräfte eintrafen, bestätigte sich der Vorfall. Ein Audi A6 war von einem Ziegelstein getroffen worden. Der Stein schlug im Bereich der Motorhaube und des Übergangs zur Windschutzscheibe ein und verursachte erhebliche Schäden am Fahrzeug.
Fahrzeuginsassen bleiben unverletzt
Trotz der enormen Gefahr blieben die Insassen des Audi unverletzt. Experten weisen jedoch immer wieder darauf hin, dass Würfe von Brücken auf Autobahnen schnell tödliche Folgen haben können. Bereits kleinere Gegenstände können aufgrund der hohen Geschwindigkeiten auf Autobahnen eine enorme Aufprallenergie entwickeln.
Der aktuelle Vorfall hätte daher deutlich schwerwiegendere Konsequenzen haben können.
Großfahndung bleibt zunächst ohne Erfolg
Unmittelbar nach Bekanntwerden der Tat leitete die Polizei umfangreiche Fahndungsmaßnahmen im Bereich der Schwanenbuschstraße und rund um die Fußgängerbrücke ein. Mehrere Einsatzkräfte suchten nach dem mutmaßlichen Täter.
Bis zum Abend verliefen die Maßnahmen jedoch ohne Erfolg. Der Tatverdächtige konnte bislang nicht identifiziert oder festgenommen werden.
Spezialisten sichern Spuren am Tatort
Parallel zur Fahndung begann die kriminaltechnische Untersuchung des Tatortes. Spezialisten der Kriminalpolizei sicherten noch am Abend umfangreiche Spuren auf der Brücke sowie am beschädigten Fahrzeug.
Die Ermittler erhoffen sich dadurch wichtige Hinweise zur Identität des Täters und zum genauen Ablauf der Tat. Auch mögliche Videoaufzeichnungen aus dem Umfeld der Autobahn und der Fußgängerbrücke dürften in die Ermittlungen einbezogen werden.
Mordkommission übernimmt die Ermittlungen
Aufgrund der besonderen Gefährlichkeit des Angriffs haben die Staatsanwaltschaft Essen und die Polizei Essen eine Mordkommission eingerichtet. Die Ermittler prüfen derzeit die Hintergründe sowie das Motiv des Täters.
Steinwürfe auf Fahrzeuge gelten als besonders schwere Straftaten, da die Täter den Tod oder schwere Verletzungen von Verkehrsteilnehmern zumindest billigend in Kauf nehmen können. Entsprechend intensiv werden die weiteren Ermittlungen geführt.
Polizei bittet dringend um Zeugenhinweise
Die Polizei Essen sucht nun nach Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise auf die bislang unbekannte Person geben können. Besonders wichtig sind Beobachtungen im Bereich der Fußgängerbrücke an der Schwanenbuschstraße sowie verdächtige Wahrnehmungen unmittelbar vor oder nach der Tat.
Hinweise nimmt die Polizei Essen unter der Telefonnummer 0201/829-0 sowie per E-Mail entgegen.
Ermittler hoffen auf schnelle Aufklärung
Der Vorfall hat nicht nur bei den Betroffenen, sondern auch bei zahlreichen Verkehrsteilnehmern für Bestürzung gesorgt. Die Ermittler setzen nun auf Zeugenhinweise und die Auswertung der gesicherten Spuren, um den Verantwortlichen schnellstmöglich zu identifizieren.
Während die Mordkommission ihre Arbeit aufgenommen hat, dauern die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen des gefährlichen Steinwurfs auf der A40 weiterhin an.



